Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Versuch einer Anmeldung zu einer Vipassana-Meditation

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Versuch einer Anmeldung zu einer Vipassana-Meditation

    Hallo allerseits,

    wenn man den folgenden Dialog liest, fragt man sich, ob ich mich irgendwie unklar ausgedrückt habe. Was ich zur Anmeldung selbst geschrieben habe, habe ich mir leider nicht kopiert - aber auch da war ich schon recht ausführlich. Aber lest selbst:

    Vipassana Meditation

    Vipassana Meditation wie gelehrt von S.N. Goenka in der Tradition von Sayagyi U Ba Khin
    16-Jun-2015
    Lieber Ralph,

    Sie geben auf Ihrem Anmeldeformular an, dass Sie Rohköstler sind. Auf unseren Meditationskursen wird ausschließlich gesunde vegetarische Nahrung serviert. Eine der Bedingungen für eine Kursteilnahme ist, dass von den Teilnehmern erwartet wird, mit dem Vorlieb zu nehmen, was im Kurs angeboten wird. Leider ist es uns nicht möglich, den unterschiedlichen persönlichen Präferenzen, was das Essen betrifft, Rechnung zu tragen.

    Der intensive Charakter des Kurses macht es notwendig, dass die Teilnehmer sich ausreichend ernähren. In unserem Menüplan ist u.a. auch ungekochte Nahrung vorgesehen, diese ist jedoch nicht in den erforderlichen Mengen vorhanden, um jemanden, der sich ausschließlich von Rohkost ernähren möchte, ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

    Wir können Sie daher nur zu dem Kurs zulassen, wenn Sie einverstanden sind, sich von der vollständigen Palette der angebotenen Lebensmittel zu bedienen. Diese Vorgehensweise erfolgt auf ernsthaften Rat von Ärzten, die unsere Kurse aus eigener Erfahrung gut kennen.

    Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie damit einverstanden sind. Wir werden Ihre Anmeldung gerne weiter bearbeiten, sobald wir wieder von Ihnen gehört haben.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Kirsten
    für das Registrationsteam
    VIPASSANA MEDITATIONSZENTRUM

    Dhamma Dvara
    Alte Straße 6,
    08606 Triebel

    Tel: (49) 037434 79770; Fax: (49) 037434 79771
    Internet: www.dvara.dhamma.org
    E-Mail: info@dvara.dhamma.org

    Liebe Kirsten,

    vielen Dank für Ihre E-Mail.

    On 2015-06-16 18:55, registration-calm@dvara.dhamma.org wrote:
    Sie geben auf Ihrem Anmeldeformular an, dass Sie Rohköstler sind. Auf unseren Meditationskursen wird ausschließlich gesunde vegetarische Nahrung serviert.
    Wissen Sie - es gibt durchaus verschiedene Auffassungen darüber, was gesund ist. Ich halte manipulierte Nahrung per se ungeeignet für die menschliche Ernährung.

    Eine der Bedingungen für eine Kursteilnahme ist, dass von den Teilnehmern erwartet wird, mit dem Vorlieb zu nehmen, was im Kurs angeboten wird.

    Das klingt danach, als ob ich mich verpflichten müsste, mich zu vergiften.

    Leider ist es uns nicht möglich, den unterschiedlichen persönlichen Präferenzen, was das Essen betrifft, Rechnung zu tragen.

    Diese Aussage irritiert mich. Was hält Sie denn davon ab, einen Teil der rohen Lebensmittel unverarbeitet anzubieten? Ich habe gehört, dass selbst (roh vorhandene) Sonnenblumenkerne nicht roh, sondern lediglich geröstet angeboten werden. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Warum muss man erst alles tot kochen, bevor man es den Meditierenden anbietet?

    Der intensive Charakter des Kurses macht es notwendig, dass die Teilnehmer sich ausreichend ernähren. In unserem Menüplan ist u.a. auch ungekochte Nahrung vorgesehen, diese ist jedoch nicht in den erforderlichen Mengen vorhanden, um jemanden, der sich ausschließlich von Rohkost ernähren möchte, ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

    Das klingt wie die Aussage eines Kochköstlers. Jesus war 40 Tage in der Wüste und hat da gar nichts gegessen.

    Nun frage ich mich jedoch: Wieso ist Rohkost nicht in den erforderlichen Mengen vorhanden, um bei 150 Meditierenden zumindest einen Rohköster zu sättigen? Oder befürchten Sie, dass dann plötzlich auch andere eher zu den rohen als zu den verarbeiteten Nahrungsmitteln greifen? In dem Fall sollte das Konzept der Verpflegung vielleicht mal grundsätzlich überdacht werden.

    Wir können Sie daher nur zu dem Kurs zulassen, wenn Sie einverstanden sind, sich von der vollständigen Palette der angebotenen Lebensmittel zu bedienen.

    Ja, wenn denn die Palette der angebotenen Lebensmittel vollständig wäre (siehwe http://www.rohkostwiki.de/wiki/Die_n...smittelpalette). Kochkost zähle ich nicht dazu - da lebt nichts mehr.

    Ich bin ja gern bereit, für die zehn Tage auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zu verzichten - erwarte aber, dass zumindest eine einigermaßen vollständige Palette pflanzlicher Lebensmittel zur Verfügung steht. Dazu zähle ich auch (ungeschälten) eingeweichten bzw. gekeimten Reis - aber natürlich keinen geschälten und danach totgekochten. Ich las davon, dass man in den zehn Tagen nicht töten soll. Dann wäre es ja angemessen, dass dies auch für die Küche gilt, oder? Wenn ich einen Apfel esse und dabei einen Kern zerbeiße, töte ich genau genommen auch - aber letztlich geht da eine Lebensform in eine andere über. Wenn der Apfel zuvor gekocht oder zu Mus verarbeitet wird, dann ist da kein Leben mehr drin. Und das sollen ich dann essen? Wie können Sie das verantworten?

    Was spricht denn gegen ein zufriedenstellendes Angebot roher Lebensmittel in zweifelsfreier Qualität (keine konventionelle Ware, die ist in den meisten Fällen ebenso giftig - Stichwort Pestizite)? Jegliche Verarbeitung ist tabu - insofern ist das doch eine Arbeitserleichterung für die Küche. Und schlechte Lebensmittel werden durch's Verarbeiten auch nicht besser - lediglich der Instinkt wird ausgetrickst ... die Folgen sieht man in der heutigen Gesellschaft mannigfaltig - nicht nur hinsichtlich der körperlichen Verfassung vieler Mitmenschen, sondern auch hinsichtlich ihrer geistigen Verfassung (Stichwort Rückkopplung - nehmen Sie sich mal die Zeit und lesen diese sieben Seiten: http://files.rohkost4.webnode.com/20...ckkopplung.pdf - und geben Sie diese auch an die Entscheidungsträger weiter).

    Mir ist übrigens egal, was andere essen - aber im Umkehrschluss lasse ich mir auch nicht vorschreiben, was ich esse - und was nicht.

    Wenn ich heute zu irgendwelchen Feierlichkeiten, Reisen etc. aufbreche, dann sorge ich im allgemeinen selbst für meine Verpflegung - wohl wissend, dass meine Gastgeber eventuell überfordert sind. Leider scheint das bei Ihnen ja nicht möglich zu sein.

    Nochmal zu Tierischem: Sie sprechen ja von vegetarischer - nicht von veganer Kost. Milch interessiert mich nicht (gehört auch nicht zur natürlichen Palette menschlicher Lebensmittel, und ist vermutlich auch nicht in roher Form verfügbar), aber wie steht's mit Eiern? Rohe Eier könnten mir in dieser Zeit sehr helfen, wenn mir sonst keine tierischen Lebensmittel zur Verfügung stehen. Und wie steht's mit Honig?

    Bitte beachten Sie, dass ich Lebensmittel nur pur esse - wenn ich Honig esse, dann gibt's nur Honig zu dieser Mahlzeit (bis es dem Körper reicht) - und wenn ich Eier esse, dann gibt's eben nur Eier (könnten dann auch mal ein paar mehr werden).

    Wobei ich mir Fasten durchaus auch vorstellen könnte (natürlich auf eigene Verantwortung) - das würde den Reinigungsprozess sicher unterstützen. Auch in der Natur gibt es ja Zeiten der Lebensmittelknappheit - der menschliche Körper sollte damit also umgehen können. Und ich war schon mal 10kg leichter als ich gegenwärtig bin - die werde ich in 10 Tagen sicher nicht wieder verlieren.

    Wenn Sie mehr über meine Art der Ernährung - die instinktive Rohkost - erfahren möchten: Hier gibt es einen umfassenden Überblick: http://www.rohkostwiki.de/. Ich habe zwischenzeitlich schon oft genug die Erfahrung gemacht, dass meine Instinkte eben tatsächlich nur bei rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln funktionieren. Und es wird nicht funktionieren, wenn ich jetzt plötzlich wieder mit dem Verstand entscheiden soll, wieviel ich wovon esse - mal ganz davon abgesehen, dass sich mein Körper vermutlich vehement gegen diese Malträtierung mit Kochkost wehren wird ... Durchfall (bekomme ich schon bei stärker verarbeiteter Küchenrohkost) ist da noch das geringste Symptom.

    Diese Vorgehensweise erfolgt auf ernsthaften Rat von Ärzten, die unsere Kurse aus eigener Erfahrung gut kennen.

    Das kann ich mir gut vorstellen - aber auch das sind vermutlich alles Kochköstler. Ich bewege mich nach 3 Jahren instinktiver Rohkost jenseits dieser Konzepte - nicht nur in Bezug auf meine Ernährung. Unter anderem bin ich auch dabei, mir sämtliche Zahnfüllungen entfernen zu lassen, da darüber ja auch eine schleichende Vergiftung stattfindet - und ich habe, nicht zuletzt Dank 40 Jahren Kochkost und übereifriger Zahnärzte, jede Menge Füllungen gehabt (fünf Kunststoffüllungen sind noch übrig, elf Zähne sind schon offen). Auch daher verbietet sich eine Ernährung mit nicht menschenkonformen Nahrungsmitteln - auf Karies und diverse sonstige Beschwerden falscher Ernährung habe ich nämlich keine Lust (habe mir über 40 Jahre aus Unwissenheit geschadet - ich denke das reicht). Solange ich mich roh-instinktiv ernähre, bin ich davor ja einigermaßen sicher.

    Mir wäre es recht, wenn wir diesbezüglich in einen konstruktiven Dialog eintreten könnten.

    Soweit ich weiß, bin ich ja nicht der einzige Rohköstler, der gern mal 10 Tage in die Ruhe gehen möchte.

    Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie damit einverstanden sind. Wir werden Ihre Anmeldung gerne weiter bearbeiten, sobald wir wieder von Ihnen gehört haben.

    Ich möchte darum bitten, meine Anmeldung weiter zu bearbeiten.

    Sie werden - entsprechend Ihrer Möglichkeiten - alle verfügbaren Lebensmittel auch roh und unverarbeitet anbieten (und entsprechend kennzeichnen). Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum Sie das nicht tun sollten.

    Ich werde - auf eigene Verantwortung - nur zweifelsfrei rohe, unverarbeitete Lebensmittel (nach Verfügbarkeit) verzehren, und betrachte diese Zeit als eine Form der Entsagung - nicht nur hinsichtlich des Sprechens und sonstiger Sinnesfreuden, sondern auch hinsichtlich der Ernährung.

    Alles Liebe,
    Ralph
    Vipassana Meditation

    Vipassana Meditation wie gelehrt von S.N. Goenka in der Tradition von Sayagyi U Ba Khin
    30-Jun-2015
    Lieber Ralph,

    vielen Dank für die Zusendung Ihrer Informationen. Leider können wir Ihre Bedürfnisse nicht erfüllen, da ein Küchenteam aus freiwilligen Helfern für mehr als 100 Personen Essen bereitstellen wird.

    Da wir nach Ihren Beschreibungen davon ausgehen müssen, dass Sie das angebotenen Essen nicht vertragen werden und wir auch nicht zustimmen können, dass Sie während des Kurses fasten – dazu ist dieser Meditationskurs eine zu intensive Erfahrung – können wir Ihnen leider keine Zusage für den Kurs geben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Kirsten

    für das Registrationsteam



    VIPASSANA MEDITATIONSZENTRUM

    Dhamma Dvara
    Alte Straße 6,
    08606 Triebel

    Tel: (49) 037434 79770; Fax: (49) 037434 79771
    Internet: www.dvara.dhamma.org
    E-Mail: info@dvara.dhamma.org

    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  • #2
    Ja, 10 Tage sind schon eine längere Zeit, um auf Nahrung zu verzichten, weil nichts geeignetes da ist.
    Meditation und Fasten passen zwar gut zusammen. Brauchst nicht viel Energie.
    Aber fasten sollte nie ein Verzichten sein, weil ich mich sonst vergifte.
    Eine freie Entscheidung, jetzt möchte ich meinem Verdauungsapparat Ruhe gönnen und geistig sensibler werden.

    Ich erzähle den Leuten nie, dass ich Rohköstler bin. Das erfasst niemand was es heisst.
    Esse lieber heimlich, als zu diskutieren und Vorträge halten. Und retten will/ muss ich niemanden mit meiner Lebensführung.

    Wähle

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Lanius Beitrag anzeigen
      Ja, 10 Tage sind schon eine längere Zeit, um auf Nahrung zu verzichten, weil nichts geeignetes da ist.
      Meditation und Fasten passen zwar gut zusammen. Brauchst nicht viel Energie.
      Aber fasten sollte nie ein Verzichten sein, weil ich mich sonst vergifte.
      Eine freie Entscheidung, jetzt möchte ich meinem Verdauungsapparat Ruhe gönnen und geistig sensibler werden.

      Ich erzähle den Leuten nie, dass ich Rohköstler bin. Das erfasst niemand was es heisst.
      Esse lieber heimlich, als zu diskutieren und Vorträge halten. Und retten will/ muss ich niemanden mit meiner Lebensführung.

      Wähle
      Der Punkt ist ja: Die stellen sich quer, die eigentlich vorhandenen rohen Lebensmittel anzubieten. Eine solche Idiotie muss man sich erstmal vorstellen.

      Davon abgesehen lüge ich nicht. Bei Bedarf unterschlage ich einfach den Teil, nach dem keiner fragt. Im vorliegenden Fall hatte ich zuvor telefoniert und da auch einen Menschen mit RK-Erfahrung an der Leitung - der hatte mir empfohlen, diese Thematik doch aktiv anzusprechen, denn nur wenn ein ausreichender Druck da ist, wird sich womöglich etwas ändern.

      Zum Thema fasten: In der Natur ist ja auch nicht immer alles vorhanden ...

      Heimlich essen geht da nicht - es gibt keine geeignete Lagermöglichkeit, und die haben da wohl ein Mäuseproblem (und ob ich unbedingt auf Mäuse als tierische Quelle zurückgreifen möchte, weiß ich auch nicht so recht).

      Alles Liebe,
      Ralph
      instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

      Kommentar

      Lädt...
      X