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Namaste den Foristen

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  • Namaste den Foristen

    Liebe Foristas,
    mein Klarname lautet auf Holger (keine Ahnung, was sich meine Eltern dabei gedacht haben^^). Nun ja, jedenfalls hatte ich jetzt schon um die 48 Jahre Zeit, mich daran zu gewöhnen. Aber Zwolle find ich irgendwie schöner, war mein Nick während der ersten Studienversuche 88/89 in Dresden, als ich vor lauter Studentenpartys nicht dem eigentlichen Zweck der Veranstaltung nachkommen konnte.
    Im Jahr des Feuerpferds 1966 bin ich am 11.11. in Ostberlin aufgeschlagen, habe krass behütete Kindheits-und Jugendjahre ebendort und vor allem auf der Datsche meiner Eltern im Speckgürtel verbracht, die Natur im Allgemeinen und die Freiheit im Besonderen lieben gelernt. Mit dem Beginn meiner Militärzeit im Grundwehrdienst war ich heftigen Brüchen unterworfen. Ich möchte das jetzt nicht vertiefen, aber als dann der Ostblock die längst überfällige Grätsche machte, hatte ich mich dringlich am eigenen Schopf aus dem Dreck zu ziehen.
    Mein zweites Leben startete dann im April ´90, als ich ein Studium der Erziehungswissenschaften an der TU Berlin aufnahm, das ich sogar sechs Jahre später abschloss. Zwischenzeitlich habe ich ausgedehnte Ausflüge nach Nord- und Mittelamerika unternommen, meine Frau kennen- und liebengelernt und bin meiner Reproduktionspflicht mit der Geburt meiner beiden wunderbaren Kinder nachgekommen. Derentwegen wir dann einen Fachwerkkotten in Schwiegerelternreichweite/Alleinlage/Ostwestfalen bei Minden kauften, ganz idyllisch mit Schäferhund, mehreren Katzen, Kaninchen, Hühnern und dem Diepholzer Gänsepärchen Clemens und Clementinchen. Was fehlte, war ganz eindeutig ein Job, doch auch das ergab sich dann, wie es eben geschehen sollte. Mittlerweile führen meine Frau und ich seit 18 Jahren ein Projekt, das sogenannten erziehungsschwierigen Kindern/Jugendlichen ein Leben mit uns allen vor Ort ermöglicht.
    Die Jahre plätschern so dahin, inzwischen sind die eigenen Kinder flügge, Tochter außer Haus, Sohn auf dem Sprung, da bleibt wieder etwas Zeit zur Selbstverwirklichung.^^ Im Zuge dessen ich an so staats- und ideologiezersetzendes Zeugs wie "Das Gelbe Forum" geriet und dann folgerichtig auch an so etwas Sonnenklares wie die instinktive Rohkosternährung. Seitdem lese ich sehr interessiert den klasse Blog von Susanne und Stefan inklusive Wiki. Seit neun Monaten bin ich auch praktisch dabei, habe fast 40 Kilo abgenommen, was mir persönlich aber gut gefällt, komme ich doch eher vom prallen Ende der Wurst.
    Es freut mich, auch auf dieses Forum aufmerksam geworden zu sein, und erhoffe mir zum jetzigen Zeitpunkt Ratschläge zum Erwerb einwandfreier Lebensmittel, da ich phasenweise nicht wirklich weiß, ob ich mich gerade ver- oder entgifte.
    Meine Augen signalisieren mir Schlummerlaune, für´s Erste gute Nacht.

  • #2
    Hallo Zwolle,

    herzlich willkommen hier im Abenteuer-Rohkost Forum!

    Ich freue mich, dass Du zu uns gefunden hast - wieder einer mehr, der nach eigener Aussage die instinktive Rohkost als sonnenklar erkannt hat.

    Die Frage nach Ver- oder Entgiftung wird auch bei gestandenen Rohköstlern immer wieder kontrovers diskutiert - erst jüngst geschehen auf dem Ostertreffen. Wie heißt's so schön: Nix genaues weiß man nicht. Letztlich ist die eigene Erfahrung durch nichts zu ersetzen, wobei man gut daran tut, jegliche Interpretation immer wieder kritisch zu hinterfragen.

    Nachdem Du Susannes und Stefans Blog erwähnst, möchte ich auch auf den Blogbereich hier im Forum aufmerksam machen: http://www.abenteuer-rohkost.net/blog.php. Vielleicht magst ja auch Du über Deine Ernährung Tagebuch führen - das würde es uns erleichtern, Dir Feedback zu geben.

    Alles Liebe,
    Ralph
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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    • #3
      Hallo Holger und herzlich willkommen im Abenteuer-Rohkost Forum!

      Mit dem Namen "Holger" konnte ich nicht gleich etwas anfangen, aber beim Lesen deines Geburtsdatums ist mir ein Licht aufgegangen.
      Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast.

      Deinen Namen finde ich wunderschön. Weißt du, dass es ein alter nordische Name ist, der sich aus zwei Begriffen, nämlich holmer = Insel und geirr =Speer zusammensetzt?
      Ausgerüstet mit einem Speer in deinem Namen hast du die besten Voraussetzungen, jedes deiner Lebensziele punktgenau zu erreichen.

      Ich wünsche dir einen fruchtbaren und bereichernden Austausch hier im Forum!


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      • #4
        Hallo Holger,

        ist doch kein untypischer Name für einen Ostjungen.

        Herzlich willkommen auch von mir.

        Dein Schreibstil liest sich für mich sehr amüsant, weiter so.

        Ich bin auch den Wiki-Autoren und Mathias sehr dankbar, dass sie ihren Weg zur einer einfachen, regionalen Rohkost demonstriert haben. Ich weiß nicht, wo ich heute ohne die Rohkost, aber vor allem ohne eine Änderung meiner süßen Gewohnheiten wäre; wobei letzeres sich gerade in diesem Winter beinahe wie von selbst ergab. Weg von den Tropenfruchtversendern, hin zu den Wildfrüchten der Natur. Dazu Wildfleisch, Meeresprodukte, viele Kräuter, immer eine Gemüseauswahl, eine begrenzte Obstauswahl und noch sehr viel weniger Trockenzeugs. So stelle ich mir das vor. Aber ich bin aktuell im 16. Rohkostjahr und demzufolge etwas in der rohköstlichen Pubertät, probiere merkwürdige Dinge aus und komme über diese Grenzerfahrungen zu meinem eigenen Stil. Und der lautet momentan: je einfacher, umso besser.

        Du scheinst ja die besten Voraussetzungen zu haben, um dich auf dieses Experiment mit Haut und Haar einzulassen. Viel Spaß daran, Genuss und Liebe dabei wünsche ich dir.

        Lerne aus der Vergangenheit.
        Träume von der Zukunft.
        Lebe im Hier und Jetzt.

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        • #5
          Dein Schreibstil liest sich für mich sehr amüsant, weiter so.
          Mir gefällt Holgers Schreibstil - weiß auch nicht, er "hat was".

          -lich Willkommen in diesem von mir liebgewonnenen verrückten Haufen, lieber Holger!

          Gelassenheit, Zufriedenheit, Wertschätzung, Frieden, Freiheit, Geborgenheit, gesundes Essen, im Einklang mit der Natur,... Und manche Menschen nennen sie primitiv.
          (Quelle unbekannt)

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          • #6
            Hallo, ihr Lieben,
            vorab: Danke für die herzliche Aufnahme.
            So allmählich muss ich erkennen, dass die bisherige Abneigung meinem Vornamen gegenüber im Grunde stellvertretend steht für negative Gefühlslagen gegenüber den verantwortlichen Namensgebern.
            Neben der körperlichen Entgiftung, die ich mitunter als zwar anstrengend bis nervig erlebe (ich habe das Glück, eine Toilette nur mit meinem Namen zu beschriften^^), jedoch hin zu einem Wohlfühlprickel der unbekannten, jedoch berauschenden Art, scheint ungefragt^^ auch der seelisch/geistig/emotionale Turbo zu zünden. Von meiner Libido seh ich nur noch die Rücklichter, mein inneres Gleichgewicht zerstäubt zur Illusion und nach all den roten Pillen in den letzten Jahren mutiere ich zum misanthropischen Nihilisten. Bei mir steht schon jeder Zweite vorverurteilend als Vollholger fest. Okay, so wird das nix mit der Namensaussöhnung.
            Aber mal ehrlich, meine Aggressivität steigt ziemlich beängstigend; kommt mir zwar beim Randori zugute (gell, Ralph), ist für den Alltagsgebrauch doch eher hinderlich. Überlege tatsächlich, mir demnächst mal ne "Züchowtherapie" zu genehmigen, doch irgendwie möchte ich auch autonom bleiben und keinen Klempner in mein Oberstübchen mit den vielen Hinterzimmern einlassen. Ist doch nicht geputzt und aufgeräumt.^^
            Mit dem Einstellen meiner täglichen Ernährungsirrtümer halte ich mich wohl noch ein wenig zurück, da krümme und winde ich mich noch wie der Glöckner, denn dann geht´s ans Eingemachte und ich muss die Galoschen auf den Tisch packen. Bis dahin vertreibe ich mir die spärlich angelegte Freizeit noch mit dem Durchforsten der spannenden Themen hier.
            Grundsätzlich aber möchte ich kurz einwerfen, wie ich das bisher grob handhabe. Der Vormittag bleibt gerade für mich als Lowbird bis auf ein/zweilitrige Wasserinfusionen der Entgiftung vorbehalten. Mittags geht´s dann stramm los mit z.Z. Zitrusfrüchten: bspw. 2 Grapies, 2 Clementinchen, 2 Orangen---alles riecht anziehend, aber eben nichts so, dass ich an Arwen denken muss, die vor Bruchtal die Wasserpferde sprudeln lässt, um die Nazgul abzuwehren. Dann nach Gusto noch ne Mango und ne Cherimoya, denen zwecks Abrundung ca. 250 gr. Datteln/Feigen folgen. Drei Stunden später wieder ran ans Abgestillte von Fachingen, gerne mit ner Salzlecke vorweg. Und nun die Krönung zum Abendmahl: Wieder sabbert nichts, aber dank Konditionierung zur täglichen Nahrungszufuhr finden in meinen Zellhaufen passabel duftende Dinge Einlass wie frische Algen, meist 2 Sorten, dann diverse Gemüse in überschaubaren Mengen, z.B. eine halbe Kohlrabi, 3 Scheiben vom Fenchel, paar Scheibchen Süßkartoffel, ne lange rote Paprika, ein Schnitz Gemüsezwiebel, ein Hauch Knoblauch. Meist dann 1-2 Stunden später noch Kopyor oder andere Nüsse im 3oo gr.-Spektrum. Bei tierischem Eiweiß habe ich ein Beschaffungsproblem, ich kann keine einwandfreien Eier erstehen, nicht mal im örtlichen Bioladen gibt es die Demterqualität. Fisch habe ich aus dem hiesigen Fachgeschäft schon erstanden, aber der schwamm dann wieder aus dem Kühlschrank, war wohl gefrorene Ware. Fleisch möchte ich selbst an die Burg holen, habe den Jagdschein vor kurzem gelöst, doch ist zur Zeit eher Ebbe am Waldrand. Gestern habe ich unbelehrbar noch mal einen Einkaufsversuch mit "garantiert" frostfreiem Plattfisch gestartet, ich muss sagen, er müffelt sogar anziehend.
            In diesem Sinne,
            volle Scholle,
            Holger, der Inselspeer, wofür auch immer

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            • #7
              Zitat von Zwolle Beitrag anzeigen
              Hallo, ihr Lieben,
              vorab: Danke für die herzliche Aufnahme.
              So allmählich muss ich erkennen, dass die bisherige Abneigung meinem Vornamen gegenüber im Grunde stellvertretend steht für negative Gefühlslagen gegenüber den verantwortlichen Namensgebern.
              Neben der körperlichen Entgiftung, die ich mitunter als zwar anstrengend bis nervig erlebe (ich habe das Glück, eine Toilette nur mit meinem Namen zu beschriften^^), jedoch hin zu einem Wohlfühlprickel der unbekannten, jedoch berauschenden Art, scheint ungefragt^^ auch der seelisch/geistig/emotionale Turbo zu zünden. Von meiner Libido seh ich nur noch die Rücklichter, mein inneres Gleichgewicht zerstäubt zur Illusion und nach all den roten Pillen in den letzten Jahren mutiere ich zum misanthropischen Nihilisten. Bei mir steht schon jeder Zweite vorverurteilend als Vollholger fest. Okay, so wird das nix mit der Namensaussöhnung.
              Aber mal ehrlich, meine Aggressivität steigt ziemlich beängstigend; kommt mir zwar beim Randori zugute (gell, Ralph), ist für den Alltagsgebrauch doch eher hinderlich. Überlege tatsächlich, mir demnächst mal ne "Züchowtherapie" zu genehmigen, doch irgendwie möchte ich auch autonom bleiben und keinen Klempner in mein Oberstübchen mit den vielen Hinterzimmern einlassen. Ist doch nicht geputzt und aufgeräumt.^^
              Hi Holger.

              In ähnlichen Situationen und Lebensphasen habe ich mich irgendwann (instinktiv ?-) zurückgezogen. Vielleicht um mich selbst zu schützen und auch andere nicht mit ungeschönten Gefühlsausbrüchen undoder unüberlegten Handlungen zu verletzen, leiden zu lassen oder zu gefährden.

              In diesem Refugium konnte ich bald meine Gefühle bewusst werden lassen, sortieren, und Zusammenhänge und Ursachen erkennen und abschließend mit größerem Selbstbewusstsein, getragen von einer tiefen inneren Ruhe, wieder in die Geselligkeit zurückkehren.

              Heute kann ich sogar anderen dabei helfen, ihre Emotionen besser zu verstehen ;-)


              Hört sich gut an was du machst - hau rein :-)


              Liebe Grüße
              Chris

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