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Anzahl Kinder unter natürlichen Verhältnissen

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  • Anzahl Kinder unter natürlichen Verhältnissen

    Ich frage mich in letzter Zeit oft, was wohl der "normale", also von der Natur als passend empfundene Geburtenabstand und die passende Anzahl von Kindern ist. Dabei versuche ich folgendes zu bedenken:

    - Ab wann wäre man als Frau natürlicher Weise fruchtbar? Ich habe schon öfter mal gehört, dass Mädchen immer früher ihre Periode bekommen.
    - Dass in der Natur viel länger voll gestillt wird als es viele Mütter in den Industrienationen heute machen, ist wohl klar. Voll stillen (mindestens ca. alle vier Stunden sagt man) soll ja verhütend wirken. Das soll eigentlich nicht so zuverlässig sein, aber es würde ja schon viel Sinn machen, wenn eine Frau, die ein sehr kleines Kind zu versorgen und zu ernähren hat, nicht zu schnell die Belastung eines weiteren Kindes (und vorhergehender Schwangerschaft und Geburt) erfährt. Bei Kindern sollen etwa mit 2 die Backenzähne da sein. Dann erst können sie also alles essen und von fester Nahrung satt und zufrieden werden. Also ohne Mixer. ;)
    - Würden sich Menschen unter natürlichen Umständen nur saisonal fortpflanzen?
    - Bis zu welchem Alter ist man als Frau wohl unter natürlichen Umständen fruchtbar?

    Also wenn ich so rechne, komme ich auf folgendes Ergebnis (Berechnung geschieht auf Grundlage absoluter Vermutungen).
    Fruchtbar ab 20 (?), frühestens alle 2 Jahre schwanger plus ein knappes Jahr Schwangerschaft, fruchtbar bis 50 (???). Da komme ich auf maximal 10 Kinder mit einem Altersabstand von mindestens 3 Jahren. Hört sich viel an zur Erhaltung der Art. Gefühlt macht der Altersabstand für mich aber halbwegs Sinn.

    Also mich würde sehr eure Meinung dazu interessieren und sicher weiß der ein oder andere von euch mehr zu meinen Vermutungen.

    LG Zoe

  • #2
    Ach ja, das vielleicht noch: ich habe neulich irgendwo gehört oder gelesen, dass es durchaus Sinn machen soll, dass Frauen recht lange Zeit vor ihrem natürlichen Tod nicht mehr fruchtbar sind (im Gegensatz zu Männern, die ja bekanntlich bis ins hohe Alter Kinder zeugen können). Im Clan habe die Großmutter eine enorm wichtige Rolle bei der Erziehung der Enkel und der Unterstützung ihrer Töchter (und sicher auch anderer Frauen) bei der Umsorgung der Kinder. Sie sind also dann immer noch zur Pflege der Nachkommenschaft unentbehrlich. Daher würde ich jetzt mal den Zeitpunkt der Menopause nicht später als heute ansetzen. Kann er vielleicht sogar früher gewesen sein???

    Edit: habe eben noch diesen Link gefunden, in dem berichtet wird, dass sich die Menopause tatsächlich immer weiter nach hinten verschiebt! http://www.morgenpost.de/printarchiv...r-spaeter.html
    Aha aha aha!!!

    Bekanntlich braucht man ja ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Jedenfalls aber liebevoll die Kinder umsorgende Omas. Davon kann ich als frisch gebackene Mama nun sooo sehr ein Liedchen singen!



    LG Zoe
    Zuletzt geändert von Zoe; 25.06.2016, 01:17.

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    • #3
      Ich glaube nicht, dass wir mit Überlegungen über die Anzahl von Kindern unter natürlichen Verhältnissen weiter kommen. Wir leben nämlich nicht mehr unter natürlichen Verhältnissen. Genauso wenig kommen wir weiter, wenn wir überlegen, was unsere Vorfahren gegessen haben könnten und daraus dann Schlüsse ziehen wollen, was für uns heute angemessen ist. Die geistige und damit auch kulturelle Entwicklung des Menschen in unseren Regionen ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir ganz andere Bedürfnisse als Menschen haben, die in einer natürlichen Umgebung leben.

      Einen zeitlichen Abstand von drei Jahren zwischen den Kindern halte ich daher unter den heutigen Bedigungen für zu kurz. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass so um die sieben Jahre ideal sind.

      Zitat von Zoe
      Bekanntlich braucht man ja ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Jedenfalls aber liebevoll die Kinder umsorgende Omas
      Am allerwichtigsten für ein Kind sind erst einmal liebevolle Eltern! Eltern, die sich selbst verwirklicht haben und dies nicht über ihre Kinder tun müssen. Und dann erst kommen andere. Ideal wäre sicherlich eine Gemeinschaft Gleichgesinnter.


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      • #4
        Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
        - Würden sich Menschen unter natürlichen Umständen nur saisonal fortpflanzen?
        Darüber hab auch ich schon einigemale nachgedacht.

        In den Tropen, wo es nur Trocken- und Regenzeiten gibt, spielt das vielleicht keine oder eine nur verminderte Rolle.

        Und in gemäßigtem Klima nehmen wir ja soviel importierte Lebensmittel zu uns und befinden uns in geheizten Räumen, daſs die Jahreszeiten hinsichtlich Nachwuchs wohl noch weniger bedeutsam sind als in den Tropen.

        Somit können wir das (in gemäßigtem Klima vorerst) nur noch erahnen oder gedanklich durchspielen.

        Sicherlich haben die Umgebungstemperatur (im Freien) und die Lebensmittelverfügbarkeit die einzelnen Fortpflanzungstermine einst sehr beeinfluſst, weswegen
        • ab Spätfrühling oder Frühsommer Geburten wohl am vorteilshaftesten waren (Sternzeichen Stier ).
        • Inwieweit sich sich dies aber selbsttätig (also hormonell) auf das sexuelle Verhalten (bei ♂ und ♀) ausgewirkt hat, läßt sich wohl nur schwerlich nachvollziehen. Passend zum Geburtstermin fiele die Vereinigung in den Spätsommer.

        Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
        Voll stillen (mindestens ca. alle vier Stunden sagt man) soll ja verhütend wirken.
        Das ist zwar umstritten,
        • aber soweit ich es mit eigenen Augen (und auch in Dokumentationen) im Tierreich wahrgenommen hab, wehren sich stillende Weibchen sehr aggresiv gegen das Begattetwerden und
        • die Männchen scheinen bei Anwesenheit ihrer noch kleinen Jungtiere keinerlei sexuellen Bedarf zu haben.
        • Und solange ich selbst mit Kindern spiele, sie betreue oder ihnen nützliche Kenntnisse sowie Fähigkeiten vermittle (obwohl keines von mir ist) ist auch mein sexueller Bedarf auf absolut Null zurückgegangen, da die ganze „Energie“ sich dann auf Herzensebene sammelt.

        Möglicherweise funktioniert der letztgenannte Punkt meistens nur nach längerer Rohernährung bei hinreichender Entgiftetheit des Organismus. Zumindest lassen die „experimentalen“ Denaturiertkostausnahmen eines Promis darauf schließen;
        ….

        Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
        Da komme ich auf maximal 10 Kinder mit einem Altersabstand von mindestens 3 Jahren.
        Ich würde sagen mindestens 5, besser (ähnlich wie Susanne) 7 bis 7¾ oder mehr. Letztere Zahlenwerte wären dann gemäß Deiner (des »Guten Lebens« Rechnung) 5 bis 2½ Kinder mit einem Altersabstand von 7 bis 14 Jahren was zum Ausgleich von Jagdunfällen sicherlich ausreichend wäre.

        HG Manfred

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        • #5
          Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
          Wir leben nämlich nicht mehr unter natürlichen Verhältnissen. Genauso wenig kommen wir weiter, wenn wir überlegen, was unsere Vorfahren gegessen haben könnten und daraus dann Schlüsse ziehen wollen, was für uns heute angemessen ist. Die geistige und damit auch kulturelle Entwicklung des Menschen in unseren Regionen ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir ganz andere Bedürfnisse als Menschen haben, die in einer natürlichen Umgebung leben.
          Unseren frühesten Vorfahren bzw· ursprünglichen Naturvölkern weniger geistige Entwickeltheit zu unterstellen als Unsereiner halte ich für ziemlich vermessen. Es war wohl eher umgekehrt.

          Außerdem ist der „kulturelle“ Zustand Unsereiner nicht selbstverständlich, da er durch und durch auf Verschuldung aufgebaut ist, die bis zum heutigen Tage Miſstände größtenteils durch Erschaffen weiterer Miſsstände behebt. Dieses gutzuheißen und zu glauben, daſs alles sich selbstätig regelt halte ich nicht für sonderlich geistreich… (auch wenn New Age Bewegungen es so darstellen). Milgram läſst grüßen….

          Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
          Einen zeitlichen Abstand von drei Jahren zwischen den Kindern halte ich daher unter den heutigen Bedigungen für zu kurz. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass so um die sieben Jahre ideal sind.
          Das halte ich für sehr sinnvoll.

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          • #6
            Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
            Ich frage mich in letzter Zeit oft, was wohl der "normale", also von der Natur als passend empfundene Geburtenabstand und die passende Anzahl von Kindern ist.
            Bezüglich Abstand gehe ich konform mit Susanne und Manfred: mindestens 4 Jahre, eher 5-7.
            Bezüglich Anzahl der Kinder: wenn man 1000 Jahre lebt, sieht das ein bißchen anders aus, als wenn man nur 72 Jahre lebt, nicht wahr? Wenn man weit über 100 Jahre alt würde, dann hätte man vielleicht nach 10-20 Kindern genug Erfahrungen dieser Art gemacht und würde sich anderen Dingen zuwenden. Mir selbst geht es so, daß ich das Gefühl habe, in früheren Leben oft genug Kinder groß gezogen zu haben und daher habe ich in diesem Leben noch nichts dergleichen unternommen.

            Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
            Ab wann wäre man als Frau natürlicher Weise fruchtbar?
            Meine Schätzung: ab 25.

            Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
            Würden sich Menschen unter natürlichen Umständen nur saisonal fortpflanzen?
            In Regionen mit ganzjährig warmem Klima: nein. In Europa und anderen Regionen mit ausgeprägten, kalten Jahreszeiten: ja.
            Es gibt Untersuchungen, daß Kinder, die am Anfang des europäischen Sommers gezeugt wurden, gesünder sind als solche, die in der kalten Jahreszeit gezeugt wurden. Der Grund dafür besteht meiner Ansicht nach darin, daß die ersten 4-8 Wochen der Entwicklung des Fötus' von erheblich größerer Bedeutung sind als die restliche Zeit der Schwangerschaft. Im Sommer sind selbst im System der Kochkost die Bedingungen für eine gute Ernährung weitaus besser, weil es reife, frische Landesfrüchte gibt. Im Winter ist das alles viel schwieriger, wie jeder Rohköstler weiß.

            Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
            Bis zu welchem Alter ist man als Frau wohl unter natürlichen Umständen fruchtbar?
            Siehe oben - ich sehe da keine Grenze. Ich sehe auch keine Grenze für das Lebensalter des Menschen, zumindest nicht dann, wenn man sich so ernährt, wie der Schöpfer es entworfen hat.

            Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
            Im Clan habe die Großmutter eine enorm wichtige Rolle bei der Erziehung der Enkel und der Unterstützung ihrer Töchter (und sicher auch anderer Frauen) bei der Umsorgung der Kinder. Sie sind also dann immer noch zur Pflege der Nachkommenschaft unentbehrlich.
            Ich halte von solchen, einseitigen Sichtweisen nichts. Die Männer sind genau so wichtig. Vereinfacht ausgedrückt: von Mama kann ein kleiner Junge bestimmt lernen, wo die schönsten Brombeeren wachsen und wie man sie pflückt, ohne zerstochen und zerkratzt zu werden. Wie man einen Bogen und Pfeile baut und ein Tier damit erlegt, kann ein kleiner Junge aber nur von Papa lernen.

            Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
            habe eben noch diesen Link gefunden, in dem berichtet wird, dass sich die Menopause tatsächlich immer weiter nach hinten verschiebt!
            Liest sich logisch, weil es ein Ding namens "Menopause" für mich nicht gibt. Das ist lediglich ein weit verbreitetes Phänomen der Alterung eines Körpers, den man jahrzehnte lang mit Kochkost geärgert hat. Das fällt für mich in die selbe Kategorie wie Falten und graue Haare. Wie die Rheinländer so schön sagen: Bruche mer nit, fott domet.
            instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

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            • #7
              Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
              Die geistige und damit auch kulturelle Entwicklung des Menschen in unseren Regionen ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir ganz andere Bedürfnisse als Menschen haben, die in einer natürlichen Umgebung leben.
              In einer rückständigen Gesellschaft wird der Rückschritt als Fortschritt bezeichnet.

              Das ist ein Zitat, aber ich weiß nicht mehr, von wem. Walsch?
              instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

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              • #8
                Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
                HG Manfred
                HG = Heiliger Geist?
                instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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                • #9
                  Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
                  HG = Heiliger Geist?
                  Guter Einfall aber ich meinte Herzliche Grüße.

                  Und wie wärs mit LG = Lieber Geist?

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                  • #10
                    Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
                    Guter Einfall aber ich meinte Herzliche Grüße.

                    Und wie wärs mit LG = Lieber Geist?
                    Auf "Heiliger Geist" bin ich hierdurch gekommen: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/e...-a-189379.html

                    Handelsgerichte schied ja eher aus, ebenso wie Quecksilber ...
                    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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                    • #11
                      Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
                      Es gibt Untersuchungen, daß Kinder, die am Anfang des europäischen Sommers gezeugt wurden, gesünder sind als solche, die in der kalten Jahreszeit gezeugt wurden.
                      Du meinst wohl ›geboren‹ werden? Unter Zeugung wird, soviel ich weiß, im Allgemeinen das verstanden, was neun Monate zuvor vorausgeht.
                      Wenn die Vereinigung am Anfang des europäischen Sommers geschieht, so wäre die Geburt im Anfang des europäischen Frühlings, also bereits Ende März. Mitunter kann es aber auch dann schon einigermaßen warm sein.
                      Zuletzt geändert von Ralph; 25.06.2016, 20:47. Grund: fixed typo

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                      • #12
                        Zitat von Manfred
                        Unseren frühesten Vorfahren bzw· ursprünglichen Naturvölkern weniger geistige Entwickeltheit zu unterstellen als Unsereiner halte ich für ziemlich vermessen. Es war wohl eher umgekehrt.
                        Wo sind sie denn geblieben, die Naturvölker? Sie sind mittlerweile alle im Sumpf der Kulturlandschaft versunken, oder? Von einem geistig hoch entwickelten Volk erwarte ich anderes.


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                        • #13
                          Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
                          Du meinst wohl ›geboren‹ werden?
                          Nein, meine ich nicht. Ich meine das, was ich geschrieben habe.
                          instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

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                          • #14
                            Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
                            Wo sind sie denn geblieben, die Naturvölker? Sie sind mittlerweile alle im Sumpf der Kulturlandschaft versunken, oder? Von einem geistig hoch entwickelten Volk erwarte ich anderes.
                            Susanne und ihre hochgesteckten Erwartungen ... wer viel erwartet wird viel enttäuscht ... die Realität hat nichts übrig für Hirngespinste (und mehr sind Erwartungen ja letztlich nicht).
                            instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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                            • #15
                              Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiß wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt, die Natur der Dinge und seine eigene Handlungsweise zu erforschen, um die Quelle seiner irrigen Voraussetzungen zu entdecken und womöglich künftig richtiger zu ahnen.

                              Benjamin Franklin
                              (1706 - 1790), US-amerikanischer Politiker, Naturwissenschaftler, Erfinder und Schriftsteller


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