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Bienenbrut / Bienenmaden / Bienenlarven roh essen

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  • Markus
    hat ein Thema erstellt Bienenbrut / Bienenmaden / Bienenlarven roh essen.

    Bienenbrut / Bienenmaden / Bienenlarven roh essen

    Hi miteinander,

    da es für mich neu war, dass es auch Leute gibt die heranwachsende Bienen essen, mache ich mal diesen Thread hier auf.

    Guy Claude Burger erwähnte im -> Skype-Interview letztens insbesondere Bienenbrut neben anderen Insekten sogar als eine echte Lösung für Instinktos.

    So habe ich mal ein bisschen geschaut, was ich auf die Schnelle dazu finde.


    Zuerst einmal ein Bild:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: bienen-bienenlarven.jpg
Ansichten: 1
Größe: 21,8 KB
ID: 28679
    Man sieht die kleinen weißen Larven in ihren Zellen


    - Google-Suche nach "Bienenbrut essen" brachte lediglich 1 Ergebnis in Form eines Forenthreads, zu dem man nur noch über den Google-Cache heran kam. -> Hier der Link

    Dort gepostet wurde von 'Hari' ein schönes Foto einer großen Wabe und der Kommentar:

    Zitat von Hari
    Unten die Brut, die von der Oma verspeist wurde.
    Ein anderer User antwortete:

    Zitat von Poolman
    @Hari:
    [...]
    Aber was ist mit deiner Oma los ? Kann man denn die Bienenbrut essen ?
    ...

    Zitat von Hari
    Die Bienenmaden sind eine Proteinreiche Nahrung. Die Wabe wird kurz auf den Grillofen gelegt und teilweise mitsamt dem Wachs verzehrt.
    Na spitze!




    - Etwas mehr Treffer bringt die Google-Suche nach "Bienenmaden essen".

    Es gibt wohl Imker, bei denen man Bienenmaden "in der Dose" kaufen kann und manche Leute verwenden sie mehr oder weniger erfolgreich als Angelköder.

    Allerhand...




    - Google-Suche nach "Bienenlarven essen":

    Da findet man dann z.B. in einem Blog über Thailand diesen Artikel hier: -> Gedampfte Bienenlarven essen

    Zitat von Falang aus dem Thaiblog
    Bienenlarven gehören zu den Insekten, die in Thailand gerne verspeist werden. Honig wird auch gegessen, dennoch sind die Bienen hier alles andere als heilig gesprochen. Die Zubereitung ist ziemlich einfach. Die Larven werden gedämpft und gesalzen. Verspeist werden sie möglichst frisch. Lässt man die zubereiteten Tiere abkühlen, bleiben sie vermehrt in den Zahnzwischenräumen kleben.
    Ei ei ei...




    - Im -> Wikipedia-Artikel Nahrungstabu, Abschnitt #Insekten steht, dass getrocknete Bienenlarven zu 90 Prozent aus Proteinen bestehen und zu 8 Prozent aus Fett. So hohe Proteinwerte habe ich sonst bei noch keinem anderen natürlichen Lebensmittel irgendwo gehört, aber wer will schon Trockenfleisch essen?

    - Ferner gab es in der Wikipedia einmal den Versuch, eine eigene Seite einzurichten mit dem Titel "Bienenlarven als Nahrungsmittel". Diese wurde jedoch wieder gelöscht, siehe -> Löschdiskussion zur Seite 'Bienenlarven als Nahrungsmittel'.

    ---------

    - Noch ganz interessant war, was hier in diesem Buch mit dem Titel -> Über den unmittelbaren Nutzen von Insekten steht. Einfach mal lesen, was Chinesen so treiben mit verdorbenem Fleisch.

    Halleluja!



    ----

    Falls man da noch mehr wissen mag, müsste man wohl mit englischen oder thailändischen Begriffen weiter suchen...


    Eine kleine persönliche Anmerkung von mir zu Bienenbrut:

    So wie ich das gehört habe, sind die Bienen in Deutschland ja immer häufiger Mangelware. Es gibt öfter mal Jahre, bei denen die Obstbäume mancherorts künstlich befruchtet werden müssen wegen dem unerklärlichen Bienensterben. Wenn da jetzt noch jemand auf die Idee kommt, hier in DE auf die Jagd nach Bienenlarven zu gehen, dann weiß ich auch nicht... und die Bienen beim Imker sind Tierhaltung.

    Ich frage mich auch, wie die Asiaten das machen mit den Bienen. Normal stechen die ja wie wild. Okay, nun hörte ich, dass es auch noch Bienen gibt ohne Stachel... Sind solche Imker-Schutzanzüge natürlich? - Der Mensch ist ohne Fell und weitere Schutzvorrichtungen den Bienen normal ziemlich ausgeliefert. Nicht umsonst gab es schon viele Todesfälle mit Bienen...


    Jedenfalls finde ich die Sache mit dem Bienennachwuchs zum essen schon sehr fraglich. Ob das wirklich im Sinne des Schöpfers ist, dass wir diese essen?




    Das hier wären noch Bilder einer europäischen Bienenkönigin:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Bienenlarven-Königin.jpg
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Größe: 27,8 KB
ID: 28680


    Hier schon in einem fortgeschritteneren Stadium:
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Bienenlarven-Königin-stadium2.jpg
Ansichten: 1
Größe: 609,9 KB
ID: 28678


    Sieht natürlich schon recht nahrhaft aus, aber ob ich das übers Herz bringen würde? - Ich glaube nicht.
    In die Verlegenheit will ich überhaupt gar nicht erst kommen!

    Vielleicht habt ihr auch noch was zu dem Thema parat.

    Was denkt ihr über das Essen von Bienennachwuchs?


    Ich sende euch jedenfalls schöne Wochenendgrüße



    Markus

  • norbi
    antwortet
    Da haben sie einen schönen Filmbericht über jemanden gezeigt der Bienenköniginnen züchtet und die in die ganze Welt verschickt. Er nimmt aber nur die sanftesten Königinnen.
    Am Anfang sieht man ein wildes Bienenvolk das sich in einem Strauch in einem Vorgarten niedergelassen hat. Ohne Schutz könnte das Volk dort aber nicht überleben. Früher gab es alte Obstbäume mit Höhlen wo sie sich einnisten konnten. Bienen haben für 2 Tage Futter dabei, danach brauchen sie einen Unterschlupf zum überleben.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: bienenvolk.jpg
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Größe: 128,2 KB
ID: 27190

    Später bringt er ein Bienenvolk auf eine Johannisbeer-Plantage zum bestäuben. Er meint die winzigen Blüten wären von Menschenhand unmöglich zu bestäuben.

    Der tut die Königinnen künstlich unter dem Mikroskop befruchten.

    http://www1.wdr.de/mediathek/video/s...enigin100.html

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  • Ralph
    antwortet
    Zitat von mirabelle Beitrag anzeigen
    Ralph, ich habe hier nur die Meinung und die Ansichten meines Vaters wiedergegeben. Ich denke darüber auch anders.
    Mein Vater hat nicht den Anspruch Demeterrichtlinien einzuhalten oder Rohkostqualität zu haben. Er ist Hobby-Bioimker mit einer Hand voll Völkern. Der Honig wird für drei Euro das Glas in der Nachbarschaft verkauft.

    Ich wolle mit dem Abschnitt der Zuckerfütterrung nur erklären, dass die Drohnenbrut - um die es ja geht - zu keinem Zeitpunkt mit Zuckerlösung gefüttert wird. Rein theoretisch kann man die Brut also bei jedem Imker erfragen. Und wem das zu unsicher ist, der fragt einen Demeterimker.
    Naja, ich habe hier schon Honig von einem Demeter-Imker ... der lag mir aber - im Vergleich zum Orkos-Honig - schon mehrfach schwer im Magen (da wird ja auch zugefüttert). Ob mir da die Drohnenbrut bekommt, sei dahin gestellt. Anfragen könnt' ich natürlich mal.

    Von einer Imkerin, die ich jüngst anschrieb, erhielt ich heute folgende Antwort:

    Ich verwende keine Mittelwände, sondern nur Anfangsstreifen aus Bio-Wachs, so dass meine Bienen ihre Waben vollständig selber ausbauen wie die wollen, also machen Naturwabenbau.
    Drohnenbrut vernichte ich nicht, ich bin der Meinung, wenn die Natur so viele Drohnen für das Bienenvolk vorgesehen hat, dann müssen so viele auch im Bienenstock bleiben. Deswegen kann ich Ihnen leider keine Waben mit der Drohnenbrut geben.
    Da bekomme ich also leider keine Drohnenbrut ... diese Quelle ist neu für mich, von da habe ich bisher noch nichts bekommen ... mal sehen, was es dann da im Laufe des Jahres so gibt (Wabenhonig, Bienenbrot).

    Was genau ist denn bei Euren Bienen / Eurem Honig "Bio"?

    Alles Liebe,
    Ralph

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  • mirabelle
    antwortet
    Ralph, ich habe hier nur die Meinung und die Ansichten meines Vaters wiedergegeben. Ich denke darüber auch anders.
    Mein Vater hat nicht den Anspruch Demeterrichtlinien einzuhalten oder Rohkostqualität zu haben. Er ist Hobby-Bioimker mit einer Hand voll Völkern. Der Honig wird für drei Euro das Glas in der Nachbarschaft verkauft.

    Ich wolle mit dem Abschnitt der Zuckerfütterrung nur erklären, dass die Drohnenbrut - um die es ja geht - zu keinem Zeitpunkt mit Zuckerlösung gefüttert wird. Rein theoretisch kann man die Brut also bei jedem Imker erfragen. Und wem das zu unsicher ist, der fragt einen Demeterimker.

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  • norbi
    antwortet
    Ich fände es toll wenn mal ein Imker diese Bienenbrut zum Verkauf anbieten würde. Dann könnte ich das mal probieren.

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  • Ralph
    antwortet
    Zitat von mirabelle Beitrag anzeigen
    Mein Vater füttert mit einer Traubenzucker(?)-Lösung zu.
    Natürlich wird den Bienen für den Winter ein Teil des gesammelten Honigs gelassen. Mit diesem kommen sie in vielen Jahren auch gut aus. Dieses Jahr zum Beispiel war es hier in NRW sehr warm. Dann brauchen die Bienen natürlich weniger Futter.
    Da mein Vater aber nicht abschätzen kann wie hart der Winter wird, füttert er zur Sicherheit zu, denn das kann man nur im Herbst machen. Ist der Winter härter als gedacht und der Honig verbraucht, stirbt das gesamte Volk.
    Gleichzeitig möchte ein imker natürlich mit dem Honig Geld verdienen und erntet deshalb so viel Honig wie möglich im Sommer.
    Bis zum Herbst sammeln die Bienen dann weiter ihren Honig für den Winter. Je nach Jahr haben sie dann im Herbst viel oder wenig Honig als Wintervorrat.
    Ist der Vorrat gering, muss zugefüttert werden. Würden wir mit Honig zufüttern, wäre das zum einen ein finanzieller Verlust. Zum anderen kristallisiert der Honig in den Waben schnell und kann am Ende des Winters von den Bienen kaum verwendet werden. Auch der Imker kann mit dem Honig nichts mehr anfangen, da der Honig nicht ohne erwärmen aus der Wabe zu bekommen ist.

    Die Zuckerlösung wird im Herbst von den Bienen in die Waben eingelagert. Das was im Frühjahr davon übrig geblieben ist, wird von meinem Vater aus dem Bienenstock entfernt, damit der Honig nicht verunreinigt wird. Wir essen den Honig ja auch selber und möchten kein Zuckerwasser herstellen
    So wie Du es hier beschreibst, haltet Ihr ja nicht mal die Demeter-Richtlinien ein:
    3.5.1 Einwinterung

    Honig und Blütenpollen sind die natürliche Nahrungsgrundlage der Bienen. Eine Einwinterung auf Honig ist anzustreben. Wenn dies nicht möglich ist muss dem Ergänzungsfutter für die Überwinterung ein geeigneter Anteil Honig (i.d.R. 10 Gewichtsprozent zum Zucker) aus der eigenen oder einer nach diesen Richtlinien arbeitenden Imkerei zugefügt werden, um eine rasche Invertierung des Futters zu erreichen. Einwinterung auf Honig ist anzustreben. Dem Futter sind Kamillentee und Salz zuzusetzen. Dem Futter Kamillentee und Salz zusetzen. Für die Fütterung dürfen nur ökologisch erzeugte Futtermittel eingesetzt werden.

    3.5.2 Notfütterung
    Sollte vor dem Einsetzen der ersten Tracht eine Fütterung notwendig sein, kann diese wie bei der Einwinterung erfolgen. Falls vor der letzten Ernte eine Notfütterung erforderlich werden sollte, darf diese nur mit Honig aus Demeter-Imkerei erfolgen. Jeglicher Zuckerzusatz ist untersagt.

    Jüngst erhielt ich von einer Imkerin folgende Anwort auf meine Frage nach Zufütterung:
    meine Völker füttere ich ausschließlich mit eigenem Honig oder besser gesagt ich lasse so viel Honig meinen Bienen, dass sie problemlos auf eigenen Vorräten überwintern können.
    ... und hier gibt es ebenfalls Honig von Bienen ohne Zuckerfütterung:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 1429-Hermann_Doldenhof_klein.jpg
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Größe: 7,3 KB
ID: 27067

    Warum sollte das dann bei Euch nicht auch funktionieren? Irgendwann muss man sich mal zwischen Profit+Massenproduktion einerseits und naturnaher Bienenhaltung andererseits entscheiden ... solang die Vorstellung vorherrscht: "Hauptsache ich habe den Honig / den Profit - auch wenn die Bienen notfalls Zucker fressen müssen", kann es mit der Naturverbundenheit nicht so weit her sein. Hier mal noch ein weiterführender Link in's Imkerforum: Eure Erfahrungen mit Naturbau?

    Alles Liebe,
    Ralph

    PS:
    Würden wir mit Honig zufüttern, wäre das zum einen ein finanzieller Verlust. Zum anderen kristallisiert der Honig in den Waben schnell und kann am Ende des Winters von den Bienen kaum verwendet werden. Auch der Imker kann mit dem Honig nichts mehr anfangen, da der Honig nicht ohne erwärmen aus der Wabe zu bekommen ist.
    Zu dem "finanziellen Verlust" sage ich jetzt mal nix mehr - dass Honig von naturnah gehaltenen Bienen ohne Zufütterung teurer ist, ist irgendwo auch klar - ist halt die Frage, ob man mit dem Supermarkt um die Ecke konkurrieren will ... aber zu dem "aus der Wabe bekommen" doch noch: Wozu sollte das denn gut sein? Mich interessiert so oder so nur Wabenhonig - die Mühe kann man sich also von mir aus gern sparen ... natürlich kann man die Wabe dann nicht recyceln, da ich sie mitesse (vorausgesetzt, es wurde kein künstliches Wachs verwendet) - ist von der Natur aber ja auch nicht so gedacht.

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  • mirabelle
    antwortet
    Mein Vater füttert mit einer Traubenzucker(?)-Lösung zu.
    Natürlich wird den Bienen für den Winter ein Teil des gesammelten Honigs gelassen. Mit diesem kommen sie in vielen Jahren auch gut aus. Dieses Jahr zum Beispiel war es hier in NRW sehr warm. Dann brauchen die Bienen natürlich weniger Futter.
    Da mein Vater aber nicht abschätzen kann wie hart der Winter wird, füttert er zur Sicherheit zu, denn das kann man nur im Herbst machen. Ist der Winter härter als gedacht und der Honig verbraucht, stirbt das gesamte Volk.
    Gleichzeitig möchte ein imker natürlich mit dem Honig Geld verdienen und erntet deshalb so viel Honig wie möglich im Sommer.
    Bis zum Herbst sammeln die Bienen dann weiter ihren Honig für den Winter. Je nach Jahr haben sie dann im Herbst viel oder wenig Honig als Wintervorrat.
    Ist der Vorrat gering, muss zugefüttert werden. Würden wir mit Honig zufüttern, wäre das zum einen ein finanzieller Verlust. Zum anderen kristallisiert der Honig in den Waben schnell und kann am Ende des Winters von den Bienen kaum verwendet werden. Auch der Imker kann mit dem Honig nichts mehr anfangen, da der Honig nicht ohne erwärmen aus der Wabe zu bekommen ist.

    Die Zuckerlösung wird im Herbst von den Bienen in die Waben eingelagert. Das was im Frühjahr davon übrig geblieben ist, wird von meinem Vater aus dem Bienenstock entfernt, damit der Honig nicht verunreinigt wird. Wir essen den Honig ja auch selber und möchten kein Zuckerwasser herstellen

    Auf die Qualität der Drohnenbrut hat das m.M.n keinen Einfluss. Die Drohnen schlüpfen im Sommer und werden mit frisch gesammeltem Nektar und Pollen gefüttert. Auch die Arbeiterinnen des Sommers sind nie mit Zuckerwasser gefüttert worden, da sie erst nach dem Entfernen der Futterwaben schlüpfen. Die Bienen, die vom Zuckerwasser im Winter fressen, sterben im Frühjahr.

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  • Susanne
    antwortet
    Ich weiß nicht, ob das hier im Forum gestattet ist, aber wenn jemand Bienenbrut haben möchte, kann ich gerne meinen Vater fragen, ob er die Brut im Sommer abgeben möchte.
    Das hängt davon ab, wie dein Vater die Bienen im Winter füttert, mit eigenem Honig oder mit Zuckerlösungen.

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  • mirabelle
    antwortet
    In der Schule lernt man das (zumindest in meiner Schulzeit) leider nicht.
    Ich habe zusammen mit meinem Vater einen Imkerkurs der Volkshochschule besucht, nachdem mein Vater einen Bienenschwarm gefangen hatte. (Macht so einen Quatsch bitte nicht. Er hatte über 40 Stiche in den Händen und im Gesicht).
    Naja soviel dazu.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Larven sehr gesund sind - sofern sie aus Biohaltung kommen. Die Drohnen werden ja hauptsächlich mit Pollen und Nektar gefüttert. Beide sollen ja sehr positive Eigenschaften besitzen. Die Arbeiterbienen machen aus diesen Zutaten einen Brei in ihrem Mund, der dann noch mit Enzymen versetzt wird. Dieser Brei wird dann den Larven gefüttert.

    Königinnenlarven werden mit Gelee Royal gefüttert. Dem Zeug werden ja auch viele positive Eigenschaften nachgesagt. Ich frage mich, ob Koniginnenlarven dann noch gesünder/nahrhafter sind?
    Btw. wäre der Genuss von Königinnenlarven auch kein Problem. (Falls diese Frage jetzt aufkommen sollte)

    Jedes Bienenvolk möchte sich vermehren. Das gelingt dadurch, dass sich das Bienenvolk teilt. Weil jedes Volk aber eine Königin braucht, wird zunächst eine Königin gezeugt, indem eine ganz normale Bienenlarve (aus einem ganz normalen Ei) mit Gelee Royal gefüttert wird.
    Ist die neue Königin geschlüpft und erwachsen, teilt sich das gesamte Bienenvolk. Die junge Königin schwärmt mit ihrem Schwarm aus, und sucht sich einen neuen Platz. Dieser Vorgang wiederholt sich im Sommer in der Natur sehr oft. Dadurch werden die Völker immer kleiner und schwächer.
    Ein Imker möchte das natürlich verhindern. Die Bienen "produzieren" aber trotzdem ständig Königinnen im Bienenstock, da sie sich teilen möchten. Der Imker verhindert das Schwärmen(also die Teilung) im Regelfall durch die Zerstörung der Zellen in denen Königinnen aufgezogen werden sollen (die Zellen sind auf der Wabe zu erkennen, da sie größer sind). Oder es werden die Königinnenlarven getötet.

    An dieser Stelle merkt man, dass die Haltung von Bienen doch relativ weit vom natürlichen Bienenverhalten abweicht. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass es der Mehrheit der Menschen lieber ist, wenn die Bienen nicht schwärmen.
    Ich weiß nicht warum, aber es schein einige Leute zu beunruhigen, wenn ein riesiger Bienenschwarm über sie hinwegfliegt Kann aber auch am erhöhten Konsum von Horrorfilmen mit Killerbienen liegen

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  • Markus
    antwortet
    Danke für deine ergänzenden Infos Mirabelle. Das trägt bei mir schon viel zum weiteren Verständnis bei, weil ich da eindeutig auch noch zu wenig weiß über die ganze Thematik. Da müsste ich mich wirklich weitergehender belesen. Ich wusste bis vorhin noch nicht einmal (mehr), dass die Bienendrohnen auch so groß werden wie die Königin ;-) Meine Schulzeit ist halt auch schon ein paar Jährchen her...

    Das Bild hier darf man aus Urheberrechtsgründen korrekterweise wieder nicht ohne Nachfrage im Forum einbinden, daher nur ein Link:
    http://www.bienenfarm.ch/grafiken/ko...ieneDrohne.jpg
    Links darauf die Bienenkönigin, dann eine Arbeiterbiene und rechts eine Drohne.


    Dafür finde ich dieses Bild hier noch schnell recht nett, und das ist gemeinfrei:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Der-Bienenfreund-Hans-Thoma.jpg
Ansichten: 1
Größe: 80,5 KB
ID: 26974

    Der Bienenfreund
    - von Hans Thoma




    Wenn ihr Bienenbrut zum anbieten habt, dann bitte poste es gerne einfach in das Forum -> Handel! - ggf. gäbe es auch noch die private Kategorie -> Suche / Biete / Tausche / Schenke. Ich könnte mir schon vorstellen, dass hier jemand Interesse daran hat ;-)

    Bei "Abenteuer-Rohkost" hier sind wir offen für kommerzielle sowie auch private Anbieter von Waren in Rohkostqualität und möchten diese auch in einem gewissen Rahmen fördern. Das Einzige, was wir nicht so mögen ist, wenn nach dem hundertsten Rohkostschokolade-Anbieter noch der viertausendste Nahrungsergänzungsmittelhersteller hier seine Links posten will. Da unterscheiden wir ganz klar zwischen echter Rohkost, also frischer Ware und verarbeiteter 'Gourmet-Produkte' und co.

    Dein Angebot ist jedenfalls mehr als willkommen!

    Lieben Gruß
    Markus

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  • mirabelle
    antwortet
    Da hast du natürlich Recht. In der Natur wäre das vielleicht ein Problem wenn man die genetische Struktur der Population verändert.
    Ich denke aber, dass wir hier über den Verzehr von Hausbienen sprechen. Niemand möchte hier Wildbienenlarven essen.
    Das Bienenvolk eines Imkers unterliegt aber eher wenig der natürlichen Auslese. Bienen werden gezüchtet so wie andere Haustiere auch. Mein Vater z.B. kauft alle paar Jahre eine neue Königin, die schon begattet wurde. Dadurch wird sichergestellt, dass die Königin bestimmte Eigenschaften hat bzw. weitervererbt. Das kann zum Beispiel die Ertragsleistung sein oder auch die Friedfertigkeit. Außerdem wird dadurch Inzucht und Verpaarung mit aggressiven und kranken Völkern verhindert (Stichwort Bienensterben).
    Natürlich werden nicht alle Drohnen im Larvenstadium aus dem Stock entfernt. Wenn aber schon 1000 Drohnen im Stock sind, wird der Rest nicht wirklich gebraucht. Imkerei ist ein sehr kompliziertes Gebiet, das ich selbst nicht ausreichend verstehe, deshalb würde es hier zu umfangreich das alles zu erklären. Wenn bedarf besteht, mache ich aber gerne einen Thread auf, in der ich über biologische Bienenhaltung schreibe. Dann würde ich mich nochmal umfassend belesen. Mein Volkshochschulkurs ist nämlich schon einige Jahre her (ich war 11 Jahre alt).

    Das war jetzt nur zu der Frage, der natürlichen Auslese. Ob Bienenzucht gut oder schlecht ist, möchte ich damit nicht diskutieren, das gehört bestimmt auch hier nicht hin.
    Ich weiß nicht, ob das hier im Forum gestattet ist, aber wenn jemand Bienenbrut haben möchte, kann ich gerne meinen Vater fragen, ob er die Brut im Sommer abgeben möchte.

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  • Markus
    antwortet
    Wie findet denn dann die natürliche Auslese statt, wenn man einen Großteil der männlichen Population einfach vorab entfernt?

    Das wäre ja gerade so ähnlich, als müssten sich alle Frauen hier nur noch mit 3 oder 5 Männern begnügen, weil man alle anderen schon im Säuglingsalter den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen hat.

    Besonders begehrt wird sich die Bienenkönigin dann wahrscheinlich nicht mehr vorkommen...

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  • mirabelle
    antwortet
    Hallo!

    Ich habe zwar noch nie Bienenbrut gegessen, da ich mich vegetarisch ernähre, aber ich kann trotzdem etwas zum Thema beitragen, da mein Vater Bio-Imker ist.

    Grundsätzlich sehe ich kein Problem darin die sog. Drohnenbrut zu essen. Drohnen sind die männlichen Bienen. Sie schlüpfen von Frühling bis Sommer und sind nur dazu da Königinnen zu begatten. Es gibt aber pro Jahr eine große "Überprduktion" an Drohnen. Diese Drohnen habe keine Funktion, da eine Königin nur einmal in ihrem Leben von 1-5 Drohnen begattet wird.
    Der Überfluss wird vom Bienenvolk bis zum Herbst durchgefüttert. Im Herbst werden die Drohnen dann von den Arbeiterinnen aus dem Stock geworfen und werden nicht mehr gefüttert (Drohnen werden von den Arbeiterinnen immer gefütter). Sie verhungern dann zu tausenden vor den Bienenstöcken.

    Der Imker umgeht das Problem des Durchfütterns dieser Überproduktion an Drohnen, indem er die Drohnenwaben aus dem Stock entfernt. In diesen Waben sind die Drohnen schon im Larvenstadium.
    Mein Vater legt die Waben dann im Garten aus, damit sich die Singvögel daran bedienen können, sodass die Drohnen doch noch einen "Sinn" haben.

    Ich denke nicht, dass der Verzehr von Drohnenlarven ein Problem darszellt, weil dadurch keine Bienenpopulation gefährdet ist.

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  • Markus
    antwortet
    Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit, Drohnenbrut zu essen: Ein Besuch beim Imker
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Name: chuck-norris-isst-keinen-honig-er-kaut-bienen.jpg
Ansichten: 1
Größe: 20,3 KB
ID: 26973

    Chuck Norris kann wirklich hoffen, dass nicht allzu viel aus der Rohkostszene bekannt wird, ansonsten kann er bald zusammenpacken.

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  • norbi
    antwortet
    Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    Wenn man Ralphs Blogbeiträge durchsucht, findet man aktuell 39 Tage mit Bienenbrot

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Name: il_340x270.532515269_em6i.jpg
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Größe: 21,5 KB
ID: 26970

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