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  • Sabine
    antwortet
    Mir geht es am besten, wenn ich morgens viel trinke und gegen Mittag Gemüse und Wildpflanzen esse.
    Klingt total gesund .

    Nein wirklich, das finde ich richtig gut! Nur derzeit geht mit Kräutern und Gemüse bei mir fast gar nichts. Schade eigentlich.

    Ich habe "früher" auch immer morgens viel getrunken und eigentlich ist das für mich auch logisch und sinnvoll, weil der Körper die Stoffwechselprodukte der Nacht ausscheiden möchte.

    Ich habe so bei mir die Vermutung, dass ich v.a. dann vormittags nichts trinken möchte, wenn ich die vorabendliche Verdauung noch nicht abgeschlossen habe.

    dann genieße ich sogar dieses 'hohle' leichte Gefühl
    Das liebe ich auch, nur jetzt gerade nicht... .

    und fühle mich in der Regel deutlich fitter und vor allem psychisch ausgeglichener als nach einer Obst-Fress-Mahlzeit.
    Kann ich bestätigen.

    Abends sind es meistens wieder die Gemüse und hier oft die etwas kompakteren (Wurzeln, Kohl), manchmal was Tierisches oder ein paar Kokosnüsse (Pagode), die ich auch unglaublich gerne esse. Nüsse... Avocados... etc. auch am Abend. Dabei habe ich auch kein Problem z.B. 2x am Tag Avocado zu essen.
    Wirklich schön, wie du das machst.

    Ich hätte rein gefühlsmäßig mal wieder Lust auf Low Carb, so 3 Wochen am Stück hatte ich das schon und habe mich in der Zeit sauwohl gefühlt, war häufig regelrecht euphorisch. Aber dann kam wieder der Zuckerbedarf...

    Und ich gebe es zu, dieses abendliche Genasche... auch wenns mich oft stört... irgendwie mag ich es trotzdem...
    Was naschst du denn?
    Ich habe mich heute etwas sehnsuchtsvoll daran erinnert, dass ich in meinen ersten Jahren, wenn ich vom Yoga kam, mir um 22 Uhr einen Polit-Talk eingeschaltet habe und dann ging es nochmal los, meistens mit Sapotillen und Datteln .

    Liebe Grüße von Sabine

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  • Lila Malve
    antwortet
    Es ist schon unglaublich wie alles funktioniert... und eigentlich 'scheint' es auch relativ einfach, wenn man nicht durch Arbeit oder anderweitige Aktivitäten gezwungen ist, sein Essen vorzuplanen und mitzunehmen... und wenn man aufmerksam in sich hineinhört und die Körpersignale akzeptiert.

    Mir geht es am besten, wenn ich morgens viel trinke und gegen Mittag Gemüse und Wildpflanzen esse. In der Regel fühlt sich dabei eine kleinere Menge besser an als wenn ich ordentlich zuschlage. Manchmal, wenn ich merke, es hat noch nicht gereicht, dann gibts eben nach einer Stunde noch einmal etwas. Je nachdem wo ich gerade bin und ob und was ich bei mir habe, nochmal Gemüse, Avocado, Nüsse oder ein paar Trockenfrüchte.
    Fange ich mittags mit süßem Obst an, dann geht das oft nach hinten los, weil ich beim Obst meistens zu viel futtere und dann ein bisschen durcheinander komme mit den folgenden Lebensmitteln an diesem Tag.
    Außerdem falle ich dann auch oft in dieses Loch am späten Nachmittag... wo mich Gelüste ärgern und ich mich quer durch die Trockenfrüchte oder Roh-Schoki futtern könnte. Bei Gemüsemahlzeiten mittags kann der Magen zum Nachmittag/Abend hin gerne leer werden... dann genieße ich sogar dieses 'hohle' leichte Gefühl und fühle mich in der Regel deutlich fitter und vor allem psychisch ausgeglichener als nach einer Obst-Fress-Mahlzeit.

    Abends sind es meistens wieder die Gemüse und hier oft die etwas kompakteren (Wurzeln, Kohl), manchmal was Tierisches oder ein paar Kokosnüsse (Pagode), die ich auch unglaublich gerne esse. Nüsse... Avocados... etc. auch am Abend. Dabei habe ich auch kein Problem z.B. 2x am Tag Avocado zu essen.

    Und ich gebe es zu, dieses abendliche Genasche... auch wenns mich oft stört... irgendwie mag ich es trotzdem... es muss sich nur in Grenzen halten und sollte die 20/21 Uhr Grenze nicht überschreiten... dann scheint morgens alles weg zu sein und ich fühle mich ausgeschlafen, fit und wohl.
    Aber hierzu braucht es meinen Verstand, der mir sagt, dass das jetzt reicht... mein Instinkt regelt das nicht.

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  • Zoe
    antwortet
    Deine Erfahrungen und Berichte sind alle so interessant, [MENTION=148]Sabine[/MENTION]. Wahnsinn, was man über die Jahre so für Beobachtungen am eigenen Körper machen kann.
    Zum Thema zu-viel-Essen kann ich sagen: es fällt mir unheimlich schwer, abends mit dem Essen aufzuhören. Ich habe richtig das Gefühl, mir würde etwas weggenommen werden, wenn ich daran denke, dass ich jetzt mit dem Essen aufhören sollte. Muss ne blöde psychische Sache sein... "Dinner-Cancelling" wäre für mich also undenkbar, was nicht heißt, dass es mir körperlich nicht vielleicht mal sehr gut täte. Und: an den "Tagen vor den Tagen" hab ich auch ständigen Appetit.
    LG Zoe

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  • Sabine
    antwortet
    Die Motivation, mich satt zu essen, ist gegenwärtig noch sehr groß
    Seit wann bist du bei der Rohkost dabei?
    Bei mir ist sie gerade wieder sehr groß .

    bei Jackfrucht beispielsweise hatte ich in der Vergangenheit Mahlzeiten von bis zu 2 kg (Verzehrmenge, also netto)
    bei Wagyu-Rind, aber auch bei schwarzem Heilbutt bin ich schon auf Mengen von bis zu 1kg pro Mahlzeit gekommen
    Zu Beginn verzehrt man auch eher noch therapeutische Mengen. Ging mir vor ein paar Jahren, als ich mit dem Fleisch anfing, ganz genauso. Das ging weg wie nix...

    In meiner Rk-Anfangszeit habe ich im Morgengrauen in Honig getauchte Bananen oder gläserweise Pollen verdrückt... heute ist das in diesen Dimensionen nicht mehr vorstellbar.

    bei Honig/Bienenbrot gab es bereits Mahlzeiten von mehr als 600g
    Bei mir auch, heute. Mittags etwa 300g Wabenhonig (und diesmal erstmals danach noch Obst, was sich gut anfühlte) und abends 620g Bienenbrot.

    Insbesondere beim Radeln habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass ich nach einer längeren Strecke in ein Loch falle, wenn ich nur mittags gegessen habe,
    Verstehe ich gut. Nachdem mir die gestrige Abendmahlzeit -so lecker sie auch war - heute früh völlig unverdaut im Magen lag, habe ich mir mal wieder vorgenommen, die Abendmahlzeiten wirklich ausfallen zu lassen. Aber dann war ich beim Reiten (meinem neuesten Hobby, macht sooo viel Spaß!!) und bin noch in einen See gesprungen und geschwommen und danach war klar: nix mit keinem Abendessen .


    Wenn ich Dich, Sabine, recht verstehe, dann ist das alles gar nicht so kritisch - ich würde also mittags eine Mahlzeit einnehmen und dann nachmittags (16:00 bis 17:00) die zweite - und das war's dann. Richtig?
    So meinte ich es, richtig. Aber für dich kann es anders passen, experimentiere einfach. Burger sagt ja auch, dass man bei Monomahlzeiten mehr als zwei am Tage zu sich nehmen könne. Nur bei mir funktioniert das eben nicht (mehr).

    Ich habe letzte Woche einmal mittags 100g selbst geknackte Macas gegessen und 2h später wieder Hunger gehabt. Na gut, dachte ich, machst es mal wie Rohark es bei Untergewicht empfiehlt und trinkst jetzt mal kein Wasser, sondern köpfst eine Pagode. War auch alles gut und lecker, aber schnell merkte ich: ich will auch das Kokosfleisch. Ok, dachte ich, machste heute mal 3 Monomahlzeiten und futterst dich kugelrund . Aber ich wollte keine 3. Mahlzeit, ich war einfach zufrieden. So gegen 19 Uhr hätte ich dann gerne noch mal Nüsse geknackt, aber da war innerfamiliäre Unruhe und das ist für mich die stärkste Sperre .

    Weiterhin habe ich ab und an morgens ein Energiedefizit bei mir beobachtet. Erstmalig wurde es mir während einer Weiterbildung bewusst, als ich so ab 10:30 den Ausführungen des Profs. einfach nicht mehr folgen konnte. Eine größere Ladung Honig/Bienenbrot war dann meine Rettung. Seither lege ich immer mal wieder eine Morgenmahlzeit ein
    Ich habe im Urlaub auch mal wieder geguckt, was mir am besten hilft. Eigentlich war mein Plan, es mal mit einem späten Frühstück zu probieren, mit meinem Mann gemeinsam, um kein Essen mit an den Strand nehmen zu müssen (Auswahl passt dann wieder nicht, wird alles nur warm und nicht besser...). Ich kam vom Tai Chi Kurs, der von 7:00 - 8:00 am Strand erfolgte und die Kursleiterin meinte, jetzt haben bestimmt alle großen Hunger bekommen und so war es auch wirklich. Habe mich gleich an den erstbesten Brombeerbusch hinter dem Ostseedeich gehangen und genossen... Kaum war ich in der Ferienwohnung, wollte ich aber noch eine Mango, ach und die Rambutans müssen eh mal weg... und am Ende war es irgendwie zu viel. Beim nächsten Tai Chi Kurs hatte ich Kassia dabei und habe diese auf dem Rückweg gelutscht. Und mein vorher nahezu unbändiger Hunger löste sich in Luft auf. Und das ist es, was ich immer und immer wieder erlebe: Gerne würde ich wie Susanne mehrmals am Tage kleine Portionen zu mir nehmen, aber erstens passt das jobmäßig schlecht, zweitens habe ich nicht ständig die Möglichkeit, alles mögliche zu beschnuppern und drittens fühle ich mich nach einem Essen weit vor 11:30 Uhr einfach unrund (bzw. zu rund ). Esse ich bei morgendlichem Hunger dagegen Kassia ist alles wieder im Lot.

    Die Verdauung lief mal besser, mal schlechter - wie in meinem Blog dokumentiert ... auf jeden Fall deutlich besser als im ersten Jahr nach der Umstelung, aber es kommt immer wieder zu Dünnschiss, d.h. meine Praxis scheint durchaus noch Verbesserungsbedarf zu besitzen.
    Ich habe jetzt im Urlaub den absoluten Supergau erlebt, als ich mittags mehrere große Karotten aß und abends Lust auf Tier hatte. Also die gammlige Lammschulter geholt, wollte die eh weghaben, aber die sperrte nach wenigen Bissen Fett. Hmpf, Huuuunger... aaaaah, da ist doch noch Lammleber... passt doch grundsätzlich... nur eben nicht bei mir und schon gar nicht nach stärkehaltigen Karotten... Halleluja, das gab einen Dünnpfiff... sogar mit Fieber... aber danach war ich wie neu geboren... .

    Heute hab' ich's mal nach Deinem Rezept versucht: Mittags nur eine überschaubare Menge Obst, und das Abendessen bereits 17:00 ... ich frage mich jedoch, ob ich durch die hierdurch deutlich reduzierte Energiemenge nicht früher oder später wieder Probleme mit meiner physischen und psychischen Leistungsfähigkeit bekomme.
    Wie gesagt, Probieren geht über Studieren. Ich weiß nur, dass es nichts bringt, meine frühere Kohlenhydrat-Eiweiß-Mast fortzusetzen, denn wie schreibt Schatalova: Wenn mehr Energie für die Verdauung benötigt als durch die Verwertung der Nahrung bereitgestellt wird, nimmt man ab. Und ich will zunehmen! Derzeit habe ich aber ständig Lust auf Essen. Mittags habe ich jetzt 2x sehr gerne trockenes Süßholz zerkaut, das war wie ein Kaugummi. Für abends muss mir noch was einfallen. Vielleicht am Knochen lutschen oder so... .

    Wenn es nach meinen Wunschvorstellungen ginge, würde ich am liebsten im täglichen Wechsel irgendwann zwischen 14 und 16 Uhr Proteine und Kohlenhydrate essen. Das wäre in mehrerer Hinsicht ideal: Ich bin dann im besten Falle zu Hause, im allerbesten auch alleine und hätte genügend Zeit zur Verdauung, um abends mit den Hühnern ins Bett gehen zu können, um morgens zeitg aus den Federn zu springen, Sport zu machen und ins Büro zu radeln. Und wer zeitig kommt, kann zeitig gehen.

    Nur leider funktioniert das nicht immer so nach Plan... Aber spätestens übermorgen erwarte ich eine schöne Lammlieferung und vielleicht sinkt dann auch wieder meine derzeitige Essensmenge...

    Liebe Grüße, Sabine


    PS: Sabine, Du schreibst oben von "Verdauungsabbruch". Was genau meinst Du damit - wie äußert sich dieser?
    Damit meine ich, wenn ich nicht mehr auf's Klo kann. Gestern Abend habe ich z.B. vor dem Abendessen gespürt, die Verdauung arbeitet. Nach dem Essen war dann Totenstille... heute morgen auch noch. Und das fühlt sich dann nicht mehr gut an. Solche Beobachtungen veranlassen mich, Mahlzeiten wegfallen zu lassen.
    Oder aber ich war gerade vor einer geplanten Mahlzeit auf dem WC. Nun könnte man sagen: ist wieder Platz geschaffen , aber meine Erfahrung lehrt mich, dass ich in solchen Fällen gut daran tue, das System einfach mal ausruhen zu lassen.
    Erfolgt der Stuhlgang morgens oder bald nach einer Mahlzeit, weiß ich, dass alles im Lot ist.
    Manchmal lasse ich auch Mahlzeiten weg, weil ich nach einer üppigen Mittagsmahlzeit eine gute Verdauung hatte und für den restlichen Tag nichts wieder nachlegen möchte.
    Am besten fand ich die Zeit, als ich morgens und nach beiden Mahlzeiten Stuhlgang hatte, aber da klemmt es derzeit öfter durch die Mengen. Bei kleineren Mengen ist alles viel leichter *seufz* .

    Übrigens trinke ich mitunter auch sehr lange nichts. Wenn ich mittags fertig bin und abends nichts will, trinke ich oft erst am nächsten Morgen wieder. Weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist, aber es fühlt sich für mich gut an. Selbst in der größten Hitze habe ich z.T. nur 1/4 - 1/2l Wasser getrunken. Wenn ich überlastet bin, sieht das gänzlich anders aus... Vielleicht daher die allgemeinen Empfehlungen von 2l Wasser am Tag???
    Irgendwie reduziert sich alles bei guter Stoffwechsellage, auch die Atemfrequenz. Manchmal liege ich morgens beim Yoga und halte einfach die Luft an und denke, das ist es: einfach mal gar nichts tun, nicht mal atmen

    Liebe Grüße von Sabine

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  • Ralph
    antwortet
    Hier mal ein paar meiner bisherigen Beobachtungen, Erfahrungen und herausfordernden Situationen:

    Die Motivation, mich satt zu essen, ist gegenwärtig noch sehr groß
    • bei Jackfrucht beispielsweise hatte ich in der Vergangenheit Mahlzeiten von bis zu 2 kg (Verzehrmenge, also netto)
    • bei Wagyu-Rind, aber auch bei schwarzem Heilbutt bin ich schon auf Mengen von bis zu 1kg pro Mahlzeit gekommen
    • bei Honig/Bienenbrot gab es bereits Mahlzeiten von mehr als 600g
    • ebenso gab es schon sehr umfangreiche Mahlzeiten bei Banane, Cempedak, Durian, Kochbanane, ... die Liste lässt sich sicher noch weiter fortsetzen

    Eine Ursache für dieses Sattessen scheint mir die unterschwellige Angst vor erneuter Abmagerung und erneutem Energiemangel. Es ist mir noch nicht klar, ob:
    • dieser Durchhänger nach der Umstellung nun nur eine vorübergehende, der Umstellung geschuldete Periode war, oder ob ich nach wie vor reichlich essen sollte, um meinen derzeitigen Level zu halten
    • mir die größeren Verzehrmengen geholfen haben, wieder eine stabile Basis (um die 70kg) zu schaffen, nachdem ich mit dem Gewicht mal runter war bis auf 63kg (was sich auch deutlich in meiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit widergespiegelt hat)

    Weiterhin ist mir noch nicht so recht klar, wie ich die Mahlzeiten relativ zu meinen Trainingseinheiten platziere. Hierbei geht es um
    • Karate-Training, 19:00/19:30 - 21:00
    • Radeln, Beginn 17:00

    Insbesondere beim Radeln habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass ich nach einer längeren Strecke in ein Loch falle, wenn ich nur mittags gegessen habe, womöglich dann auch noch recht kalorienarm (z.B. Zitrusfrüchte). Um diesem Loch (die Erfahrung zeigt, dass es so gegen 19:00 bis 20:00 nach geschätzt 40km auftritt) vorzubeugen, habe ich dann vielfach vorab (so um 16:00) noch eine KH-reiche Mahlzeit in Form von Bananen oder Honig eingenommen. Das hat gut funktioniert. Dennoch habe ich dann abends / nachts nochmals eine Mahlzeit eingenommen - entweder unterwegs während der obligatorischen Einkehr in Form von mitgenommenem Gemüse oder Samen (Nüsse, Pistazien oder Cashews), oder später zu Hause in Form von Tierischem.

    Wenn ich Dich, Sabine, recht verstehe, dann ist das alles gar nicht so kritisch - ich würde also mittags eine Mahlzeit einnehmen und dann nachmittags (16:00 bis 17:00) die zweite - und das war's dann. Richtig?

    Weiterhin habe ich ab und an morgens ein Energiedefizit bei mir beobachtet. Erstmalig wurde es mir während einer Weiterbildung bewusst, als ich so ab 10:30 den Ausführungen des Profs. einfach nicht mehr folgen konnte. Eine größere Ladung Honig/Bienenbrot war dann meine Rettung. Seither lege ich immer mal wieder eine Morgenmahlzeit ein - insb. habe ich das getan, als ich 9:00 bereits eine Telefonkonferenz mit japanischen Geschäftspartnern zu leiten hatte ... und es mir da einfach nicht leisten konnte, unaufmerksam zu sein. Jetzt in den Sommermonaten habe ich das Konzept dann etwas abgewandelt, und vormittags (beginnend zwischen 9:00 und 11:00) Wassermelone gegessen - damit bin ich insgesamt recht gut gefahren. Mittag gab's dann meist erst gegen 13:00/13:30, gegebenenfalls ergänzt durch Honig (immer etwas zeitversetzt, wenn wieder ein "Loch" im Magen fühlbar war/ sich keine rechte Zufriedenheit einstellen mochte - Insulinschaukel?), dann bin ich gut bis abends hingekommen, die Abendmahlzeiten fanden vielfach eher später als früher statt.

    Die Verdauung lief mal besser, mal schlechter - wie in meinem Blog dokumentiert ... auf jeden Fall deutlich besser als im ersten Jahr nach der Umstelung, aber es kommt immer wieder zu Dünnschiss, d.h. meine Praxis scheint durchaus noch Verbesserungsbedarf zu besitzen.

    Heute hab' ich's mal nach Deinem Rezept versucht: Mittags nur eine überschaubare Menge Obst, und das Abendessen bereits 17:00 ... ich frage mich jedoch, ob ich durch die hierdurch deutlich reduzierte Energiemenge nicht früher oder später wieder Probleme mit meiner physischen und psychischen Leistungsfähigkeit bekomme.

    Alles Liebe,
    Ralph

    PS: Sabine, Du schreibst oben von "Verdauungsabbruch". Was genau meinst Du damit - wie äußert sich dieser?
    Zuletzt geändert von Ralph; 25.06.2017, 06:27.

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  • Sabine
    antwortet
    Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Da ich mich hier auch ein wenig angesprochen fühle ... zu welchen Zeiten, welche Lebensmittel und in welchen Mengen isst Du denn?

    Schlägst Du vor, an einem Tag nur süßes Obst oder nur Fleisch zu essen?
    Ich habe lange Zeit recht Burger-konform gegessen, d.h. mittags zwischen 11:30 und 13Uhr, abends familiär bedingt zwischen 18 und 19 Uhr.
    Durch meinen früher 40h ausgeübten Vollzeitjob hatte ich mittags oft das Gefühl, mich satt essen zu müssen, um bis abends auszuhalten. Oder es gab am frühen Nachmittag Trockenfrüchte. Die wiederum haben mir den Appetit auf das Abendessen verdorben. So manches Mal hatte ich das Gefühl, Tier zu wollen und zu benötigen, aber nach Trockenfrüchten hatte ich selten Bedarf daran. Vermutlich wollte sich der Körper vor einer Fehlkombination schützen.

    In der jüngeren Vergangenheit bin ich daher dazu übergegangen, mittags eher später, also nach 12 Uhr, im Sommer auch gerne 13 Uhr oder noch später zu essen, dann nur wenig (meistens Obst) und am späten Nachmittag (manchmal schon um 15:30 Uhr oder am frühen Abend (bis 17 Uhr) das Abendessen zu beginnen. Das funktioniert gut, sofern ich mich mittags bremsen kann. Zu viel süßes Obst ist immer hinderlich für himmlische Abendmahlzeiten.

    Hinzu kam, dass ich immer empfindlicher wurde: Süßes Obst und Fleisch am selben Tag verdaue ich schlecht.
    Mitunter habe ich auch 2x am Tag süßes Obst oder nur 1x am Tag Fleisch gegessen.
    Gerade die drei großen Tropenfrüchte Durian, Jackfrucht und Cempedak kombiniere ich nie miteinander und auch nicht am selben Tag mit Fett. Eher gibt es am selben Tag mittags eine kleine und abends eine größere Portion dieser oder einer der beiden anderen Tropenfrüchte (also z.B. mittags etwas Cempedak, abends dann Durian).

    Was gar nicht mehr sinnvoll bei mir funktioniert, sind mehrere Früchte in einer Mahlzeit. Oder auch Honig/Trockenfrüchte nach einer Obstmahlzeit. Beides gibt es nur noch mono oder nach absoluten Minimengen Obst, wenn ein großer Zuckerbedarf erkennbar ist.

    In letzter Zeit habe ich mir allerdings etwas angewöhnt, was sich aber in der Folge eher als kontraproduktiv herausstellte: Ich habe nur noch 1x am Tag gegessen und dann bis ich *satt* war, also auch erste Sperreanzeichen übergangen.
    Das sah dann so aus, dass ich mittags bis zu 400g Nüsse gegessen habe oder ähnliche Menge Wabenhonig und dann für den Rest des Tages nichts mehr essen wollte. Rein kalorisch gesehen habe ich darin kein Problem gesehen, weil Nüsse hochkalorisch sind und der Honig mich körperlich sehr aktiv und vital werden ließ. Zudem schreibt Frau Schatalova, dass Pflanzen nur zu 1/3 ihre Nährstoffe aus der Erde und zu 2/3 aus dem Sonnenlicht beziehen und gleiches sei auch beim Menschen festgestellt worden. Und ein weiterer Vorteil war, dass ich abends flexibel war, nicht zum Essen nach Hause musste oder unzufrieden war, weil ich morgens nicht die richtige Auswahl für abends getroffen hatte (was selten gelingt).

    Damit scheint sich für mich der Kreis zu schließen, denn für mich zeichnet sich derzeit folgende Entwicklung ab:

    a) entweder eine Mahlzeit am Tag, irgendwann zwischen 12 und 17 Uhr, je später, umso klarer der Bedarf
    b) 2 Mahlzeiten wie oben beschrieben (mittags wenig, bis 17 Uhr die 2. Mahlzeit).

    Ich bin inzwischen auch recht fit im 24h-fasten, wie es Markus Rothkranz empfiehlt, habe aber die Erfahrung gemacht, dass ich darauf nur Lust habe, wenn ich vorherige Überlastungen abbauen muss. Insofern ist das für mich kein dauerhaft erstrebenswerter Zustand. Mitunter habe ich aber keine Lust auf 2x täglich das, was Pathaya so treffend beschrieb: "Mutter Rohkost ist so grausam: Kombiniere richtig, iss nie aus Langeweile, aus Frust", als Liebesersatz, beweg dich viel, trink genug, achte auf Qualität, habe immer genug Auswahl, es muss richtig reif sein, erleide keinen Salzmangel, mache keine Ausnahmen…" Wobei Letzeres noch nie mein Problem war; ich liebe die Rohkost einfach.

    Optimal ist für mich eigentlich Variante b), weil ich mittags dadurch ausreichend KH und abends eine gute Portion Eiweiß/Fett bekomme. Aber was bei mir zunehmend nach hinten losgeht, ist, wenn ich nach 18 Uhr noch esse. Das liegt mir den ganzen nächsten Vormittag noch wie ein Stein im Magen. Es schadet auch nicht, die Abendmahlzeit wegzulassen, weil der Bedarf durch eine ausgelassene Mahlzeit nur noch klarer wird. Aber nicht immer habe ich Lust dazu.
    Und wenn ich daraufhin am nächsten Tag mittags Fett esse, was ebenso wie KH der Energiegewinnung dient, dann ist folgerichtig abends ein Protein (meistens Fleisch) am Start.

    Was ebenfalls nicht mehr geht, sind Innereien, Fett und Fleisch in einer Mahlzeit. Ich merke gleich zu Beginn der Mahlzeit, was mich mehr anzieht: der Fettrand oder der fleischige Inhalt (ich nehme immer das ganze Stück Fleisch in die Hand und dann knabbere ich mich von einem leckeren Stück zum nächsten und nehme nur im Ausnahmefall das Messer zu Hilfe, z.B. um Rippen einzuschneiden, aber ohne Hilfsmittel ist es wilder und viel spaßiger .

    Als ausgesprochen nervig erlebe ich es, wenn dann nach wenigen Bissen bereits die Sperre eintritt und ich weiß, jedes *sattessen* führt in der Folge zu Problemen. Diese sind dann:

    Stufe 1: kratzige Stimme (früher bis zum Stimmverlust), Augenringe, schlaffe und blasse Haut
    Stufe 2: unterbrochene Verdauung, Körpergeruch
    Stufe 3: nächtliche Pinkel-Arien und nachfolgende Müdigkeit am Tage
    Stufe 4: Schlafstörungen (z.B. ab 1 Uhr nach 3h Schlaf putzmunter, bin dann aber nicht ausgeruht, sondern sehe aus wie ausgespuckt und fühle mich auch so

    Im Urlaub habe ich nur sehr wenig Eiweiß gegessen und war nach 6-7h Schlaf umgehend putzmunter und vital, während ich nach Fleischmahlzeiten manchmal morgens brauche, um in die Gänge zu kommen.

    Bezüglich der Kräuter bin ich auch mitunter am Grübeln, ob wir an diese (Zellulose) so angepasst sind. Oftmals finde ich Tropenfrüchte sehr viel einfacher zu verdauen. Ich habe auch versucht, wie die Urköstler Obst und Kräuter zu kombinieren, musste lernen, dass ich auch hierbei sehr aufpassen muss (z.B. keine Melde mit Obst, weil zu eiweißreich, Blüten wiederum nie nach Proteinen...) und bin zu dem Schluss gekommen, dass das Obst perfekt genug ist, um mono verzehrt zu werden. Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass ich Durian mit Vogelmiere kombiniere, dann hätte er sie eingebaut .

    Und daher esse ich Kräuter entweder weit vor dem Mittagessen, vormittags kaue ich auch mal nur den Saft aus oder nachmittags als Vorspeise vor Fetten. selten vor Fleisch.

    Alles nicht so einfach, hm? Wichtig ist, dass keine Dogmen im Kopf entstehen, wie: Ich esse jetzt nur noch 1x am Tag, weil dann die Gefahr besteht, dass man in diese Mahlzeit alles packen möchte. Bei mir ist es z.B. so, dass ich an 1-2 Abenden die Woche arbeite und entweder gar nichts oder im Berliner Stadtverkehr im Auto esse, was wenig entspannend ist. Da muss ich noch lernen, völlig im Hier und Jetzt zu sein und nicht im Hinterkopf zu haben: Heute Abend gibt es aber nichts. Zumal das manchmal falsch war, weil Termine abgesagt wurden...

    Du fragst nach den Mengen... natürlich sehr unterschiedlich. Bei Nüssen haben sich Mengen bis ca. 150g als optimal heraugestellt. Sind schließlich Trockenprodukte. Aber oft kann und will ich die erste Sperre nicht akzeptieren und dann reicht ein Biss(ch)en, um einen Schalter regelrecht umzulegen und mich *satt* zu essen... Begegnen will ich dem durch die Verwendung von Nüssen aus der Schale. Hat jetzt auch mit Jörgs Macas wesentlich besser als mit geschälten Macas geklappt. War irgendwie durch das Knacken befriedigender. Habe mir jetzt auch zwei Steine in den Garten gelegt, um dort nach Susannes Manier die Nüsse aufzuschlagen. Stelle ich mir romantisch-mittelalterlich vor .

    Bei Obst sind 400-600g optimal, aber das Gefühl schreit nach mehr... Tropenfrüchte finde ich 1000x befriedigender als Landesfrüchte, wobei ich heute eine super himmlische Phase mit Mirabellen hatte.

    Was noch? Achso, Gemüse, uff, da geht fast gar nichts mehr, schon gar nicht abends. Finde ich nicht so schlimm, andere Kulturen verwenden nie Gemüse. Bin immer noch von Sven Rohkarks Recherchen dazu begeistert und lese viel in seiner "Rohvolution".

    Bin heute erstaunlich munter um diese Zeit. Ob es an der Lammschulter liegt? .

    Liebe Grüße von Sabine

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  • Ralph
    hat ein Thema erstellt Mahlzeiten / Mengen / Kombinationen.

    Mahlzeiten / Mengen / Kombinationen

    Zitat von Sabine Beitrag anzeigen
    Insbesondere dieses abendliche „Gefresse“ bis in Nacht hinein oder auch die Vielzahl unterschiedlichster Lebensmittel (z. B. Bienenpollen oder süßes Obst und Fleisch) an einem Tag, kiloweise (Landes)Obst, mehr als 2 Mahlzeiten am Tag usw. vertrage ich absolut nicht (mehr).
    Da ich mich hier auch ein wenig angesprochen fühle ... zu welchen Zeiten, welche Lebensmittel und in welchen Mengen isst Du denn?

    Schlägst Du vor, an einem Tag nur süßes Obst oder nur Fleisch zu essen?

    Alles Liebe,
    Ralph
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