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  • Ralph
    antwortet
    Mal wieder ein paar Worte zu leichten Veränderungen in meiner Nahrungsaufnahme:

    Schon seit geraumer Zeit beobachte ich ein zunehmend geringeres Bedürfnis nach spätem Essen. Vielfach beginne ich mit der letzten Mahlzeit bereits gegen 17:00, und gegen 19:00 ist in der Regel spätestens Schluss (im allgemeinen Fleisch, ab und an auch Pistazien oder Mandeln).

    Heute habe ich vormittags 1.5 Stk Melone (recht kleine Exemplare) und um die Mittagszeit 1/2 Ananas (Mauritius) gegessen. Am frühen Nachmittag habe ich in der Garage zu tun gehabt, und - vielleicht aufgrund der Kälte - kam der Impuls, unmittelbar danach bereits eine Fleischmahlzeit (Wildschwein) einzunehmen. Das war vielleicht so um 15:00. Seither bin ich satt und zufrieden - kein Bedarf mehr nach irgendwelcher anderen festen Nahrung. Lediglich Wasser habe ich seither einiges getrunken.

    Und das ist die zweite Beobachtung: Tagsüber brauche ich verhältnismäßig wenig Wasser - morgens steht mir vielmehr oft der Sinn nach wasserhaltigen Früchten (Melonen, Weinbeeren). Hingegen kommt der Durst dann regelmäßig abends nach der Fleischmahlzeit - den ich dann auch befriedige. Verdauungs- oder sonstige Probleme habe ich damit keine.

    LG, Ralph

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  • norbi
    antwortet
    "Die Deutschen essen immer" - Wenn das ein Italiener sagt, die ja selbst das Essen über alles lieben, dann hat das schon etwas zu bedeuten. Da versuchte Dortmund den Spielern ständig etwas zu essen zu geben, nur weil sie Angst hatten sie fallen vom Fleisch . Was dabei herauskam sieht man ja . Dortmund steht an vorletzter Stelle in der Bundesliga.

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  • Ralph
    antwortet
    Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Die Motivation, mich satt zu essen, ist gegenwärtig noch sehr groß
    • bei Jackfrucht beispielsweise hatte ich in der Vergangenheit Mahlzeiten von bis zu 2 kg (Verzehrmenge, also netto)
    • bei Wagyu-Rind, aber auch bei schwarzem Heilbutt bin ich schon auf Mengen von bis zu 1kg pro Mahlzeit gekommen
    • bei Honig/Bienenbrot gab es bereits Mahlzeiten von mehr als 600g
    • ebenso gab es schon sehr umfangreiche Mahlzeiten bei Banane, Cempedak, Durian, Kochbanane, ... die Liste lässt sich sicher noch weiter fortsetzen

    Eine Ursache für dieses Sattessen scheint mir die unterschwellige Angst vor erneuter Abmagerung und erneutem Energiemangel. Es ist mir noch nicht klar, ob:
    • dieser Durchhänger nach der Umstellung nun nur eine vorübergehende, der Umstellung geschuldete Periode war, oder ob ich nach wie vor reichlich essen sollte, um meinen derzeitigen Level zu halten
    • mir die größeren Verzehrmengen geholfen haben, wieder eine stabile Basis (um die 70kg) zu schaffen, nachdem ich mit dem Gewicht mal runter war bis auf 63kg (was sich auch deutlich in meiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit widergespiegelt hat)

    Weiterhin ist mir noch nicht so recht klar, wie ich die Mahlzeiten relativ zu meinen Trainingseinheiten platziere. Hierbei geht es um
    • Karate-Training, 19:00/19:30 - 21:00
    • Radeln, Beginn 17:00

    Insbesondere beim Radeln habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass ich nach einer längeren Strecke in ein Loch falle, wenn ich nur mittags gegessen habe, womöglich dann auch noch recht kalorienarm (z.B. Zitrusfrüchte). Um diesem Loch (die Erfahrung zeigt, dass es so gegen 19:00 bis 20:00 nach geschätzt 40km auftritt) vorzubeugen, habe ich dann vielfach vorab (so um 16:00) noch eine KH-reiche Mahlzeit in Form von Bananen oder Honig eingenommen. Das hat gut funktioniert. Dennoch habe ich dann abends / nachts nochmals eine Mahlzeit eingenommen - entweder unterwegs während der obligatorischen Einkehr in Form von mitgenommenem Gemüse oder Samen (Nüsse, Pistazien oder Cashews), oder später zu Hause in Form von Tierischem.
    Wie aufmerksame Leser meines Blogs sicher schon gemerkt haben, hat sich das in den vergangenen Monaten stark gewandelt. Vormittags gibt es extremst selten noch eine Mahlzeit - und ich habe bemerkt, dass vielfach die Verdauung noch bis mittags beschäftigt ist - so hatte ich z.B. heute morgens einen Stuhlgang (größere Menge, Typ3-4), und gegen Mittag nochmal einen (kleine bis mittlere Menge, Typ 4). Nach der Mittagsmahlzeit gibt's entweder nur noch eine Abendmahlzeit (eher früher) - oder eine Nachmittagsmahlzeit und eine Abendmahlzeit (dann eher später). Dass ich abends dann nochmal zum Obst greife, passiert zwischenzeitlich nur noch selten.

    Zumindest auf meine Körpermasse hat das keinerlei Auswirkungen, die liegt stabil zwischen 71kg und 72kg.

    Große Ambitionen zu körperlichen oder geistigen Höchstleistungen habe ich nach wie vor nicht, ebensowenig wie ich augenblicklich besonderen Unternehmungsgeist an den Tag lege - da habe ich jedoch die Hoffnung, dass das nach der Amalgamsanierung besser wird.

    Alles Liebe,
    Ralph
    Zuletzt geändert von Ralph; 25.06.2017, 06:30.

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  • Sabine
    antwortet
    Hallo Zoe,

    Hm, spannend hier das alles. Und beruhigend, dass auch andere sich mit schlechten Essgewohnheiten und Gelüsten rumplagen.
    Spannend finde ich auch folgende Ausaage von Giulia Enders in "Darm mit Charme" (Seite 198):

    "In mehreren Studien konnte man zeigen, dass unsere eigenen Sattheits-Signalstoffe deutlich stärker ansteigen, wenn wir bakteriengerecht essen. Bakteriengerecht bedeutet: Dinge zu uns zu nehmen, die unverdaut im Dickdarm ankommen und dort von den Bakterien gegessen werden können."

    Aus meiner Erfahrung mit fermentierten Produkten möchte ich anfügen, dass es auch gerade diese vorverdauten Produkte sind, die eine hohe Zufriedenheit auslösen. Vermutlich tanzen dann die Darmbakterien im Kreis und freuen sich, weil sie mal Pause machen können... .

    Liebe Grüße, Sabine

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  • Sabine
    antwortet
    Hallo Ralph

    Ich hab gestern schon 14:30 aufgehört zu essen - ohne jegliche Probleme. Da hatte ich offensichtlich genau das getroffen, was ich brauchte.
    Genau so soll es sein! Und man wird auch immer sicherer, wenn man erlebt, dass auch ohne Abendessen am nächsten Tag die Sonne aufgeht.

    Ich bin ja die ganzen letzten Tage irgendwie auf der Suche nach meinem neuen Schlüsselprodukt gewesen. Und obwohl mir ziemlich klar war, dass es was Tierisches sein wird, hat es bis auf diese kleine Menge Fisch vor zwei Tagen nicht sein sollen. Bis heute Mittag. Es lagen ja ohnehin schon 1kg Wildschweinkeule und eine halbe Lammschulter bei Raumtemperatur. Und was war ich jeden Tag enttäuscht, wenn die -verdammt noch mal- einfach nicht riechen wollten . Ich glaubte doch zu wissen, was ich brauche . Naja, aber weil halt nichts ging, habe ich tagelang den Hund mit Wildschweinschwarte (noch vom letzten Kauf im März! da hatten der Rücken und Nacken eine ca. 3-5cm dicke Speckschicht!) gefüttert. Auch hier war dank der Umluftkühlung nichts ranzig geworden. Rein geruchlich wurde der Speck für mich von Tag zu Tag besser, aber nie anziehend genug, um in die Auswahl zu kommen. Inzwischen hatte ich auch ihn draußen liegen gelassen, weil kalte Produkte einfach schlecht riechen. Gestern Abend war die Anziehung immerhin schon so stark, dass ich mich von Kopf bis Zeh mit dem Fett eingerieben und einfach nicht genug davon auf der Haut bekommen konnte. Selbst in die Haare habe ich es mir geschmiert, sie sahen danach aus wie gegelt. Fühlte mich sehr wohl mit dem Fett auf der Haut, weil nach dem Ostseeaufenthalt sich die Haut jetzt auch schuppte und die Haare sehr trocken waren.
    Und heute Mittag brauchte ich nicht lange suchen, die Auswahl war mehr als eindeutig: Ca. 150g purer Wildschweinspeck bildeten ein überaus köstliches Mahl.

    Und endlich hat(te) die Fresserei ein Ende, war ich nicht mehr ständig auf der Suche nach irgendwas... Vorhin habe ich die Grillgerüche der Nachbarn sehr wohlriechend wahrgenommen, aber selber essen wollte ich heute nichts mehr. Kann gut sein, dass es morgen Mittag dann eine Fortsetzung mit dem Fleisch gibt. Da ich nächste Woche terminlich sehr eingespannt bin, ist vermutlich auch das Abendessen eher eine seltene Möglichkeit, so dass ich mal wieder Interesse an einer zufriedenstellenden Mahlzeit am Tag habe. Und da ich so schön zeitig das Tier gegessen habe, liegt jetzt auch nichts im Magen und nervt mich.

    Diese Herumnascherei und Fresserei, die ich ja auch kenne, ist vielfach eine Kompensation (Frust, Ärger, Mangel an Liebe, Widerwille gegen irgendetwas) ... und wenn wir dann im Essen Trost suchen, greifen wir jedes Mal wieder zur blauen Pille ...
    Wie schreibt Jens Hafer so schön in seinem Buch: Im Zweifelsfalle nie essen. Und genau das ist es, was ich immer und immer wieder erlebe: Wenn ich mit mir im Reinen bin, Zeit und Muße frür mich habe, sind Überlastungen sehr viel seltener. Fühle ich mich aber gestresst, frustriert etc. futtere ich mir auch gerne das Leben schön und suggeriere mir einen Bedarf, der so dringend eigentlich gar nicht war und auch noch bis zum nächsten Tag hätte warten können.

    Liebe Grüße, Sabine

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  • Sabine
    antwortet
    Hallo Lila Malve,

    Was ich oben aufgeschrieben habe ist der Idealfall, wo ich merke, dass die Dinge sich irgendwie von selbst einstellen und ich mich extrem wohl fühle
    Ja, das glaube ich dir gerne. Es ist für mich eine willkommene Anregung, zeitweise auch mal das Obst auszublenden.

    ... das klappt nicht immer so... was ja aber auch okay ist, nur muss mich im Falle Süß der Verstand bremsen... das kann die Sperre irgendwie nicht oder ich habe noch nicht richtig verstanden sie zu nutzen und zu akzeptieren...mh.
    Es scheint wirklich schwer zu sein, beim Süßen die Bremse zu ziehen, wobei ich hier die tropischen Früchte als wesentlich sättigender und zufriedenstellender erlebe, allerdings auch nicht unbedingt mit Sperrengarantie...

    Ich esse seit ich denken kann sehr süß... und scheine ohne nicht auszukommen.
    Das ist ja prinzipiell eine sinnvolle Reaktion deines Körper. weil er durch Glukose schnell verfügbare Energie bekommt.


    Nimmst du genügend Salz zu dir?
    Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt und immer wieder am Atlantikwasser genippt. War aber eher abstoßend, habe es immer wieder ausgespuckt.

    Ich habe das Gefühl, seit ich meinen Salzbedarf stille, verdaut der Körper ALLES besser...
    Ja, das sehe ich auch so. Und vor 2 Tagen hat dann mein Körper auch eindeutig "hier!" gerufen, als ich ihm wieder Salz anbot. Konnte morgens mehrere Schlucke Atlantikwasser trinken und habe mittags nochmal einen großen Klumpen Salz zu mir genommen. Abends gab es dann ein paar gereifte, ehemals frische Ramallo-Algen (so bissfest und sooo gut!) und anschließend getrockneten Schwertfisch, ursprünglich mal ca. 300g. Der lag nun seit Monaten im Kühlschrank und nun war sein großer Tag gekommen. Es ist wirklich so, wie Burger immer gesagt hat: Ist der Bedarf da, findet der Körper eine Möglichkeit, das Produkt zu verzehren. Dieser Fisch war so hart, dass ich vorher nie in ihn reinbeißen konnte. Und jetzt ging der weg wie nix, erschien mir gerade im Bereich des Fettrandes butterweich zu sein. Und dank der Kühlvitrine war auch nichts ranzig.


    Wie sieht dein abendliches 'Gefresse' aus Sabine?
    Muss es zum Fressgelage abends sein?

    Ich schaffe das auch tagsüber... an einem heißen Sommertag habe ich z.B. mittags 1,5 Pagoden gegessen und danach das Empfinden gehabt, das war nur die Vorspeise. Also gab es noch eine sehr große reife Kokosnuss hinterher. Oh je, ich war so unglaublich überlastet, das tue ich mir (hoffentlich) nie wieder an.

    Abends sind es eher zwei Dinge, mit denen ich mich überlaste: Wenn ich Obst esse, finde ich selten rechtzeitig ein Ende, besonders wenn ich es mit Landesobst versuche. Und das andere Produkt ist Fleisch, womit ich mich im letzten Winter regelmäßig überfressen habe. Das war dann irgendwie so gemütlich, ich saß am warmen Kamin und wenn ich dann so einen saftigen Wildschweinnacken vor mir hatte, habe ich bis zur Sättigung und dem Geschmacksumschlag gegessen. Vorherige Sperren wie eine tropfende Nase wurden im wahrsten Sinne des Worte weggewischt.

    Bis vor 2 Jahren habe ich auch abends sehr spät noch die Abendmahlzeit nachgeholt, wenn ich z.B. erst um 20 Uhr zu Hause war und noch nichts gegessen hatte. Sowas mache ich heute in der Häufigkeit mit der ich frühstücke: so ca. 3x im Jahr.

    Und meine früheren Sünden aus den ersten Rohkostjahren bestanden aus abendlichem Nüsse knacken, wenn ich meine Kinderlein alle endlich in ihre Betten gebracht hatte oder auch in einem süßen Betthuperl in Form von leckeren Datteln.

    Ich denke, mein damaliger Hauptfehler lag in einer unzureichenden Kenntnis der Instinktopraxis. So ein Seminar auf Montramè wäre sicher hilfreich gewesen. Inzwischen habe ich mir viele Regeln selbst erarbeitet (und leidvoll lernen müssen). Nun ich bin ich zwar grundsätzlich schlauer, aber nicht immer unbedingt klüger... .

    Liebe Grüße von Sabine

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  • Ralph
    antwortet
    Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
    Toll, da sind wir uns in vielem einig, @Lila Malve



    Wenn ich sehr spät (nach 22.00) noch viel und/oder sehr gehaltvolles esse, dann ja. Ich mag's auch nicht, wenn ich morgens merke, dass noch was von den Nüssen o.ä. im Magen liegt. Allerdings glaube ich, dass ich jemand bin, der schon abends noch mehr verträgt als manch anderer. Allerdings hab ich's noch nicht probiert, nach 18.00 nix mehr zu essen, also weiß ich nicht wie viel besser sich das dann anfühlen würde.

    LG Zoe
    Ich hab gestern schon 14:30 aufgehört zu essen - ohne jegliche Probleme. Da hatte ich offensichtlich genau das getroffen, was ich brauchte.

    Diese Herumnascherei und Fresserei, die ich ja auch kenne, ist vielfach eine Kompensation (Frust, Ärger, Mangel an Liebe, Widerwille gegen irgendetwas) ... und wenn wir dann im Essen Trost suchen, greifen wir jedes Mal wieder zur blauen Pille ...

    Alles Liebe,
    Ralph

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  • Ralph
    antwortet
    Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
    Hm, spannend hier das alles. Und beruhigend, dass auch andere sich mit schlechten Essgewohnheiten und Gelüsten rumplagen.

    Ich kenne das aber auch, dass ich, wenn ich nicht meinen altbekannten Rhythmus einhalte, irgendwie alles durcheinander geht und ich z.B. über den Tag immer wieder nasche. Wichtig ist z.B. ein nicht zu frühes Frühstück und, noch wichtiger, ein nicht zu spätes Mittagessen.

    Beispielsweise sieht mein Tag so aus (mal ein durchschnittlicher, wenn ich NICHT arbeite):
    - morgens gegen 10.00 2 Bananen
    - mittags gegen 12.30 Grün (z.B. 1 eine Handvoll Wildgrün, dann 1 Chicoree), dann Obst (z.B. 800g Kirschen, 2 Mangos), evtl. noch Trockenfrüchte (sehr gerne z.B. 5-10 Aprikosen)
    - nachmittags irgendeinen Snack, z.B. ne handvoll Walnüsse oder 2 Bananen oder eine kleine Schale Beeren oder eine Süßkartoffel oder mal ein RawBite
    - abends gegen 18.30 150 g Nüsse oder 300 g Lachs, dann ne Avocado, dann 1 Schüssel Feldslat mit etwas Öl und Salz, dann eine Süßkartoffel

    Die Abendmahlzeit zieht sich gerne mal über 2 Stunden, aber wenn ich spät anfange und zwischendrin kleine Pausen mache, endet sie auch mal gegen 22.00... Und dann kommt es vor, dass ich mir noch ein Betthupferl mitnehme, z.B. Macadamias.
    LG Zoe
    Hmm, das ist schon ziemlich viel Verschiedenes an einem Tag, mit recht kurzen Pausen. Wie sieht denn da Deine Verdauung aus?

    Alles Liebe,
    Ralph

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  • Ralph
    antwortet
    Zitat von Lila Malve Beitrag anzeigen
    ...
    Vermutlich kompensiere ich mit der Schokolade eine Nahrungsgruppe. Aber selbst nach einem schönen Stk. fettigem Heilbut kommt oft dieser Nasch-/Fettappetit...
    Es gibt auch Tage, da komme ich ums Naschen herum...
    Mein Tipp an Dich, Lila Malve: Hau' noch einmal rein bei der Schokolade - ohne Verstandesbegrenzung - bis es zu den Ohren wieder herauskommt ... und dann lass es, ein-für-allemal ... zumindest für einen Monat, besser zwei oder drei ...

    Alles Liebe,
    Ralph

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  • Zoe
    antwortet
    Toll, da sind wir uns in vielem einig, [MENTION=141]Lila Malve[/MENTION]

    Zitat von Lila Malve Beitrag anzeigen
    @Zoe: fühlst du dich denn unwohl, wenn du abends so spät isst? Wenn ja, dann solltest du das ändern, wenn nicht, dann scheint es vllt. okay für dich...?
    Wenn ich sehr spät (nach 22.00) noch viel und/oder sehr gehaltvolles esse, dann ja. Ich mag's auch nicht, wenn ich morgens merke, dass noch was von den Nüssen o.ä. im Magen liegt. Allerdings glaube ich, dass ich jemand bin, der schon abends noch mehr verträgt als manch anderer. Allerdings hab ich's noch nicht probiert, nach 18.00 nix mehr zu essen, also weiß ich nicht wie viel besser sich das dann anfühlen würde.

    LG Zoe

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  • Lila Malve
    antwortet
    Da waren wir zeitgleich Zoe...

    Ich gebe es zu, ich bin auch sehr beruhigt, dass es nicht nur mir so geht mit meinen Fress-Eskapaten... was aber nicht bedeutet, dass ich damit nun etwas entschuldigen möchte um weiterzumachen...

    Wir kommen alle aus der Koch-Genuss-Sucht-Konditionierung und ich finde es schwierig einen Weg da heraus zu finden... und ich weiß auch gar nicht, ob ich das wirklich so gänzlich will

    Aber da es mir körperlich wie geistig gesundheitlich tatsächlich besser geht, wenn ich ein bisschen in der 'Spur' bleibe... möchte ich dran bleiben an der Optimierung meines Wohlgefühls in jegliche Richtung.

    Ich habe das auch schon auf meiner (leider immer noch unvollständigen) privaten Website geschrieben... ich bin davon überzeugt, dass eine 100%ige instinktive zufriedenstellende Rohkost, die wirklich ausschließlich vom Instinkt gesteuert ist, in der Welt voller Dreck und Schmutz, voller manipulierter Lebensmittel in den Ladenregalen, der Strahlung, Hektik, Stress usw. ... nicht funktioniern kann. Dafür sind die Ablenkungen in jegliche Richtung zu groß und wir müssen unser Denken spezifisch und bewusst einsetzen.
    Aber wir dürfen auch nicht vergessen wo wir herkommen und in welcher gesellschaftlichen Form wir leben. Wir sind nach wie vor Teil dieser und wollen es vermutlich auch bleiben. So tut es uns vermutlich unterbewusst auch gut, sich an gesellschaftlichen Gewohnheiten zu beteiligen... dann aber in rohköstlicher Form... und so verfallen wir alle dem Naschen, dem Durcheinanderessen... ob nun daran geschuldet, das Lebensmittel manipuliert/gezüchtet sind, die Nerven durch Streß und Hektik eine Fettschicht zur Beruhigung benötigen oder die Seele Streicheleinheiten braucht...

    Mir jedenfalls geht es so.
    Und deshalb finde ich es auch nicht so schlimm, wenn man hin und wieder nascht oder sich kugelrund frisst... wenn dann auch wieder Phasen kommen, wo man ohne dies auskommt und etwas konsequenter lebt und diese Einfachheit genießen kann.
    Würde ich mich zwingen all dies zu lassen, würde bei mir der psychische Druck zu groß werden und mich unglücklich machen... nur weil mir die Trockenfrüchte gerade soooo gut schmecken... oder das Gläschen Rotwein in der Runde gerade passt.
    Das bedeutet für mich deshalb in keinster Weise ein Zweifel an der Richtigkeit des instinktiven Essens und dieser Genialität unseres Körpers.
    Dogmatismus jedenfalls ist unser Feind!
    [MENTION=116]Zoe[/MENTION]: fühlst du dich denn unwohl, wenn du abends so spät isst? Wenn ja, dann solltest du das ändern, wenn nicht, dann scheint es vllt. okay für dich...?

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  • Lila Malve
    antwortet
    Zitat von Zoe Beitrag anzeigen
    @Lila Malve: was isst du denn so für Gemüse? Ich mag auch viele Sachen sehr gerne, aber ein bisschen Inspiration für mehr Abwechslung fänd ich ganz gut. Und: wenn abends bei mir regelmäßig vor 20/21 Uhr Schluss wär, wär ich froh...
    Da bin ich im Moment auch relativ einseitig... aber i.d.R. recht zufrieden.
    Meistens bevorzuge ich saftiges frisches Gemüse wie Gurken, Tomaten, Stangen-Sellerie etwas seltener, Fenchel mag ich wahnsinnig gerne. Möhren, Kohlrabi, Weißkohl, China-Kohl, Pack-Choi... Chicorre liebe ich auch. Zucchini ist schwierig... eigentlich schade, weil mich diese Frucht irgendwie phasziniert. Aubergine habe ich noch nie roh probiert.
    Frisee-Salate oder Endivien mag ich sehr gerne. Andere Salate schmecken nach nichts, manchmal im Sommer Eisberg weil er so schön saftig ist.
    Manchmal esse ich etwas Lauchzwiebel oder ein mini Stk. Zwiebel. Knoblauch, Ingwer eher selten und wenn dann nur in Mäusemengen.
    Schnittlauch nur im Frühjahr, wenn ich ihn auf der Wiese finde, sonst sehr gerne Petersilie und Wildkräuter von draußen oder aus meinem 10qm Garten

    Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl im Winter. Sellerieknolle geht phasenweise sehr gut, aber nicht jetzt im Sommer.
    An andere Wurzeln wie Petersilienwurzel, Rote Beete, Pastinake, Schwarzwurzeln o.ä. komme ich nur in Minimengen ran...

    Aber ich habe auch festgestellt, wenn ich weniger süßes gezüchtetes Obst esse, dann gehen auf einmal auch solche Wurzeln oder bittere Blätter und auch mehr Wildkräuter.
    Gilt genauso bei weniger Naschen...

    Nach den Gemüsen mag ich aber zum 'Sattwerden' noch eine Portion Nüsse, was fettiges wie Avocado... nur rein Gemüse befriedigen mich in der Regel am Abend selten.

    Schreib doch mal auf was du so isst Zoe... auch deine Wahl bei Gemüsen und deine Esszeiten...

    LG Lila Malve

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  • Zoe
    antwortet
    Hm, spannend hier das alles. Und beruhigend, dass auch andere sich mit schlechten Essgewohnheiten und Gelüsten rumplagen.

    Ich kenne das aber auch, dass ich, wenn ich nicht meinen altbekannten Rhythmus einhalte, irgendwie alles durcheinander geht und ich z.B. über den Tag immer wieder nasche. Wichtig ist z.B. ein nicht zu frühes Frühstück und, noch wichtiger, ein nicht zu spätes Mittagessen.

    Beispielsweise sieht mein Tag so aus (mal ein durchschnittlicher, wenn ich NICHT arbeite):
    - morgens gegen 10.00 2 Bananen
    - mittags gegen 12.30 Grün (z.B. 1 eine Handvoll Wildgrün, dann 1 Chicoree), dann Obst (z.B. 800g Kirschen, 2 Mangos), evtl. noch Trockenfrüchte (sehr gerne z.B. 5-10 Aprikosen)
    - nachmittags irgendeinen Snack, z.B. ne handvoll Walnüsse oder 2 Bananen oder eine kleine Schale Beeren oder eine Süßkartoffel oder mal ein RawBite
    - abends gegen 18.30 150 g Nüsse oder 300 g Lachs, dann ne Avocado, dann 1 Schüssel Feldslat mit etwas Öl und Salz, dann eine Süßkartoffel

    Die Abendmahlzeit zieht sich gerne mal über 2 Stunden, aber wenn ich spät anfange und zwischendrin kleine Pausen mache, endet sie auch mal gegen 22.00... Und dann kommt es vor, dass ich mir noch ein Betthupferl mitnehme, z.B. Macadamias.
    LG Zoe

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  • Lila Malve
    antwortet
    Zitat von Sabine Beitrag anzeigen
    Klingt total gesund .

    Nein wirklich, das finde ich richtig gut! Nur derzeit geht mit Kräutern und Gemüse bei mir fast gar nichts. Schade eigentlich.

    Ich habe "früher" auch immer morgens viel getrunken und eigentlich ist das für mich auch logisch und sinnvoll, weil der Körper die Stoffwechselprodukte der Nacht ausscheiden möchte.
    Was ich oben aufgeschrieben habe ist der Idealfall, wo ich merke, dass die Dinge sich irgendwie von selbst einstellen und ich mich extrem wohl fühle
    ... das klappt nicht immer so... was ja aber auch okay ist, nur muss mich im Falle Süß der Verstand bremsen... das kann die Sperre irgendwie nicht oder ich habe noch nicht richtig verstanden sie zu nutzen und zu akzeptieren...mh.
    Ich esse seit ich denken kann sehr süß... und scheine ohne nicht auszukommen. Dabei fehlt mir auch schon immer das Maß-finden...

    Zitat von Sabine
    Ich habe so bei mir die Vermutung, dass ich v.a. dann vormittags nichts trinken möchte, wenn ich die vorabendliche Verdauung noch nicht abgeschlossen habe.
    Nimmst du genügend Salz zu dir?
    Ich habe das Gefühl, seit ich meinen Salzbedarf stille, verdaut der Körper ALLES besser... nicht nur Tierisches, wie man liest (dabei habe ich auch noch keine Erfahrung)... aber gerade die Gemüse werden scheinbar leichter zugänglich...

    Zitat von Sabine
    Ich hätte rein gefühlsmäßig mal wieder Lust auf Low Carb, so 3 Wochen am Stück hatte ich das schon und habe mich in der Zeit sauwohl gefühlt, war häufig regelrecht euphorisch. Aber dann kam wieder der Zuckerbedarf...
    Da lese ich mich gerade rein, weil ich das auch sehr interessant finde. Aber wie du geschrieben hast Sabine, es kommt spätestens nach 2 zuckerfreien / armen Tagen das Verlangen nach Melone, Kirschen, Pflaumen, Äpfeln, Birnen usw. ... fruchtig-saftig-saftig-saftig-süß muss es sein.

    Wenn ich Teil 2 meiner Ernährung anfügen darf, dann sieht das so aus.... das ist der Teil, wenn mein Verstand aussetzt... was zu ungefähr 30/40% passiert

    Ich beginne schon gegen 10 Uhr, weil der Körper nach Zucker ruft... mit einem kleinen Stück Wassermelone... dann komme ich an einen Punkt und das wiederholt sich jedesmal in gleicher Weise (egal mit welchem Obst... allerdings nicht bei selbst gepflücktem in der Halb-Wildnis)... da fühle ich, dass ich aufhören müsste... esse aber weiter, weil es so gut schmeckt, weil es so schön saftig ist, weil sich das drauf- und zerbeißen so guuut anfühlt und weil ich einfach weiteressen möchte... also weiteressen... bis ich merke, dass ich gierig schlinge und immer mehr und noch mehr will...
    Es folgen bei Obst dann meine beschriebenen Beklemmungssymptome in der Brust/Bauch/Rücken... und trotzdem schaffe ich es oft nicht, mich zu bremsen. Mein Magen drückt auch schon mit VOLL... HÖR AUF!!! Naja, irgendwann siegt dann doch das Aufhören.
    Manchmal kaue ich dann auf ein paar Wildkräutern, etwas Petersilie oder Stangensellerie herum, die mir die unguten Beklemmungssymptome schnell nehmen... manchmal nasche ich aber noch etwas konzentrierten Zucker in Form von Trockenfrüchten oder Roh-Schokolade.
    Meistens ist es so, dass nach solchen Mahlzeiten meine weitere Auswahl am Tag irgendwie schwerer fällt... ich lege dann oft viele kleine Zwischenmahlzeiten ein, die mich alle nicht ganz zufrieden stellen. Es klappt nur, wenn ich mich bremse und eine Essenspause von mindestens 5-6 Stunden einlege. Dann kommt am Abend auch wieder spezifischer Hunger und es ist einfacher mit der Auswahl.

    Zitat von Sabine
    Was naschst du denn?
    Ich habe mich heute etwas sehnsuchtsvoll daran erinnert, dass ich in meinen ersten Jahren, wenn ich vom Yoga kam, mir um 22 Uhr einen Polit-Talk eingeschaltet habe und dann ging es nochmal los, meistens mit Sapotillen und Datteln .

    Liebe Grüße von Sabine
    Ich nasche am liebsten meine selbst gemachte Schoki, meist aus Kakaobutter, Kakao und Honig... manchmal noch mit einer Nuss oder Mandel in der Schokoladenmitte, weil das Draufbeißen dann so schön knackt... ist das nicht vorrätig die LoveChock pur (alle anderen Sorten sind mir zu süß).
    Manchmal ist es auch Zuckerbedarf, so nasche ich dann Trockenfrüchte. Eine Dattelphase hatte ich auch mal, gefolgt von einer Trockenfrüchte-Ananas-Phase... Feigen, Mango in trockener Form.... aber am liebsten Schoki... ist für mich befriedigender, vermutlich durch das Fett und da ich nur 20-30% Honig reinpacke auch nicht ganz so süß.
    Habs auch schon mit Kakaobohnen probiert... manchmal reichen mir auch die... dann ca. 2-5 Stk., aber das ist selten. Außerdem glaube ich, dass es hier nicht um den Kakao geht.

    Vermutlich kompensiere ich mit der Schokolade eine Nahrungsgruppe. Aber selbst nach einem schönen Stk. fettigem Heilbut kommt oft dieser Nasch-/Fettappetit...
    Es gibt auch Tage, da komme ich ums Naschen herum...

    Wie sieht dein abendliches 'Gefresse' aus Sabine?

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  • Zoe
    antwortet
    [MENTION=141]Lila Malve[/MENTION]: was isst du denn so für Gemüse? Ich mag auch viele Sachen sehr gerne, aber ein bisschen Inspiration für mehr Abwechslung fänd ich ganz gut. Und: wenn abends bei mir regelmäßig vor 20/21 Uhr Schluss wär, wär ich froh...

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