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Gemüse riecht doch nicht ...

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  • Gemüse riecht doch nicht ...

    Jüngst erhielt ich Fragen einer Einsteigerin in die iRK. Da diese auch von allgemeinem Interesse sein könnten, poste ich meine Antworten gleich hier:

    Aber wenn etwas nicht duftet, wählt man es ja nicht, also ricehe ich an 'ner Mango und 'nem Salat, zieh' ich immer die Mango vor.
    Das ist klassische Instinkto-Vorgehensweise. Die instinktive Ernährung basiert darauf, hat sich aber noch etwas weiterentwickelt. Es geht um so viel mehr - was einem vor dem geistigen Auge erscheint, was einem begegnet, was man sieht (also bewusst wahrnimmt), wie es einem beim Verzehr und danach geht ...

    Ich koste prinzipiell alles, was nicht abartig riecht, wenn es mir 'in die Quere kommt' und meine innere Stimme mich nicht davon abhält.

    Es könnte z.B. sein, dass die Mango erstmal attraktiver ist - dann esse ich die, aber nach kurzer Zeit wird sie unattraktiv: widerwärtig süß, sauer oder was auch immer. Wenn ich danach noch nicht zufrieden bin, probiere ich auch mal von dem Salat - und womöglich erlebe ich eine Überraschung derart, dass der Salat jetzt plötzlich himmlisch schmeckt (Blattgemüse kann man quasi mit allen anderen Lebensmitteln kombinieren). Vielleicht geht auch da nur wenig, bis es im Mund zu pappen anfängt ... aber diese kleine Menge hat dann zu einer gewissen Abrundung / Vervollständigung geführt. Ich hatte auch schon bei simplem Gras auf der Wiese himmlische Phasen ....

    Andererseits ist ja leicht zu sehen, dass jegliches Gemüse (Gemüsefrüchte, Blattgemüse, Wurzelgemüse) auch bei mir grad keine große Rolle spielt. Es gab aber auch schon Zeiten, da habe ich einen ganzen Lattuga mit großem Genuss verzehrt - nicht, weil er sonderlich geduftet hätte, sondern weil er einfach geil geschmeckt hat.

    Sprich ich würde kein Gemüse mehr essen, so sehe ich dies zumindest bei mir. Auch Nüsse duften immer mehr als Gemüse. Verkopft verkopft, wie komme ich an mein Gemüse! Das ist doch wichtig?
    Nein, es ist nicht wichtig - jedenfalls nicht pauschal. Es ist wichtig, wenn es für Dich attraktiv ist. Duft ist nur ein Kriterium. Wenn Du ständig irgendwelches Gemüse siehst (real oder vor Deinem geistigen Auge) oder gar davon träumst, dann ist es eventuell wichtig und es empfiehlt sich, es Dir dann auch zu beschaffen und in Deine Auswahl mit einzubeziehen (auch zu kosten, wenn es nicht duftet) - aber nur zu essen, wenn und solange es gut schmeckt. Andernfalls kannst Du aber auch gut darauf verzichten ... bis es (wieder) attraktiv wird.

    Noch ein Beispiel von mir: Als ich im August in Frankreich einen rohen Freund besuchte, kostete ich da auch von einer von ihm angebauten Gurke - und welch Überraschung: Sie schmeckte genial - völlig im Gegensatz zu den hier verfügbaren Schlangengurken, die für mich auch duften (wenn z.B. meine Frau Gurkensalat macht), aber nicht schmecken (jedenfalls gegenwärtig nicht, das war auch schon mal anders). Von dieser Gurke konnte ich größere Mengen einschließlich der Schale essen - wohingegen meinem Freund diese Gurke schon "aus den Ohren wieder herauskam", und er zumindest die Schale schon gar nicht mehr essen konnte. Leider gibt es diese Gurke hier nicht - aber er hat mir Samen versprochen, insofern habe ich große Hoffnung, dass solche Gurken nächstes Jahr auch in unserem Garten wachsen ... mal sehen, ob ich dann immer noch entsprechenden Bedarf habe.

    Liebe Grüße,
    Ralph
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  • #2
    Das Problem mit dem Gemüse im Vergleich zum Obst !!! :

    Obst bleibt nach der Ernte länger frisch.
    Gemüse dagegen 'stirbt' schnell; mit Ausnahme von Knollengemüsen.

    Man sollte zumindest Blatt-, Stängel- und Blütengemüse mind. vom selben Tag geerntet zur Verfügung haben.
    Dann, meine Erfahrung, ist Gemüse bei mir öfter attraktiver als Früchte.
    Hatte vor 3 Jahren einmal die Gelegenheit, Brokkoli vom Feld direkt zu verzehren.
    Sonst im Gegensatz zum Blumenkohl eher zähfaserig.., aber nein.
    Frisch gepflückt, zerging der fast zwischen den Zähnen... und so 'fruchtig-frisch'.
    Ich habe 13 Stück verzehrt und hätte mehr essen können
    Gemüse hat mehr Mineralien und das merk' ich. Die himmlischen Phasen sind tiefer bei benötigtem und frischem Gemüse als mit importiertem Obst.

    Eigenen Garten muss man haben oder den Gemüsegärtner um die Ecke !

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Lanius Beitrag anzeigen
      Das Problem mit dem Gemüse im Vergleich zum Obst !!! :

      Obst bleibt nach der Ernte länger frisch.
      Gemüse dagegen 'stirbt' schnell; mit Ausnahme von Knollengemüsen.

      Man sollte zumindest Blatt-, Stängel- und Blütengemüse mind. vom selben Tag geerntet zur Verfügung haben.
      Dann, meine Erfahrung, ist Gemüse bei mir öfter attraktiver als Früchte.
      Hatte vor 3 Jahren einmal die Gelegenheit, Brokkoli vom Feld direkt zu verzehren.
      Sonst im Gegensatz zum Blumenkohl eher zähfaserig.., aber nein.
      Frisch gepflückt, zerging der fast zwischen den Zähnen... und so 'fruchtig-frisch'.
      Ich habe 13 Stück verzehrt und hätte mehr essen können
      Gemüse hat mehr Mineralien und das merk' ich. Die himmlischen Phasen sind tiefer bei benötigtem und frischem Gemüse als mit importiertem Obst.

      Eigenen Garten muss man haben oder den Gemüsegärtner um die Ecke !
      Hi Lanius,

      vielen Dank für diesen Tipp. Auch hinsichtlich der Begriffe (Blatt-, Stängel- und Blütengemüse) habe ich wieder etwas dazu gelernt. Hab' grad mal geschaut, da wird ja noch deutlich weiter unterschieden: Gemüse unterteilt nach ihrer Verwendung

      LG, Ralph
      instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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