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Ein stiller Silvestergruss an die Tierwelt - auch in uns.

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  • Ein stiller Silvestergruss an die Tierwelt - auch in uns.

    Zum Jahreswechsel, und im Zusammenhang mit meinem aktuellen Orkos-Problem, mache ich gerade eine Standortbestimmung, weil ich nicht mehr weiss: Wer bin ich jetzt eigentlich nach all den Jahrzehnten Anders-Sein? Wo ist mein Platz? Was ist mein eigentliches Ziel im Leben? Anders gesagt: Wenn eine jede und ein jeder doch, wie es heisst, für eine besondere Aufgabe im Leben geboren wird - wofür dann ich?

    Allmählich drängte in den letzten zwei Tagen folgende Antwort durch: Meine Aufgabe ist es wohl geworden, das Tier in uns und im Tier selbst zu würdigen, ihm eine Stimme zu sein, eine freundliche, eine demütige und verständnisvolle.
    Das klingt im ersten Moment vermutlich etwas merkwürdig.
    Ich versuche es zu erklären. Vor etwa dreissig Jahren, mit der Bekanntschaft der Instincto-Rohkost, und kurz danach mit dem systemischen Familienstellen nach Bert Hellinger, gewann ich Eindruck, alles Wichtige zur Wirklichkeit des Menschen in der Welt nun bei mir zu haben. Dieser Eindruck ist tatsächlich geblieben. Dieses Gefühl, ein Tier zu sein, das sich freikämpft aus dem Anzug der Gesellschaft, aus der Haltung der Überheblichkeit und dem historisch gewachsenen Herrschaftsanspruch des Menschen, in dem es tagtäglich käfiggehalten wird.

    Instincto, und auch die Rohkost generell, ist ja vor allem dies: ein Weckruf an unsere animalische Existenz. Dieses Reine, Unmittelbare, so wie es unseren Sinnen von Natur aus zu eigen ist. Dies zu leugnen ist eine tragische Sache. Es bringt Unglück. Dieses Unglück hat viele Gesichter. Pauschal mag man es "Ungleichgewicht" nennen, im Detail trägt es die Züge von Hunger, Krankheit, Trübsinn, Verwirrung, Heimatschmerz, Sehnsucht und, wie G.C. Burger es gern sagte: Paranoia. Paranoia trifft es für mich ganz gut. Wer genau in die Welt der Zivilisation hinaus schaut, kann sie überall sehen. Aktuelle Beispiele: CO2 -Wahn, Klima-Wahn, Digital-Wahn, Sicherheits-Wahn, Angst vor Allergikern, Veganern, Elektrosensiblen, Flüchtlingen, Trump, Kim-Jong-Un und vielem mehr.
    Angst-Wahn, Sicherheits-Sucht und der Drang nach noch grösserer Entfremdung (z.B. Cyberwelt, Smart-City, IoT usw.) sind die Eckpfosten unserer Gegenwart und Zukunft. Weit und tief dahinter steckt die Kochwelt-Paranoia mit der Bezeichnung "Natur als Feind".

    Um zu meiner Überschrift zurückzukehren: Die Paranoia des modernen Menschen ist die Haltung und Ansicht, das innere Tier muss bekämpft, anstatt gewürdigt werden.
    So kam ich dahin zu begreifen, dass es diese Würdigung ist, die mein Leben schlussendlich ausmacht: Das Schicksal annehmen, auch und vor allem Tier zu sein. Ein Tier, das immer noch seinen Platz im Menschtum sucht, was per se unmöglich erscheint, aber notwendig ist, um soetwas wie seinen Frieden zu haben.
    Ich brauche keine Engel. Keine "positiven Schwingungen". Keine "gute Energie", keine dieser esoterischen Ersatzhaltungen, das alles ist für mich nur Ablenkung und weitere Verwirrung. Lieber bin ich ehrlich melancholisch über die Verlorenheit "meines" metabolischen Tieres unter dem Joch "meiner" menschlichen Psyche.

    Keine Angst, auch Tier zu sein, das ist die Lösung. Wer sich von Instincto lossagen möchte, warum auch immer, tut es vermutlich, weil er mit der Animalität in sich nicht umgehen kann. Oder es nicht will. Zu anstrengend. Zu fremd. So wenig warm und sicher. Das soll kein Vorwurf sein, nur ein Hinweis, noch einmal nachzuspüren, warum man tut, was man tut, und wohin man will, wenn man spürt, man will zu einem besonderen Ort für sich und kommt einfach nicht an.

    Mir fallen im Nachhinein viele Beispiele ein, warum diese Würdigung des "Tieres in uns" solch eine Bedeutung für mich hat. Seit Instincto kann ich beispielsweise keinem Tier mehr einen Namen geben. Und auch einem Tier, welches einen Namen trägt, gegeben von seinem Besitzer, nenne ich nie mit diesem Namen. Ich kann es nicht, es kommt mir nicht über die Lippen. Ich sage einer Katze stets"Katze", einem Hund nur "Hund" und einem Pferd immer "Pferd". Dies tat ich die längste Zeit, bis ich merkte, warum ich das tue: um es als Tier zu würdigen, das nur sich selbst gehört - und keinem "Besitzer". Ich bin mittlerweile strikt gegen die Haltung eines Haustieres. Und zwar deshalb, weil ich mich innerlich sofort mit ihm verbünde, in dem Moment, wo wir uns begegnen. So wie ich zwischen der rohen und gekochten Welt hänge, mehr Mensch als Tier, aber doch immer und jederzeit beides, so hängt das Tier ebenfalls zwischen Roh und Gekocht, mehr Tier als Mensch, aber von uns verdorben durch Nahrung, Zucht und Haltung. Wir lieben die Tiere nicht. Nicht wirklich. Wir können es gar nicht, weil wir das Tier in uns nicht lieben. Ebensowenig lieben wir die Natur. Nicht wirklich. Können es gar nicht, weil wir das Natürliche in uns weder begreifen, noch annehmen, noch fördern. Ansonsten wäre Umweltschutz überhaupt kein Thema in dieser Welt.

    Doch zurück zumTier. Wie viele Menschen verändern Stimme und Gebärde, wenn sie mit "ihrem" Haustier reden! So wie sie gern auch Stimme und Gebärde ändern, wenn sie mit "ihrem" Kleinkind oder auch schon grösseren Kind reden! Schaut es auch an, man hat häufig den Eindruck von Schauspiel oder gar Comicwelt. Offenbar überfordert die Begegnung mit dem Animalischen, dem Reinen, Zarten - und bei dieser Aussage schliesse ich das Kleinkind bewusst mit ein, steht es doch dem Tier noch viel näher als wir eitlen Erwachsenen.

    Rainer Maria Rilke hat sich sehr viel mit dem Wesen des Tier-Seins ausseinandergesetzt, lyrisch und philosophisch, und in der achten seiner "Duineser Elegien" schenkt er diesem verbündeten Gegensatz seine volle Aufmerksamkeit und erreicht eine beeindruckende Tiefe in Wort und Erkenntnis: "Mit allen Augen sieht die Kreatur das Offene, nur unsre Augen sind wie umgedreht und ganz um sie gestellt als Fallen, rings um ihren freien Ausgang ....wir haben nie, nicht einen einzigen Tag, den reinen Raum vor uns, in den die Blumen unendlich aufgehen ....als Kind verliert sich eins im Stilln an dies und wird gerüttelt. Oder jener stirbt und ists. Denn nah am Tod sieht man den Tod nicht mehr und starrt hinaus, vielleicht mit grossem Tierblick .... dieses heisst Schicksal: gegenüber sein und nichts als das und immer gegenüber".

    Es ist dieses Gegenüber-Sein, das ich spüre. Diesen Tierblick. Mir ist er recht bewusst. Und ich sehe, wie alle tunlichst vermeiden, ihn in sich zu erkennen und anzuerkennen. Ob Nahrungswahl, Beziehungsärger oder Krieg, hinter allem steckt das Wirken einer Animalität, die uns hart an der Leine hält - während wir indes glauben frei und human zu sein. Etwas Besonderes. Anderes. Zu Höherem berufen. Auf jeden Fall weit weg von dem, was "das niedere Tier" doch ist.

    Zum Jahresabschluss erhebe ich daher für alle Rohköstler, die ja mit ihrem Tun zumindest ernährungsmässig und bewusst oder unbewusst das Animalische in sich würdigen, das Glas mit einem Zitat von Arthur Schopenhauer: "Daß uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, daß es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn."

    Und ist nicht das einfachere und ökonomischere Sein das eigentlich intelligentere?

    In diesem Sinne: ein gutes neues Jahr!!!

  • #2
    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Wenn eine jede und ein jeder doch, wie es heisst, für eine besondere Aufgabe im Leben geboren wird - wofür dann ich?
    ich sehe mich seit ich denken kann als Teil der Schöpfung mit der Aufgabe, den Schwachsinn (sehr veraltet auch genannt) zu entbehren, seine sinnentstellten Verdrehungen zu entlarven und die Geschenke und Mittel der Schöpfung wiederzuerlangen.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Meine Aufgabe ist es wohl geworden, das Tier in uns und im Tier selbst zu würdigen, ihm eine Stimme zu sein, eine freundliche, eine demütige und verständnisvolle.
    Da die Bedeutung des Begriffs »das Tier« für die allermeisten (unbemerkt dem Schwachsinn verfallenen) Schlafschafe negativ gedeutet worden ist (in dem man ihn als ›traumatisiert verhaltensgestörtes Tier‹ definiert) verwende ich jenen Begriff möglichst nur mit entlarvender Erläuterung.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Dieses Gefühl, ein Tier zu sein, das sich freikämpft aus dem Anzug der Gesellschaft, aus der Haltung der Überheblichkeit und dem historisch gewachsenen Herrschaftsanspruch des Menschen, in dem es tagtäglich käfiggehalten wird.
    sehe ich als überaus häufige TraumatisierungsUrsache, ist aber für mich weder ein Grund darin zu verweilen noch überstürzt sie abzubauen (sondern sie mit System).

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Aktuelle Beispiele: CO2 -Wahn, Klima-Wahn, Digital-Wahn, Sicherheits-Wahn, Angst vor Allergikern, Veganern, Elektrosensiblen, Flüchtlingen, Trump, Kim-Jong-Un und vielem mehr.
    Sieht man genauer hin, so erkennt man, daſs
    • H₂O (H2O) um Zehnerpotenzen klimaerwärmender ist als die lächerlichen 0,03 (in den Metropolen 0,04) % CO₂ (CO2), daſs
    • für Allergiën nicht Lebensmittel, sondern (subtile und ganzheitliche) Lebensmitteldenaturierungen die Ursache sind,
    • Veganismus ein (leider nur unter RohErnährung auch für Gandhi rasch durchschaubar gewesener) Betrug ist,
    • Händis (zwecks AufrechtErhaltung der Konzentrationsfähigkeit) von Kopf wegzuhalten sind,
    • daſs Flüchtlinge nicht die Ursache sind, sondern als politisches Mittel für Lohndumping miſsbraucht werden indem man deren Heimatländer und deren Wohlstand unter krass verlogenem Vorwand zerbomt,
    • Trump sowie Kim-Jong-Un zwar keine Musterknaben sind, aber unsere (nicht infolge intrigenhaft übler Nachrede abgesetzte) Politiker sehr viel gefährlicher sind, weil exorbitant gekauft oder unter Druck gesetzt und
    • etliches mehr.
    Von Erwachsenen, die Kinder betreuend am laufenden Band schwachsinne Urteile über sie fällten, sie mit schwachsinniger Nahrung verkleisterten, sie auch sonst wie Nutzvieh behandelten und sie für die dadurch erlittenen (sowohl geistigen als auch körperlichen) Entwicklungsrückstände auch noch hart betraften, hab ich reichlich seit den 1960er-Jahren reichlich EigenErfahrung, weswegen mich die aufgezählten Punkte nicht mehr schockieren.
       Glücklicherweise hatten vereinzelte dieser Erwachsenen manchmal auch Erleuchtungsblitze erstaunlicher Art, die neben der Verjährung zum Verzeihen des roboterhaft schwachsinnigen Verhaltens beigetragen haben; andere, die sich völlig dem Schwachsinn ergeben haben, sind infolge ihrer (traditionellen) Junk-Ernährung und beharrlichem Sitzen auf exzessiv sich angeasammelt habend geistigem sowie seelischem Müll (körperlich) verstorben.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Instincto, und auch die Rohkost generell, ist ja vor allem dies: ein Weckruf an unsere animalische Existenz.
    Hat bei mir wesentlich zum Analysieren und Durchschauen vom etlichem Schwachsinn beigetragen, den man meines Erachtens kennen sollte um zutreffende Schlüsse zu ziehen, Menschen besser einschätzen zu können und sich wirkungsvoller den Schöpfungsgegebenheiten zuzuwenden.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Keine Angst, auch Tier zu sein, das ist die Lösung. Wer sich von Instincto lossagen möchte, warum auch immer, tut es vermutlich, weil er mit der Animalität in sich nicht umgehen kann.
    ich identifiziere mich damit gerne hinsichtlich der Instinkto, indem ich mitteile, daſs ich meine Ernährung auf die Stufe der Menschen-Affen gestellt hab, weil dies nicht mehr anmaßend erscheint.
       Manchmal vergleiche ich mich sogar mit einem Kraftfahrzug: wenn es die richten Betriebsstoffe in richtiger Menge bekommt, so trägt dies erheblich zu dessen Langlebigkeit und Funktiontüchigkeit bei; bei Lebewesen ist dies nicht anders;
       bin hierbei niemandem böse, dem dies zu aufwändig in die Tat umzusetzen erscheint, zumal ich selber hierzu erheblichen Aufwand zu leisten hatte und sogar zwei Berufsausbildungen veralten ließ; aber fürs Verkleistertwerden hab auch schon einst (damals lediglich intuitiv) die Leistung verweigert oder gedrosselt.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Ich sage einer Katze stets "Katze", einem Hund nur "Hund" und einem Pferd immer "Pferd".
    möglicherweise fühlen sich dann mehrere gleichzeitig angesprochen

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Ich bin mittlerweile strikt gegen die Haltung eines Haustieres. Und zwar deshalb, weil ich mich innerlich sofort mit ihm verbünde, in dem Moment, wo wir uns begegnen.
    Außer gelegentlich Maden (als Nutztiere) halte auch ich keines, weil der Schwachsinn nicht nur hinsichtlich (bei Abwesenheit des „Halters“) des Fütterns unzuverlässig auflösbar ist, sondern auch hinsichtlich auf ihm beruhender Auflagen junk-gesetzlicher Art.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Ebensowenig lieben wir die Natur. Nicht wirklich. Können es gar nicht, weil wir das Natürliche in uns weder begreifen, noch annehmen, noch fördern. Ansonsten wäre Umweltschutz überhaupt kein Thema in dieser Welt.
    Dann wäre Umweltgerechtigkeit eine Selbstverstäündlichkeit.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Doch zurück zumTier. Wie viele Menschen verändern Stimme und Gebärde, wenn sie mit "ihrem" Haustier reden! So wie sie gern auch Stimme und Gebärde ändern, wenn sie mit "ihrem" Kleinkind oder auch schon grösseren Kind reden! Schaut es auch an, man hat häufig den Eindruck von Schauspiel oder gar Comicwelt.
    Das hat mich schon mindestens seit ich denken kann ziemlich angewidert; ebenfalls das zum ErfahrungsSammeln für mich völlig wertlose (stumpfsinnige) Spielzeug.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Zum Jahresabschluss erhebe ich daher für alle Rohköstler, die ja mit ihrem Tun zumindest ernährungsmässig und bewusst oder unbewusst das Animalische in sich würdigen, das Glas mit einem Zitat von Arthur Schopenhauer: "Daß uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, daß es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn."
    das Ausfiltern von Informationsmüll, mit dem einfache Strukturen kompliziert dargestellt wurden und das Herauskristallisieren des Einfachen machen auch mir Freude.

    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Und ist nicht das einfachere und ökonomischere Sein das eigentlich intelligentere?
    ist recht häufig auch meine Erkenntnis. Um allerding das Komplizierte ausfiltern zu können bzw· das Einfache herauskristallisieren und mich darauf zu sammeln, hab ich mich zunächst dennoch mit beidem solange zu befassen, bis ich weiß, welche Bestanteile die einfachen und maßgeblichen sind.

    In diesem Sinne wünsche auch ich
    Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    ein gutes neues Jahr!!!
    · rohköstlicher Werdegang;
    · Ernährungstagebuch von 2018/Jun/09·Sa bis 2019/Jun/09·So;

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