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  1. #1

    Antriebssperre bei Pagoden

    Weil in Thailand selbstgeerntete Pagoden bei mir stets bestens verdauten, aber aus dem Rohkostversandhandel erworbene meistens abführend wirkten, hab ich geraume Zeit lang nur noch selten welche bestellt. Aber als sie jüngst etwas günstiger zu haben waren, hab ich kurz darüber nachgesonnen, ob die abführende Wirkung nur an einer versteckten Denaturierung liegen kann oder auch noch anderen Gegebenheiten.

    Dabei ist mir eingefallen, daſs es außer der geschmacklichen Sperre ja auch die Erwerbsunlust-Sperre gibt, die sich beim Verzehr von Heuschrecken durch Ungeschicklichkeit beim Erjagen dieser Tierchen bemerkbar macht und bei Früchten durch Unlust des Beklettern des Baumes oder der astlosen Palme. Bei Kokosnüssen kommt noch das lästige Abschälen der zentimeterdicken zähen Faserschicht hinzu. Die beiden letzteren Sperren entfallen ja üblicherweise bei Versandware, aber in der Natur scheinen sie die Palme vor Übernutzung zu schützen.

    Also hab ich doch nochmal welche bestellt, aber, um sie rasch aufzubrauchen, nur 4 kg davon, anstatt wie einst gleich 8, und hab die Pagode-Mahlzeiten stets dann beendet, wenn das geschmackliche Sperrsignal noch dermaßen geringfügig war, wie ich es aus Thailand kannte, sobald mir dort die Lust entweder am Hochkraxeln am scharfkantigen Palmenstamm vergangen war oder das mühsame Entfernen der mindestens daumendicken zähen Faserschicht.

    Diesmal wurden die Versandpagoden genausogut verdaut, wie die selbstgepflückten in Thailand.
       Stefan hat in irgendeinem Beitrag oder Kommentar jüngst darauf hingewiesen, daſs Susanne für die Erwerbsunlust-Sperre ein ihr eigens eingefallenes Wort nutzte, das mir aber entfallen ist.

  2. #2
    Es gibt eine Sperre, die ganz prima unter heutigen Umständen funktioniert: optische Abstoßung schon im Laden. Wenn die Ware unschön aussieht, dann ist es ein Zeichen dafür, daß es keinen Bedarf gibt. Umgekehrt kann es passieren, daß bestimmte Produkte, die es bisher nicht waren, optisch anziehend werden. Dann ist es ein gutes Zeichen für einen Bedarf.
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

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  4. #3
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Sperre, die ganz prima unter heutigen Umständen funktioniert: optische Abstoßung schon im Laden. Wenn die Ware unschön aussieht, dann ist es ein Zeichen dafür, daß es keinen Bedarf gibt. Umgekehrt kann es passieren, daß bestimmte Produkte, die es bisher nicht waren, optisch anziehend werden. Dann ist es ein gutes Zeichen für einen Bedarf.
    Das kenne ich in gewissem Ausmaß eher von Laden-Obst und Wild- und Kulturgrün (wobei Schorfflecken, angepickte Stellen und reifebedingte Druckstellen durchaus sehr schön aussehen können). Aber Pagoden hab ich bislang in noch keinem Laden angetroffen, nichtmal einst in der Stuttgarter Markthalle.

    Heute hat dies bei Weinbeeren ganz gut geklappt. Vor kurzem hab ich noch ausschließlich mit den beiden Augen geschaut und hinsichtlich des Reifegrades einige Fehlgriffe gehabt. Heute hab ich während des Schauens mit dem Sehsinn zusätzlich auf ein nicht näher ortbares und nur sehr leises Signal geachtet, welches mir mittels ganz leichter Beeinflussung des Sehsinn mitteilte, in welcher Schale die allerreifsten Beeren sind. Zuhause war ich überrascht, wie genau dieses Signal die reifsten Beeren erkannt hat.

    Vielleicht hat dieses Gefühl kürzlich auch erkannt, daſs da Bedarf an Pagoden vorhanden war. Ob es allerdings auch in der Lage ist, Hektokilometer weit entfernte Pagoden oder andere Lebensmittel zutreffend zu beurteilen, ist mir bislang noch nicht oder kaum ins Bewuſstsein eingedrungen. Vergleichbares kenne ich bislang nur aus veröffentlichten Video-Interviews mit Augenzeugen, die in den 1950-Jahren mit einem telepathisch hochbegabten Heiler (Bruno Gröning) zu tun hatten.

  5. #4
    Hab noch vergessen zu erwähnen, daſs ich diejenigen Schalen, die ich aus unerfindlichen Gründen lieber liegengelassen hab, anschließend näher betrachtete und dann feststellte, daſs deren Beeren nahe der Stängel die für mangelhafte Reife typisch etwas aufgehellten Stellen aufwiesen, was bei den ausgesuchten nicht der Fall ist. Vielleicht weisen die besonders Reifen Beeren auch Merkmale auf, die das gewöhnliche Auge (ohne die Beeren von der Unterseite näher zu betrachten) nicht mehr bewuſst wahrnehmen kann.

  6. #5
    Zitat Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
    Aber Pagoden hab ich bislang in noch keinem Laden angetroffen, nichtmal einst in der Stuttgarter Markthalle.
    Die Bioladen-Kette "Basic" hat zumindest in meiner Stadt recht häufig geschälte Trink-Kokosnüsse, Flugware aus Thailand, sehr teuer, aber es gibt wenigstens etwas und es ist Bio-Qualität. Google meint, daß es in der Breitscheidstraße 6, 70174 Stuttgart einen Basic gibt. Wie wär's?
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

  7. #6
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Google meint, daß es in der Breitscheidstraße 6, 70174 Stuttgart einen Basic gibt. Wie wär's?
    Aus Nordhessen fast genausoweit so weit weg wie Berlin.

  8. #7
    Zitat Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
    Aus Nordhessen fast genausoweit so weit weg wie Berlin.
    Wenn Du dich ständig darauf konzentrierst, wie es nicht geht, wirst Du nicht heraus finden, wie es geht.
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

  9. #8
    In Kassel, allerdings 40 km weit weg von mir, gibts zwar keinen Basic-Markt, doch ich werd mir dort mal die Bioläden der Stadt ansehen, zumal ich dort wegen möglicherweise künftigem Bedarf an elektronischen Bauelementen vielleicht öfter mal hinkommen werde. Eine Markthalle gibts dort auch, wobei die nur an 18 Stunden in der Woche geöffnet hat; deren Freifläche sogar nur 13.

    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Wenn Du dich ständig darauf konzentrierst, wie es nicht geht, wirst Du nicht heraus finden, wie es geht.
    Mich auf das zu konzentrieren, was geht, heißt für mich, daſs mir dies auch lohnenswert erscheinen muſs, was wiederum heißt, daſs ich die Lebensmittelmärkte in 40 km Entfernung nur dann regelmäßig aufsuchen werde, wenn deren Angebot um einiges bedarfsgerechter ist als das der nur 10km entfernten.
       Zudem gibt es in meiner näheren Umgebung endlich wieder einen Türken, der zwar sicherlich keine Pagoden führen wird, doch dessen Angebot immerhin sommers und herbsts interessant sein könnte.

  10. #9
    Zitat Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
    Hektokilometer
    Die Kombination mehrerer Maßeinheiten-Vorsätze scheint mir eher atypisch. Allerdings gibt es keinen Vorsatz für 105, insofern bliebe nur 100km oder 0.1Mm.
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  11. #10
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Die Bioladen-Kette "Basic"
    Sonderlich homogen sind deren Filialen aber nicht über Deutschland verteilt: https://basicbio.de/Maerkte.aspx
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  12. #11
    Zitat Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Die Kombination mehrerer Maßeinheiten-Vorsätze scheint mir eher atypisch. Allerdings gibt es keinen Vorsatz für 105, insofern bliebe nur 100km oder 0.1Mm.
    Sehr vereinzelt sind mir solche Mehrfachvorsätze mit 10^4 oder 10^5 schonmal vorgekommen. Den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen gibt man (allerdings ohne entsprechenden Vorsatz) noch heute in 10^5×(Li÷m) an. Im Internationalen Einheitensystem stand mal Myria für 10^4, wurde dann aber nicht ins SI-System übernommen.

    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Wenn Du dich ständig darauf konzentrierst, wie es nicht geht, wirst Du nicht heraus finden, wie es geht.
    Das, was nicht geht oder nicht empfehlenswert ist, überwiegt nunmal nicht selten, weswegen es nicht selten sinnvoll sein kann, auch auf das, was nicht geht, zwecks Aussortierkriterium, dem Begründen des Aussortierens und dem Warnen vor Fallstricken, zu achten. Damit dies zum Ziel führt, muſs das Ziel allerdings hinreichend bekannt sein, stark genug angestrebt werden und nach Aussortierung oder Auflösung des Unerwünschten im Vordergrund stehen.

    Kurz gesagt: etwas zu erwähnen ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit dem dich-darauf-Konzentieren.

    Selbst in Skripten und Programmiertexten kommt man, wenn sie wunschgemäß funktionieren sollen, nicht immer um das Nicht herum; Nicht wahr?


  13. #12
    Zitat Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Sonderlich homogen sind deren Filialen aber nicht über Deutschland verteilt: https://basicbio.de/Maerkte.aspx
    Für Opera (Opera/9.80 (X11; Linux i686; U; de) Presto/2.7.62 Version/11.00) ist diese Seite unerreichbar. Wahrscheinlich ist er veraltet und wird somit ausgeschlossen. Den Firefox erkennt sie hingegen anstandslos an.

    Desselbe Problem hatte ich mal mit Stefans und Susannes Tagebüchern, wenn ich sie mit dem IExplorer.4 sowie Opera an-navigierte. Beide Browser gaben sich als IExlorer aus. Nach dem ich den Inhalt des Opera-Schlüssels general.useragent.override in einen Firefox-Inhalt änderte, war in Opera das Problem beseitigt. In meinem jetzigen Opera vermisse ich diese Einstellstellmöglichkeit, was mich aber nicht weiters stört, weil ich standardmäßig den FireFox nutze.

  14. #13
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Wenn Du dich ständig darauf konzentrierst, wie es nicht geht, wirst Du nicht heraus finden, wie es geht.
    Hätte ich mich eben nicht auf das Unerwünschte konzentriert, so hätte ich nun aufgrund kleingedruckter oder versteckter Hinweise garantiert wiedermal ein Meeresprodukt bestellt, das aus konventioneller Aquakultur stammt, mit Salzwasser gekocht wurde, eingefroren oder aufgetaut ist, mit Sulfiden oder Benzoesäure konserviert oder von dem nur Gliedmaßen (Scheren) angeboten sind.
       Primär ist es zwar wichtig, sich auf das Ziel zu konzentrieren; aber wenn dies im Vorab eine Aussortierung des Unerwünschten erfordert, so ist hierzu sekundär auch eine Konzentration darauf unumgänglich, weil es der anschließend erneuten Konzentrationsfähigkeit auf das Erwünschte sehr förderlich ist.

    Sowohl das Anstreben des Ziels als auch das Filtern der Irrwege bedürfen mehr oder weniger der Konzentration.
    Geändert von Manfred (11.03.2018 um 21.35 Uhr) Grund: Tippfehler behoben

  15. #14
    Zitat Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Sonderlich homogen sind deren Filialen aber nicht über Deutschland verteilt: https://basicbio.de/Maerkte.aspx
    Wenn man sich diese Verteilung ansieht und speziell die in Berlin, wo zwei der drei Läden im Reichen-Bezirk Zehlendorf und der dritte an der Einkaufsmeile Schloßstraße liegen, dann könnte man auf die Idee kommen, daß die Standorte gnadenlos nach der Kaufkraft der Umgebung ausgesucht wurden. Wäre nicht weiter verwunderlich, denn die Preise dieser Kette sind hoch. Dafür gibt es in der Obst- und Gemüse-Abtellung recht häufig etwas, das man bei denns oder alnatura nie findet. Ein breites Angebot hat seinen Preis.
    instinktive Rohkost seit 07/1993 - Vorstellung

  16. #15
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Wenn man sich diese Verteilung ansieht und speziell die in Berlin, wo zwei der drei Läden im Reichen-Bezirk Zehlendorf und der dritte an der Einkaufsmeile Schloßstraße liegen, dann könnte man auf die Idee kommen, daß die Standorte gnadenlos nach der Kaufkraft der Umgebung ausgesucht wurden.
    Da fehlt aber eindeutig eine Filiale im Großraum Erlangen-Nürnberg.
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

  17. #16

    Basic in Nürnberg

    Im ehemaligen Nürnberger Einkaufszentrum "Maximum" befand sich bis Mitte 2016 eine Filiale der Basic AG. Angeblich musste sie schließen, weil der damalige Eigentümer des "Maximum" Insolvenz angemeldet hatte. Das Frischkost-Sortiment war deutlich breiter gefächert, als in den hiesigen "ebl"-Märkten aber, wie schon Stefan schrieb, auch deutlich teurer. Ich meine mich zu erinnern, dort meine ersten Grenadillen erstanden zu haben. Glücklicherweise gibt es in Nürnberg neben den bekannten Filialisten einige kleine Bioläden, die mich mit ihrem Angebot an Früchten und Gemüse schon das ein oder andere Mal positiv überrascht haben.

  18. Danke Stefan bedankte(n) sich für diesen Beitrag
 

 

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