Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Gibt es sowas wie Verdauungsfeuer?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gibt es sowas wie Verdauungsfeuer?

    Eine 100-prozentige Vitalkost-Ernährung ist für die meisten Menschen eine Schuhnummer zu groß.


    Ein schwaches Verdauungsfeuer ist unter Rohköstlern weit verbreitet. Man braucht ein starkes Verdauungsfeuer, um Rohkost assimilieren zu können. Weil der Magen-Darm-Trakt bei vielen Menschen degeneriert und das Verdauungsfeuer schwach ist, sollte das Verdauungsfeuer immer erst gestärkt werden.
    Woran leiden viele Rohköstler? An Blähungen. Ein Zeichen, dass die Assimilation der Nährstoffe nicht richtig abläuft.



    Meine Empfehlung wären 80 Prozent Vitalkost-Anteil mit 20 Prozent gekochter Nahrung.
    Es hängt von der eigenen Konstitution und Stoffwechselleistung ab, inwieweit man einen hohen Prozentsatz an Vitalkost verkraften kann.
    Die meisten Menschen haben einen Darmtrakt, der stark degeneriert und deswegen kaum in der Lage ist, viel Vitalkost zu verwerten. Kleine Mengen gekochter Nahrung wie Suppen, ayurvedische Bohnengerichte, Hirse etc. sind deshalb empfehlenswert und können für die meisten Menschen vorteilhaft sein. Dies lehrt auch der Ayurveda. Mit wachsender Praxis und innerer Reinigung kann der Körper zunehmend mehr Vitalkost tolerieren. Ich habe Jahre gebraucht, bis ich eine 95- bis 100-prozentige Vitalkost-Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an Wildkräutern realisieren konnte.
    Meine Einschätzung ist, dass nur wenige Rohköstler mit einer 100 Prozent veganen Ernährungsweise klarkommen. Viele Rohköstler entwickeln mit der Zeit ausgeprägte Mangelzustände, weil die Ernährung den Nährstoffbedarf nicht vollständig abdecken kann
    und das Verdauungsfeuer nicht optimal auf 100 Prozent Vitalkost eingestellt ist.


    Viele Rohköstler sind mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert, die durch einen Mangel an bestimmten Nährstoffen auftreten können. Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen) kann die Folge eines Vitamin-B12- und Eisenmangels sein. Die ersten Zahnschäden werden oft sichtbar, wenn Zink, Magnesium, Kalzium, Kieselsäure, Strontium, Bor und Vitamin D fehlen. Viele klagen über Untergewicht und Muskelabbau, ein Zeichen dafür, dass bestimmte Aminosäuren oder Proteine fehlen.
    Eine Anämie oder Blutmangel sollte man durchaus ernst nehmen. Ich habe auch Rohköstler erlebt, die an Krebs erkrankt waren oder unter den Folgen eines Schlaganfalls gelitten haben. Viele klagten über Probleme mit einem schwächeren Bindegewebe oder mit starken Blähungen.
    Ich möchte hier keineswegs die Rohkost schlechtreden, im Gegenteil, ich bin selbst Rohköstler. Aber ich wollte wissen, wo die Schwachstellen von Rohkost liegen. Ich fing an, Nährstofftabellen und Ernährungsstudien zu lesen. Ich befasste mich mit den wichtigsten Publikationen auf Englisch. Fazit: Eine erfolgreiche Rohkost-Ernährungsweise ist wie eine Geheimlehre, die erst gelernt werden muss. Sonst wird früher oder später jeder in einer Falle landen: Die Zähne können wackelig werden und ausfallen, das Bindegewebe kann schwach werden, die Gesichtshaut faltig, die Haare frühzeitig grau, Libido und Potenz können sich verabschieden, eine gefährliche Anämie kann sich bilden, die Menstruation ausbleiben, ein Gewichtsverlust im freien Fall kann sich einstellen und auch die Entstehung von Essstörungen, um einige Probleme vorweg zu erwähnen.


    Um diese zu vermeiden, habe ich versucht, den Nährstoffgehalt und die Verträglichkeit so zu optimieren, dass Stoffwechsel und Immunsystem mit einer optimierten Rohkost-Ernährungsweise wirklich rundlaufen.


    Viele Rohköstler sind ideologisch festgefahren und nehmen die Fehler in ihrer Ernährungsweise nicht wahr. Die Folgen erlebe ich fast jede Woche, wenn sie zu mir in die Praxis kommen: Langzeit-Rohköstler mit Vitamin-B12-Mangel, Zinkmangel, Vitamin-D-Mangel, Energiemangel, Osteoporose, Bindegewebsschwäche, Hormonschwäche, Infertilität, Zahnzerfall und Abmagerung.
    Viele steigen nach zwei Jahren aus, weil sie die Probleme nicht in den Griff bekommen, verunsichert und ratlos sind, weil es so viele Ansichten über Rohkost gibt.

    Bei Rohköstlern kann es deswegen zu einer Abmagerung kommen, weil das eigene Gewebe oft verheizt wird, um den Stoffwechsel mit den notwendigen Mineralien und auch Eiweißbausteinen zu versorgen. Es können sogar lebensbedrohliche Zustände entstehen, wenn das eigene Gewebe wegen der Mineralien ausgeplündert wird. Es ist z. B. schon vorgekommen, dass ein Rohköstler an einem Aneurisma, einer Ausbuchtung der Hauptschlagader, gestorben ist. Durch fehlende Mineralien war das Bindegewebe offensichtlich so geschwächt, dass die Arterienwand nachgegeben hat.
    Aufgrund der fehlenden Mineralien wirken viele Rohköstler auf mich saft- und kraftlos.


    Viele Menschen können nur schwer Nährstoffe aus rohem Gemüse assimilieren. Das Verdauungsfeuer ist einfach zu schwach und der Darmtrakt zu degeneriert. Hier hilft die Einnahme von Gelatine. Die Einnahme einer Gelatine-"Götterspeise" kann auf den Darm hervorragend wirken. Die Gelatine kann man in Bio-Qualität im Bioladen kaufen. Sie verbessert die Assimilation von Mineralien und Vitaminen aus rohem Gemüse und Früchten deutlich.


    Ich kenne einige Rohköstler, die unter einer massiven Schwäche des Bindegewebes leiden. Faltige Haut, Muskelzerfall, Venenprobleme, Haarausfall können die Zeichen sein, die auf eine Mangelernährung hindeuten. Graues Haar ist ein Zeichen dafür, dass organische Spurenelemente fehlen. Ein älterer Mann, den ich kenne, lebte über 35 Jahre als Veganer. Sein Gesicht sah aus wie eine Mondlandschaft. Die meisten Vegetarier, die zwischendurch "Ausnahmen" machen, leiden viel weniger unter diesem Problem.
    http://ein-langes-leben.de/index.php...kost&Itemid=94


    Alles Geschäftsstrategie von Dr.Switzer(?) , oder ist da was dran von dem, was er so von sich gibt?

    Lg,Morgan








  • #2
    Ein sehr interessanter Text über den ich zunächst etwas nachdenken muss. Eine Frage habe ich aber vorab: Woher weißt du, dass Gelatine gut auf den Darm wirkt und wie genau wirkt Gelatine?

    Kommentar


    • #3
      Kann sein, dass ich voreingenommen bin, da sein Buch mein einziges Rohkostbuch ist.


      Gelatine kann eine intensive himmlische Phase auslösen. War bei mir zu Anfang der Fall, als ich kein ausgewogenes Aminoprofil gegessen habe.

      Dass sich die Darmflora erst anpassen muss, halte ich für wahrscheinlich. Die Nahrungszusammenstellung vor und mit Rohkost unterscheidet ja oft schon sehr stark.

      Geld verdienen tut er imho primär mit seinem Buch (Was aber nicht viel einbringen wird.). Außerdem bewirbt er immer wieder so ein Mikromineralienelexier als NEM. Das Zeug scheint sehr bioverfügbar zu sein. Aber auch recht teuer, da es nicht besonders konzentriert ist.
      Ich bin eher dafür gezielt zu substituieren oder auf ein günstigeres Präparat zurückzugreifen, welches organisch gebundene Nährstoffe in konzentrierterer Form enthält.

      Er hat auch eine Kurklinik. Hierfür macht er sicher Werbung. Seine Heilungserfolge sind ähnlich den üblichen Rohkostheilungserfolgen. Sicher nicht verkehrt sich unter professioneller Aufsicht in das Abenteuer Rohkost zu stürzen, bevor man sich in etwas verrennt, was einen auf lange Sicht auch nicht gesund macht.

      Kommentar


      • #4
        Also in dem Punkt, dass sich die Darmflora umstellen muss, stimme ich dir zu. Die Darmflora wird ja zu einem Zeitpunkt immer nur von den Bakterien besiedelt, die auf eine gewisse Nahrung spazialisiert sind. Stelle ich meine Nahrung um, müssen sich erst andere Bakterien etablieren, die dann diese Nahrung verwerten können. E. coli ist jedoch auch fähig in einem wechselnden Nährmedium (hier der Darm) Gene an und abzuschalten. Dies erfolgt über eine oder mehrere Generationen, also eigentlich recht schnell, wenn man bedenkt, dass sich E. coli innerhalb bin 20 Min teilen kann.
        Bei einer Fehlbesiedlung des Darms könnte es allerdings auch helfen zunächst Aufbaupräperate zu nehmen, um die richtigen Bakterien im Darm anzusiedeln.

        Kommentar


        • #5
          Nur was ist die richtige Besiedelung?
          In der von Lanius geposteten Doku wird gesagt, dass wir das eigentlich noch gar nicht wissen.

          Kommentar


          • #6
            Vegane Rohkost ist eine Herausforderung.
            Da sind Mängel möglich.
            Und ja, die Darmflora und die Verdauungsdrüsen müssen sich zuerst anpassen. Das braucht Zeit und Wissen.
            Bei tierischer Rohkost muss man mehr auf Kombinationsfehler aufpassen (Kohlenhydrate, die auf Eiweiss im Darm treffen; AGE) und die Eiweissüberlastung
            In der Rohkost gibt es genug 'wärmende' Nahrung.

            Kommentar


            • #7
              Die Sache mit dem Verdauungsfeuer ist auch bei Müller-Burzler nachzulesen. Er selbst litt sehr lange unter verschiedenen Allergien / Darmproblemen. So einfach zu beseitigen in meinen Augen von heute; ohne so ewig langes Rumprobieren wie bei ihm - wie ich nun erkannt habe. Weißmehl und erhitzte Stärke ohne Ballaststoffe sowie Milchprodukte stehen ganz oben auf der Zu-streichen-Liste.

              http://www.amazon.de/Auf-Spuren-Meth...alem+ernährung

              Kommentar

              Lädt...
              X