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  1. #1

    Die Firma Orkos - Geschichte eines Niedergangs

    Orkos oder die zweite Vertreibung aus dem Paradies

    Klingt dramatisch, ist mir klar, aber es entspricht den Tatsachen. Ich weiss nicht, ob jemand im Forum alt genug ist, um Orkos noch zu kennen in seiner Blütezeit etwa um 1990 herum, also vor 28 Jahren. Die erste Generation Mitarbeiter, sozusagen die Pioniere und Herzblut-Idealisten, diejenigen, die mit ihrem ganzen Leben hinter der Sache standen. Man mag von Instincto halten was man will, und vergessen wir einmal die Hölle aus Missbrauch und Metapsychoanalyse, die diesen Idealisten den Kopf verdrehte - das Bollwerk der Grundidee von Instinkt, Körper und gesunder Nahrung steht nun einmal über allem, ist gültig und wahr, wie ein Leitstern, fast unerreichbar weit weg, in heutigen Zeiten umso mehr, wie mir scheint, aber dennoch für alle Zeiten eine echte Wahrheit.

    In dieser Orkos-Blütezeit von 1988 bis etwa zum Milleniumwechsel, als Jean-Marie Burger noch zum Team der Qualitätsprüfer und Einkäufer gehörte und die besten der langjährigen Instinctos die Palette der Produkte zusammenstellten, lieferte die Firma von Frankreich aus Früchte scheinbar aus dem Paradies selbst: Durian, Cempedak, Brotfrucht, Banane Rajah, indonesische Mangos. Und die Nüsse! Pekan Burkett, Pekan Mahan, ein Traum! Exorbitant hohe Preise, aber dafür eine Qualität, die einem die Tränen der Glückseligkeit in die Augen trieb. Früchte, in denen die himmlische Phase genetisch einprogrammiert schien. Früchte, die immer genau richtig reif ankamen, lange hielten, einfach weil sie substanziell in Ordnung waren. Man konnte Orkos damals blind vertrauen, konnte die Früchte und Gemüse ungewaschen verzehren mitsamt Schale, gar kein Problem, im Gegenteil: Mangos, Avokados und Bananen mit Schale verzehrt sind sättigend und auch psychsich befriedigend, weil mam mit der GANZEN Frucht in Verbindung steht.

    Ich will es kurz sagen: Orkos damals war Licht pur.
    Und nun ein Sturz in die Gegenwart. Orkosprodukte heute sind im Vergleich zu früher nur eine graue Masse trauriger Pflanzenabfälle.
    Aus schwerer Betroffenheit schreibe ich diesen Artikel, nachdem ich wieder, zum x-ten mal in Folge eine Avokadolieferung von Orkos bekam, die schlechter ist, als alles was Orkos sich je heraus genommen hat zu verkaufen. Und es sind nicht nur die Avokados. In den letzten Monaten waren es Pekannüsse, Cempedak, Papaya, Cherimoya, Mangos, Tomaten, Bananen, Oliven, ja eigentlich alles, was ich bestellte, war zum überwiegenden Teil von mangelhafter Qualität. Zu unreif, zu alt, krank wirkende Ware. Schlimm war vor allem das: Bestellte ich in einer Woche z.B. zwei Kilo Wild-Avocado, kam eine richtig gute Lieferung. Ich jubelte und bestellte voller Optimismus 8 kg für die Folgewoche. Das Resultat: ich kriegte überreife verpilzte Ware, bei der ich mehr als die Hälfte entsorgen musste. Müll für Geld. Wenn ich das hier schreibe, werde ich schon wieder wütend, merke ich. Oder traurig. Oder verzweifelt. Alles zusammen.

    Immerhin erstattete mir Orkos bei Reklamationen den Warenwert. Aber mir geht es hier um etwas anderes: Um Sicherheit und Vertrauen bei der Rohkost, um geschonte Nerven, um Freude, um Lust aufs Durchhalten, um Einsparung von Fahrtkosten, weil man die Orkossachen in den Müll werfen muss, und stattdessen kreuz und quer herumfahren muss, von Bioladen zu Bioladen, weil jeder ein paar ander Sachen hat, die gut sind.
    Und alle zusammen liegen sie immer noch Lichtjahre hinter dem Licht von damals.

    Es tut weh, das schreiben zu müssen.
    Guy Claude Burger sagte einmal, dass man mit Instincto die Mutter des gekochten Systems verliert und nach einer schmerzvollen Übergangszeit sich die Mutter aller Mütter, nämlich MUTTER NATUR, in einem neu installiert. Das stimmt absolut, bei mir war und ist es so, genau so. Und Orkos war die letzte Jahrzehnte für mich soetwas "wie das Tor zu Mutter Natur", ein ruhender Pol, ein Hort der Sicherheit. Seit einigen Monaten bricht das auseinander, und jetzt ist es für mich endgültig vorbei. Ich kann gar nicht sagen, was das für ein Gefühl ist. Und ich schreibe das hier, weil ich gern von den anderen Rohköstlern im Forum, die schon länger bei der Sache sind, wissen möchte, ob sie diesen Qualitäts-Niedergang, der vielleicht sogar überall stattfindet und keinen Anbieter und Versender auslässt, ebenso erleben.
    Was sagt ihr?

    Vielleicht liegt es aber auch an meinem Lebensort Schweiz. Gute Bioware ist hier praktisch nicht zu bekommen. Seit passion4fruit nicht mehr in die schweiz liefert, gibt es überhaupt keinen Versandhandel hier. Die Rohkost ist gegroundet, habe ich den Eindruck. Ein allegemeingültiges Phänomen: Der Begriff "Qualität" erfährt weltweit eine Inflation.

    Heute, kurz vor dem Jahreswechsel, habe ich den Eindruck, nun beginnt tatsächlich das "dunkle Zeitalter", die Menschen tauschen Leben gegen Digitalität aus, und passend zu diesem Zeitgeist der Entfremdung wandert die Rohkost von der untersten Schublade der Bedeutung geradewegs in den Keller ausgedienter Erinnerungen.

    Die Niedergang von Orkos erscheint mir als Symbol der Gegenwart.

    Ich bedaure das zutiefst. Es ist für mich wie ein Rauswurf aus dem Paradies, in dem ich mich über Jahre heimlich wähnte.

    Oder um mit James Tiptree jr., einer berühmten Autorin, zu sagen: "Ich erwachte und fand mich wieder an einem kalten Berghang"


    Jens Hafner
    (Autor von "Die Philosophie des Rohen")
    Geändert von Stefan (26.12.2018 um 18.32 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert.

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  3. #2
    ich kenne Orkos seit mindestens 1992; bis zu meinem Auswilderungsversuch von 2004 gab es dort auch tierische Lebensmittel mehrerer Tierklassen und die Früchte waren gehaltvoller und (auf Bestellung) reifer; seitdem finde ich, daſs der Abstand der Nahrhaftigkeit zwischen ihnen konventionell oder bio deutlich kleiner geworden ist.

    Wenn man allerdings begriffen hat, daſs nahezu alles im Umlauf befindliche „Geld“ aus dem Nichts erschaffen wurde, indem es per Kredit ohne Kreïerung der hierbei geforderten Zinsen kreïert wird, wodurch mittlerweile über 80% aller Einkommen im Zentralbankwesen verschwinden, so wundert einem das (alle 50 bis 80 Jahre sich wiederholende) Phänomen des Qualitätsverlustes (nicht nur der Lebensmittel) nicht mehr;

    leider stecken (insbesondere hinsichtlich schöpfungs-gerechter Ernährung) selbst die mit großem Abstand professionellsten Lösungs-Anbieter noch in den Kinderschuhen.
       An (ebensfalls mit reichlich Abstand) zweiter Stelle steht eine kürzlich neugründete Vereinigung.

    Und auf das erforderliche Wachstum der Vereinigungen besagter edler Absichten mag ich mich ebensowenig verlassen, wie auf das Fortbestehen der auf Handel beruhenden Infrastruktur.en.

    Übrigens halte ich es gur für möglich, daſs die Meta-Analyse von gewissen Personen bewuſst schleichend korrumphiert wurde um an Orkos einen Angriffpunkt zu installieren. 1994 war mir auf Montramé einer solcher Typen besonders aufgefallen — ein Phänomen, von dem jegliche wenigstens halbwegs erfolgreiche Vereinigung edler Absichten betroffen ist.

  4. #3
    Diese Erkenntnis kommt sehr spät. Ich hatte sie schon im August 2012 und habe am 8. August 2012 in meinem damaligen Tagebuch im Internet einen Eintrag mit dem Titel "Die Qualität der Lebensmittel von Orkos" veröffentlicht, in dem ich die diversen Qualitätsmängel, u.a. faulende statt nachreifende Bananen, faulende statt keimende Erdnüsse, fehlende Sperren und so weiter, dargelegt und über mögliche Ursachen nachgedacht habe. Gemäß meinen damaligen Recherchen fing der schleichende Niedergang der Qualität der von Orkos gelieferten Produkte schon im Mai 2005 an. Ein weiterer Schlag kam mit dem zwangsweisen Umzug nach Deutschland im November 2008, der dazu führte, daß keine Meeresprodukte mehr versandt wurden und alle Lebensmittel in einer eiligst gemieteten Lagerhalle in Essen, dem größten Kühlhaus Europas, gelagert wurden, mit meiner Ansicht nach gravierenden Problemen bei der Temperatur-Regelung der Kühlräume, die zum Anfrieren von Produkten führten.

    Letztlich sind dies alles Versuche, Erklärungen im Außen zu finden, statt im eigenen Inneren nach den Ursachen für diese schwerwiegenden Fehlschöpfungen zu suchen. Dort suche ich seit Anfang 2012 systematisch und habe einiges gefunden, für das ich Orkos nicht verantwortlich machen kann. Aus meiner heutigen Sicht ist die von Burger propagierte, instinktive Ernährung mit Rohkost langfristig nicht praktikabel, weil sie schwere, systematische Mängel aufweist, die dazu führen, daß die Versorgung mit Mineralstoffen schlecht ist und einem langfristig die Zähne kaputt gehen. Burger selbst ist mit seinem künstlichen Gebiß das Parade-Beispiel dafür und unzählige Rohköstler, die seine Form von Rohkost praktizierten, ebenfalls, mich eingeschlossen. Die Zahl der Rohköstler, die sich langfristig nach Burger ernähren (ich seit Juli 1993), ist wegen der Mängel dieser Rohkost-Form verschwindend gering, zu Recht, muß man sagen, denn mit einer nicht nur aus Fastfood bestehenden Kochkost ist man gesünder, leistungsfähiger und lebt länger als mit der Rohkost nach Burger.

    Ich habe meine Versorgung nach den Erkenntnissen des Jahres 2012 auf die lokalen Bioläden umgestellt und bestelle so gut wie nichts mehr per Versand. Ich weiß, was der Bio-Handel bei den einzelnen Produkten leistet und nicht leistet und habe damit meinen Frieden geschlossen. Es ist mir sehr lieb, mehrfach wöchentlich alles, was ich kaufe, optisch und geruchlich vor dem Kauf prüfen zu können, statt, wie vorher viele Jahre lang, die Katze im Sack zu kaufen. Ich vermisse die angeblichen Rohkost-Versender daher nicht. Wenn man sich aus dem lokalen Handel versorgt, kann das, was sonst ein wunderbarer Vorteil ist, nämlich in einem ruhigen Dorf mit sehr geringer Umweltbelastung zu leben, zum schweren Nachteil werden, weil man ein Auto halten muß, um in die nächste, größere Stadt fahren zu können, in der es bestenfalls einen Bioladen mit schlechter Auswahl gibt. Hier in der Großstadt habe ich zig Bioläden, darunter die sehr teure Kette "Basic", die es regelmäßig schafft, ganze Jackfrüchte und andere Exoten in oft guter Qualität heranzuschaffen, ferner diverse Sorten rohkost-tauglicher Nüsse. Es ist nicht das, was es damals bei Orkos gab, aber diesen Anspruch habe ich nicht mehr, weil ich dazu übergegangen bin, mich überwiegend von europäischen Lebensmitteln zu ernähren. Sapotillen, Mangostane und Trink-Kokosnüsse aus Thailand sind wunderbare Leckereien, die ich gelegentlich im Bio-Handel erwische, aber von ihrem Vorhandensein hängt meine Rohkost-Praxis nicht ab.

    Ich bin ab 2010 mit meiner Gesundheit bei 100%iger Rohkost nach Burger in schwere Schwierigkeiten gekommen, die trotz größter Bemühungen bis heute nicht behoben sind, aber die Ursache dafür sehe ich in mir selbst, nicht in dem zweifellos bedauerlichen Niedergang bei Orkos.
    Geändert von Stefan (27.12.2018 um 23.17 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert.
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

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  6. #4
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Aus meiner heutigen Sicht ist die von Burger propagierte, instinktive Ernährung mit Rohkost langfristig nicht praktikabel, weil sie schwerwiegende, systematische Mängel aufweist, die dazu führen, daß die Versorgung mit Mineralstoffen schlecht ist und einem langfristig die Zähne kaputt gehen. Burger selbst ist mit seinem künstlichen Gebiß das Parade-Beispiel dafür und unzählige Rohköstler, die seine Form von Rohkost praktizierten, ebenfalls, mich eingeschlossen. Die Zahl der Rohköstler, die sich langfristig nach Burger ernähren (ich seit Juli 1993), ist wegen der Mängel dieser Rohkost-Form verschwindend gering, zu Recht, muß man sagen, denn mit einer nicht nur aus Fastfood bestehenden Kochkost ist man gesünder, leistungsfähiger und lebt länger als mit der Rohkost nach Burger.
    Auch ich bin da mit eingeschlossen — auch zu Zeiten als Orkos noch allerbeste Qualität lieferte, weswegen ich bei mir kaum einen Zusammenhang zwischen Ernährungsproblemen und Orkosqualität sehe;
       zwar war die Konz'sche Variante erheblich mangelhafter, doch der Einbezug tierischer Lebensmittel hat, falls deren Verdauuen nicht mit süßen in die Quere kamen, das Mangelproblem erheblich entschärft, womit Guy-Claude immerhin Pionierarbeit geleistet hat.

    Entschärft ist aber nicht unbedingt behoben. Ein restlicher Mangel, der sich bei mir zu jeweils leichter Überlastungs- und Fehlkombinations-Sucht führte, war geblieben;
       Konz hatte schon geahnt, daſs Kräuter, insbesondere wilde, einer der Schlüssel zur Ganzheitlichkeit sind, hat sie aber wegen Veganismus und wegen Desinteresse hinsichtlich der Art und Weise, wie seine Vorbilder (die Berggorillas) es schaffen nennenswerte Mengen an Wildgrün zu essen, eher als Küchenrohkost verzehrt, wodurch Guy-Claude ihn unmöglich ernst nehmen konnte, wodurch der Instinkto-Pionier lediglich (sinnvollerweise hauptsächlich vormittags) das bleiche Kulturgemüse anbot;

    Zwar hab ich Küchen- und Wildkräuter dann mit einbezogen, aber erstgenanntes war mir auf Dauer zu kosten-intensiv und für die letztgenannten hatte ich mir lediglich während Überlebens-Übungen hinreichend Zeit betreffs Genießbarkeit genommen; zudem lebte ich in einer Großstadt, hatte dort weite Wege ins Grünland und obendrein große Mühe, mir morgens Zeit zum Ausprobieren, welche Auswahl an Kräutern mir hinsichtlich reichlicher Verzehrmenge am besten zusagt, zu nehmen.

    Erst seit ich auf dem Lande lebe und dort dank Wild- und Gartenwuchs direkt vor der Haustür genügend Zeit mir für das Erkunden bedarfsgerechter Verzehrreihenfolgen von Grünblattlebensmitteln genommen habe, habe ich den Eindruck, daſs meine Unzufriedenheit mit roher Ernährung erneut um mindestens eine Zehnerpotenz geschrumpft ist, sodaſs die Zufriedenheit damit nun so hoch ist, daſs ich auch unter Streſs nicht mehr in Versuchung komme, Nachlässigkeiten zu begehen bzw· eine ordentliche Strukturierung der RohErnährung mir sogar stets Freude bereitet.

    Die ersten ¾ dieses Monats hab ich zwar erneut keine Gelegenheit gehabt, in der Natur mir zusagende Kräuter aufzufinden bzw· mir hierfür zumutbar Zeit zu nehmen, doch in dieser Übergangszeit bin gut klargekommen mit Kulturkräutern und (von Orkos bestelltem) Meeresgrün; und weil ich nicht mehr den übermäßig hohen Nachholbedarf von einst hab (den ich damals lediglich nach Feierabend mit Unmengen Kulturgrün exorbitater Auswahl zu decken verstand) ist dies für mich nun preislich spielend leicht tragbar gewesen.
       Zudem hab ich (statt Wildkräuterauswahl) halbwildes Obst verfügbar gehabt und genutzt.

    Kurz gefaſst:
       das Einbeziehen tierischer Lebensmittel (wofür ich allerdings erst rohernährungs-taugliche Quellen ausfindig zu machen hatte) hat den Mangel erheblich verkleindert;
       und das Einbeziehen herbaler Lebensmittel (wofür ich die bedarfsgerechte Auswahl und Verzehrreihenfolge ausfindig zu machen hatte) hat (laut meiner bisherigen Erfahrung) den letzten Rest an Mangel (den ich in der Großstadt wegen unzureichendem Einkommen nicht zu beheben verstand) praktisch vollständig beseitigt;

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  8. #5

    Danke für die ausführlichen und interessanten Antworten!

    Einen Gruss an Stefan und Manfred und einen Dank für eure ausführlichen, spannenden, interessanten Antworten! Zu Instincto muss ich sagen: Ich habe damals auf Montarme Jean-Marie Burger kennengelernt, und er hat mich recht beeindruckt. Ich vermute, dass Instincto vor allen dann gut funktioniert, wenn man so von Geburt an ernährt wurde. Macht man es später, werfen einen die Tiefenentgiftungen und die Angst vor einem Vertrauen in die Heilkraft des Körpers aus der Bahn.
    Mit einer guten Proteinauswahl ist Instincto gar nicht so schwer, aber wenn zuviele Fremdstoffe in den Produkten der Auswahl drin sind (Schwermetalle, Pestizide usw.) können völlig unerwartete Prozesse im Körper ablaufen. Und manchmal haut die Angst bei bestimmten Entgiftungen einen dann raus aus der Rohkost. Weil wir eben nicht so geboren wurden, nicht von Kleinauf dieses Urvertrauen in den Körper haben. Hatten wir ja schon nicht zu gekochten Zeiten ...

    Es tut schon irgendwo "philosophisch weh", wenn man mit anderen Ernährungsweisen als Instincto gesünder und fitter durchs Leben kommt. Aber so isses wohl, und ein Patentrezept gibts nicht, einfach nur das individuelle Glück der richtigen Wahl, des richtigen Weges.

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  10. #6
    Sybille

    Aufruf dem Instinkt zu Liebe

    Hallo,

    bekanntlich ist f. Instinkto ja die einwandfreie und erschwingliche Versorgung das größere Problem.

    Könnte man ggf. so eine Art Register/ Datei f. Instinktos erstellen/ zusammentragen über:

    - Bezugsquellen wilder alter ursprünglicher Samen

    - Adressen von Instinktos die f. Instinktos auf Reisen einen Schlafplatz anbieten

    - Adressen aller Lieferanten, Produzenten von Orkos bzw. Orkosqualitaet und

    - von Selbstversorgern

    - Quellen Wildfleisch alter Rassen

    - Quellen hoch qualitativer Proteine/ Eier von Tieren alter wilder Rassen etc.

    - Hinweise welche Händler auf Fischgrossmaerkten von Kuttern beliefert werden, die auf See ihren Fang nicht ankochen

    - Plätze nicht verstrahlter Regionen seltener Kräutersorten u. Vielfalt zum sammeln u. tocknen/ lagern

    usw

  11. #7
    Zitat Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Es tut schon irgendwo "philosophisch weh", wenn man mit anderen Ernährungsweisen als Instincto gesünder und fitter durchs Leben kommt. Aber so isses wohl, und ein Patentrezept gibts nicht, einfach nur das individuelle Glück der richtigen Wahl, des richtigen Weges.
    Für mich ist die roh-instinktive Ernährung nach wie vor der gesündeste - und selbstredend auch der natürlichste - Weg mich zu ernähren.

    Auf diesem Weg gab es immer wieder Herausforderungen - und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Bisher habe ich jede dieser Herausforderungen meistern können - und ich bin guter Dinge, dass das auch zukünftig so sein wird.

    Wer stattdessen lieber von Problemen spricht, und wer diese Probleme dann gar zum Anlass nimmt, von der roh-instinktiven Ernährung abzurücken, der darf das gern tun - mein Ding ist das nicht, und ich habe auch kein größeres Interesse mehr, mich mit diesen "Problemen" anderer auseinanderzusetzen.

    Ich bestelle nach wie vor bei Orkos, ebenso bei Tropenkost und der Fruchtlawine. Zwischenzeitlich weiß ich, was ich von den gelieferten Lebensmitteln zu halten habe - welche besser sind als die im lokalen Handel verfügbaren und welche nicht. Wenn sich das ändert, adaptiere ich entsprechend. Eines werde ich aber nicht tun - aufgrund eventuell mangelhafter Qualität oder anderer "Gründe" wieder zu kochen. Sollte ich es dennoch irgendwann wieder tun, dann aus einer freien Entscheidung heraus - aber keinesfalls aufgrund eines (meinem Mangeldenken entspringenden) Mangels.

    Ich lebe im Jetzt und Hier - dieses "früher war alles besser"-Gejammere ist einfach nur peinlich. Wenn etwas nicht passt, kann ja jeder selbst Hand anlegen, um den gewünschten Zustand herbeizuführen - statt sich darüber zu beklagen, dass andere nicht tun, was er selbst für sinnvoll/angemessen/gut/toll oder was auch immer hält.

    LG,
    Ralph
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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  13. #8
    Zitat Zitat von Sybille Beitrag anzeigen
    Könnte man ggf. so eine Art Register/ Datei f. Instinktos erstellen/ zusammentragen über:
    Ich bin mir sicher, dass Du Dir diese Frage selbst beantworten kannst.
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  14. #9
    Zitat Zitat von Sybille Beitrag anzeigen
    bekanntlich ist f. Instinkto ja die einwandfreie und erschwingliche Versorgung das größere Problem
    Eben nicht. Das Verfahren der instinktiven Rohkost selbst ist das Problem.
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

  15. #10
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Eben nicht. Das Verfahren der instinktiven Rohkost selbst ist das Problem.
    Das braucht jetzt imho etwas Erläuterung - immerhin ist dies das Verfahren, welches unsere tierischen, nicht mit Erfahrung gesegneten Vorfahren seit Jahrmillionen nutzen.
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  16. #11
    Hallo Ralph, danke für Deine Antwort - ich gebe Dir unbedingt recht, die Instincto-Theorie ansich bleibt wahr, und grundsätzlich ist Rohkost gesünder als Kochkost, aber nur, wenn man sich nicht zu stark mit Chemikalien vergiftet. Ich habe mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Noch mal etwas genauer zum Thema "Jammern": Orkos und Instincto waren stets eine Einheit, und das hat sich stillschweigend heimlich geändert, ohne dass das Unternehmen das bewusst und transparent mitteilte, z.B. mit einem Hinweis: "Achtung, teilweise sind unsere Waren mit Vitriol behandelt, wir haben das entsprechend gekennzeichnet¨"

    Produkte von Orkos, das hatte etwas mit unbedingtem Vertrauen zu tun, und genau das ist wichtig bei Instincto, denn sonst verwechselt man immer wieder Entgiftung mit Vergiftung und kann sich unter Umständen fürs Leben stark schaden. Das kann man natürlich auch im gekochten System, es finden sich hunderte Lebensmittelskandale, oder, sarkastisch gesagt: die Friedhöfe sind voll davon; aber es ist wirklich so, dass man mit Rohkost schwer krank werden kann, wenn zum Beispiel zu viele Schadstoffe in den rohen Waren sind. Vertrauen ist daher absolut notwendig. Ich habe vor etwa zwölf Jahren einmal neapolitanische Hängetomaten von Orkos bekommen, die dunkelblau überzogen mit Kupfersulfat waren, so stark, dass man sie nicht waschen sondern nur noch wegschmeissen konnte. Als ich Orkos anrief, sagt man mir, das könne ich ignorieren, wenn man nicht kocht, steckt der Körper diese Kunstmittel locker weg, das entgiftet sich grad wieder. Kein Scherz! Die gleiche Antwort bekam Yashila einige Zeit später, als erste Avocado Hass bei Orkos blauverkrustet waren. Ihr sagte man sogar, dass man entweder eine Sperre habe, oder der Körper diese Stoffe grad mitverwendet. Uff! Das muss man erst mal "schlucken" ...
    Instincto und Allmachtsgefühle, eine Verbindung, die mir mehrmals begegnete. Fatal, wenn man sich zu wenig in Biologie und Chemie auskennt, sondern denkt, Instincto schützt mich vor ALLEM.

    Hier mal ein Link (aber es geht aktuell nicht nur um Kupfer, sondern auch um konventionelle Fungizide!): https://www.bioaktuell.ch/pflanzenba...erstop-de.html

    Mein "Jammern" bezieht sich ausschliesslich auf den Vertrauensverlust, ja, in Anbetracht der Webseite von Orkos und den abgegebenen Versprechen dort muss man offen von "Betrug" reden. So wie man zurecht auch jammern darf, wenn sich plötzlich herausstellt, die eigenen Eltern sind gar nicht die echten Eltern, man wurde jahrelang belogen und betrogen!
    Da ist Jammern am richtigen Ort.
    P.S: Nächste Woche lasse ich die Avocado Cocktail von Orkos in einem Labor untersuchen, und dann schauen wir mal, ob Jammern nicht tatsächlich auch eine "instinktive " Reaktion sein darf

    Gutes neues Jahr und viel Glück!

  17. #12
    Zitat Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Hallo Ralph, danke für Deine Antwort - ich gebe Dir unbedingt recht, die Instincto-Theorie ansich bleibt wahr, und grundsätzlich ist Rohkost gesünder als Kochkost, aber nur, wenn man sich nicht zu stark mit Chemikalien vergiftet. Ich habe mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Noch mal etwas genauer zum Thema "Jammern": Orkos und Instincto waren stets eine Einheit, und das hat sich stillschweigend heimlich geändert, ohne dass das Unternehmen das bewusst und transparent mitteilte, z.B. mit einem Hinweis: "Achtung, teilweise sind unsere Waren mit Vitriol behandelt, wir haben das entsprechend gekennzeichnet¨"

    Produkte von Orkos, das hatte etwas mit unbedingtem Vertrauen zu tun, und genau das ist wichtig bei Instincto, denn sonst verwechselt man immer wieder Entgiftung mit Vergiftung und kann sich unter Umständen fürs Leben stark schaden. Das kann man natürlich auch im gekochten System, es finden sich hunderte Lebensmittelskandale, oder, sarkastisch gesagt: die Friedhöfe sind voll davon; aber es ist wirklich so, dass man mit Rohkost schwer krank werden kann, wenn zum Beispiel zu viele Schadstoffe in den rohen Waren sind. Vertrauen ist daher absolut notwendig. Ich habe vor etwa zwölf Jahren einmal neapolitanische Hängetomaten von Orkos bekommen, die dunkelblau überzogen mit Kupfersulfat waren, so stark, dass man sie nicht waschen sondern nur noch wegschmeissen konnte. Als ich Orkos anrief, sagt man mir, das könne ich ignorieren, wenn man nicht kocht, steckt der Körper diese Kunstmittel locker weg, das entgiftet sich grad wieder. Kein Scherz! Die gleiche Antwort bekam Yashila einige Zeit später, als erste Avocado Hass bei Orkos blauverkrustet waren. Ihr sagte man sogar, dass man entweder eine Sperre habe, oder der Körper diese Stoffe grad mitverwendet. Uff! Das muss man erst mal "schlucken" ...
    Instincto und Allmachtsgefühle, eine Verbindung, die mir mehrmals begegnete. Fatal, wenn man sich zu wenig in Biologie und Chemie auskennt, sondern denkt, Instincto schützt mich vor ALLEM.

    Hier mal ein Link (aber es geht aktuell nicht nur um Kupfer, sondern auch um konventionelle Fungizide!): https://www.bioaktuell.ch/pflanzenba...erstop-de.html

    Mein "Jammern" bezieht sich ausschliesslich auf den Vertrauensverlust, ja, in Anbetracht der Webseite von Orkos und den abgegebenen Versprechen dort muss man offen von "Betrug" reden. So wie man zurecht auch jammern darf, wenn sich plötzlich herausstellt, die eigenen Eltern sind gar nicht die echten Eltern, man wurde jahrelang belogen und betrogen!
    Da ist Jammern am richtigen Ort.
    P.S: Nächste Woche lasse ich die Avocado Cocktail von Orkos in einem Labor untersuchen, und dann schauen wir mal, ob Jammern nicht tatsächlich auch eine "instinktive " Reaktion sein darf

    Gutes neues Jahr und viel Glück!
    Hallo Jens,

    für wen Instincto zu einer Ersatzreligion - und Orkos eventuell auch noch zur entsprechenden Kirche - geworden ist, dem ist nicht zu helfen.

    Ansonsten gebe ich Dir hinsichtlich des Vertrauensverlusts recht. Das "Problem" hatte ich nicht, da ich erst deutlich später eingestiegen bin. Aber vielleicht sollte man sich auch die Frage stellen, ob man da in Orkos nicht eine Art Ersatzeltern gefunden zu haben schien (von wegen bedingungslosem Vertrauen) - für mich ist Orkos ein Versender wie jeder andere, und die kochen alle nur mit Wasser und versuchen sich in Gewinnoptimierung (im Gegensatz zu einer auf Liebe und Vertrauen basierenden Partnerschaft / Familie).

    Die Aussagen von Orkos sind selbstredend Humbug - mit der gleichen Begründung könnte ich dann ja auch wieder kochen oder Benzin trinken - völlig indiskutabel.

    Jammern hilft aber nicht weiter! Entweder akzeptiert man den Status-Quo, oder man leitet konkrete Gegenmaßnahmen ein. Letzteres könnte sein, Orkos zu boykotieren (so wie beispielsweise Stefan), einen eigenen Online-Shop aufzuziehen, die anderen Shops zu testen (Tropenkost, Fruchtlawine, Jurasic-Fruit), wobei ich nicht weiß, ob die auch in die Schweiz versenden, oder auf Lokal- oder Selbstversorgung umzustellen.

    LG,
    Ralph
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

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  19. #13
    Zitat Zitat von Jens Hafner Beitrag anzeigen
    Hier mal ein Link (aber es geht aktuell nicht nur um Kupfer, sondern auch um konventionelle Fungizide!): www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/rebbau/kupferstop-de.html
    Jene Seite rechtfertigt sich für den Einsatz von CuSO₄ im Weinbeeren-Anbau. Eigentlich ist von der Biobranche zu erwarten, daſs sie nährboden-gerecht anbaut; und sie weiß auch, daſs Monokulturen über kurz oder lang die kultivierten Pflanzen einseitig ernährt und sie in Mangelkrankheiten führt.

    Außerdem sind sämtliche Weinbeeren (selbst die kernhaltigen) überaus überzüchtet (und manche bereits 3¼cm dick). Schaut man sich hingegen die meisten in Permakultur gemeinschaftlich mit anderen Pflanzen halbwild wachsenden Weinstöcke an, so wird man an diesen trotz völliger Unterlassung chemischer „Pflege“ nahezu keinerlei Krankheiten und ebensowenig Parasitenbefall feststellen.
       Zudem finde ich die halbwilden Weinbeeren wesentlich schmackfafter, sperrender und zufriedenstellender; die einzigen Handelsquellen solcher Beeren sind meines Wissens baden-württembergische Wochenmärkte und ein italiënisches Feinkostgeschäft in Stuttgart. Ansonsten macht sich nicht mal Orkos die Mühe, Erzeuger dieser wirklich rustikalen Beeren aufzufinden, sondern scheint hinsichtlich solchem Obst bestenfalls ferne Länder zu berücksichtigen.

    Auch Bäume brauchen Pflanzengemeinschaften um alle Nährstoffe, die sie brauchen, dem Boden zu entnehmen: »Die geheime Sprache der Bäume«:



    Der Referent führt beispielsweise (neben weiteren interessanten Gegebenheiten) auf, daſs (infolge Mischbewuchs gut mit Nährstoffen versorgt) gesunde Bäume völlig widerstandsfähig gegen Borkenkäfer sind, weil das Harz diese Insekten sehr schnell ertränken würde und bei (monokultur-bedingtem) Mangel der Harzfluſs oft unzureichend ist.

    Auch meines Erachtens ist es letztendes völlig sinnlos, darüber zu jammen, weil die Ursachen letztlich tiefgründigste Hauptursache der ganzen schwachsinnigen Infrastrukturen schuldgeldsystem-bedingte Oligarchie sind und Desinteresse an schöpfungsgerechter Ernährung, sowie ganzheitlicher Gesundheit.

    Daſs man durch eigenes Handeln etliches verbesern kann, ist auch mir klar; aber Alleingänge erfordern nunmal meist einen (energieverschwenderisch) erheblich größeren Aufwand als Gemeinschaftsarbeit; und weise einsichtig wird so gut wie niemand von heut auf morgen.
       Und wer Kritik nicht verträgt oder sie als Jammern abtut, der wird als Pionier nicht viel zu gemeinschaftlicher Lösung beitragen. Man kann die Worte aber bei hinreichender Geübtheit so wählen, daſs sie möglichst wenig als Jammern miſsverstanden werden, sondern als auflärende Information, die unerläſslich ist um ganzheitlich gemeinwohl-fördernd gesunde Zustände zunächst zu visualisieren und daraufhin zu erzielen.

  20. #14
    Zitat Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Das braucht jetzt imho etwas Erläuterung - immerhin ist dies das Verfahren, welches unsere tierischen, nicht mit Erfahrung gesegneten Vorfahren seit Jahrmillionen nutzen.
    Unsere tierischen Vorfahren scheinen es richtig zu machen, denn sie brauchen keinen Zahnarzt. Was genau sie richtig machen, versuche ich, herauszufinden.
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

  21. #15
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Unsere tierischen Vorfahren scheinen es richtig zu machen, denn sie brauchen keinen Zahnarzt. Was genau sie richtig machen, versuche ich, herauszufinden.
    Dies ist (zumindest mir) inzwischen wohlbekannt, denn schon kurz vor Anbeginn meiner Ernährungsumstellung hatte ich angefangen, praktisch danach zu forschen (weswegen ich mit Rohkost überhaupt begonnen hatte).
       Weil unsere tierischen Vorfahren sich von keinerlei Handelslebensmitteln ernährten, sondern von ausschließlich wildwachsenden ihrer zu Fuß erreichbaren Umgebung, habe ich zusätzlich etliche zoologische Fachbücher über Primaten gelesen (ganz besonders interessiert ein sehr ausführliches über Berggorillas) und mich mehrmals nach deren Vorbild von ausschließlich der Lebensmittelauswahlsbreite dieser Forschungsobjekte ernährt.
       Dabei ist mir rasch klar geworden, daſs gewisse Ernährungsfehler sich mit Handelslebensmitteln sehr leicht begehen lassen, jedoch mit ausschließlich lokalen Wildnislebensmitteln nur unter großer Anstrengung.

    Auch ist mir klar geworden, daſs die faserig sehr chlorphyhaltigen Lebensmittel die Zähne reinigen, sie mineralisieren und die zwischen nicht zuëinander passenden Lebensmitteln erforderlichen Verzehrpausen einwenig verkürzen.

    Schon die Naturvölker, gleich ob deren überwiegender Ernährungsanteil aus Datteln oder tierischem Fleisch besteht, haben nicht die exorbitante Lebensmittelauswahlsbreite westlicher Zivilisation binnen eines einzigen Tages, sondern bestenfalls im Rahmen der Jahreszeiten, weswegen jene (falls sie es weiterhin unterlassen, westliche Kost einzunehmen) alle erstklassige Zähne haben.

    Nicht nur manipulierte Lebensmittel irritieren den Instinkt, sondern auch per Fingerschnipp verfügbare Lebensmittelvielfalt westlich zivilisatorischer Art, weswegen ich Burgers Bleichgemüse durch hauptsächlich Kräuter ersetzt hab und dadurch es erheblich leichter habe, bewuſst die Verzehrpausen einzuhalten.

    Das Führen des Tagebuchs hat mich zusätzlich dazu ermuntert, diese Erkennisse im (zivilisatorischen) Alltag zu berücksichtigen.

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