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  1. #1

    Question Krebsrisiko durch hohen Methionin-Gehalt in Fleisch

    Hallo Manuela,

    jüngst schriebst Du:
    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    Wg. Methionin: Guck mal Nutritiondata, da kannst du über die Tool-Funktion sehen, welche Nahrungsmittel den höchsten Methioningehalt haben. Das liest sich fast wie ein Who is who der Krebsförderer. Das war damals ein Grund, warum ich vegan wurde.
    Nun war mir bisher noch kein Zusammenhang zwischen Methionin und Krebsrisiko bekannt. Ich weiß nur, dass Methionin eine der essentiellen Aminosäuren für den Menschen ist.

    Beim Suchen nach "Methionin Krebs" bin ich auf diesen Foren-Beitrag bei Aging und Praevention gestoßen: Methionin

    Da wird Methionin aber eher als hilfreich bei der Krebsprophylaxe gesehen. Lediglich bei bereits vorhandenem Krebs wird erwähnt, dass Methionin das unkontrollierte Zellwachstum womöglich fördert und daher reduziert werden sollte.

    Insofern würde mich interessieren, woher Du denn die Info hast, dass Methionin krebsfördernd ist und daher generell gemieden werden sollte.

    Liebe Grüße,
    Ralph

  2. #2
    Hi, ich hab das damals alles grundlegend recherchiert als ich auf vegan umgestellt habe, auch in Bezug auf Biochemie. Die Links habe ich evtl. noch auf meinem alten Rechner. Die müsste ich mal abchecken. So langsam - nach meinen Erfahrungen mit dem Fisch und den Eiern - überlege ich sehr intensiv, ob ich das Vegansein wirklich aufgeben möchte. Aber dazu schreibe ich ein anderes Mal mehr.

    Es ist richtig: Methionin ist eine essenzielle Aminosäure, die von vielen Veganern sogar oft in zu geringem Maße aufgenommen wird. Eine bestimmte Menge ist immer notwendig.

    Aber: Wenn der Methioningehalt eines Lebensmittels, das regelmäßig (!) verzehrt wird, über dem Bedarf des Menschen liegt, steigt das Krebsrisiko. Das ist wohl mit ein Grund dafür, warum die Frau von Burger an Krebs gestorben ist (evtl. gab´s da auch mehrere, wer weiß das schon ....).

    Methionin säuert den Körper an und stört empfindlich die Homöostase. Frauen, die häufig Milchprodukte verzehren, leider auch öfter an Infektionen der Ausscheidungsorgane. Das liegt natürlich am insgesamt zu hohen Eiweißanteil, aber Methionin wurde in Studien oft als Hauptverursacher ausgemacht. Trotzdem gibt es Ärzte, die das genaue Gegenteil empfehlen bei solchen Patientinnen. Ziemlich schwachsinnig. Sehe ich gerade bei einer meiner Chefinnen sehr deutlich.

    Ich muss da mal neuere Studien recherchieren. Die unbedenkliche Grenze liegt jedenfalls deutlich unter 700 mg pro 100 g Lebensmittel.

    Ganz ehrlich: Ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass Veganer seltener an Krebs erkranken, weil sie deutlich weniger Methionin zu sich nehmen (so lange sie sich nicht mit Soja, Getreide und Ölen vollstopfen). Der Organismus muss weniger Anstrengungen unternehmen, die säuernde Wirkung von M. zu neutralisieren.

  3. #3
    IC!

    Aber meinst Du nicht, dass der Körper (mit Hilfe seiner Sinne / seines Instinkts) selbst am besten weiß, was gut für ihn ist?

    Es ist ja generell keine gute Idee, mehr von irgend etwas zu sich zu nehmen, als es der Körper benötigt. Aber wieviel der Körper wovon braucht, weiß keiner besser als eben der Körper selbst - so sehe ich das zumindest.

    Bin schon gespannt auf weiter Postings zu diesem Thema!

    Liebe Grüße,
    Ralph

  4. #4
    Die Entstehung von Krebs an einem einzigen Stoff festzumachen, halte ich für Humbug. Davon abgesehen, lässt sich mit Studien so ziemlich alles beweisen, was man beweisen will. Als Orientierungshilfe für eine ausgewogene Ernährung halte ich sie deshalb für ungeeignet.

    Zitat Zitat von Ralph Beitrag anzeigen
    Aber meinst Du nicht, dass der Körper (mit Hilfe seiner Sinne / seines Instinkts) selbst am besten weiß, was gut für ihn ist?
    Das ist auf jeden Fall meine Meinung.

  5. #5
    Liebste Susanne,

    wenn du ein fundiertes Ernährungswissen hast und dir schon viele Studien, Bücher oder was auch immer für Formate angesehen und / oder verinnerlicht hast, dann weißt du (oder solltest zumindest wissen), dass es Substanzen in unseren Nahrungsmitteln gibt, die definitiv krank machen (seien es nun mutierte Zellen, Allergien oder sonst was).

    Abgesehen davon hinterfrage ich bei jeder Studie - zumindest soweit mir selbst möglich - die Grundlage, d. h. wer hat sie in Auftrag gegeben, unter welchen Bedingungen hat sie stattgefunden etc.

    Außerdem schrieb ich von "Risiko" und dass es bei der genannten Dame vermutlich auch andere Gründe gehabt haben kann.

    Du kannst jedoch nicht leugnen, dass

    a) eine unangemessene Menge an Eiweiß
    b) ein Omega 6-Überschuss
    c) zu viele KH
    d) zu viel Fett
    e) Fruktose

    krank machen. Das ist nur ein Ausschnitt. Ich denke, du weißt, was ich meine. Auch Campbells Studien beinhalten Fakten über Methionin (ja, auch wenn die China Study derzeit so zerrissen wird, ist der Großteil w a h r).

  6. #6
    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    wenn du ein fundiertes Ernährungswissen hast und dir schon viele Studien, Bücher oder was auch immer für Formate angesehen und / oder verinnerlicht hast, dann weißt du
    Ich weiß nichts.

    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    Du kannst jedoch nicht leugnen ...
    Ich leugne alles.

    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    Auch Campbells Studien beinhalten Fakten über Methionin (ja, auch wenn die China Study derzeit so zerrissen wird, ist der Großteil w a h r).
    Was ist w a h r? Dass es in dieser Studie wie in fast allen zum Thema Ernährung um Kochkost geht? Und dass man daher solche Studien als Rohköstler getrost vergessen kann?

  7. #7
    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Ich weiß nichts.

    Ich leugne alles.


    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Was ist w a h r? Dass es in dieser Studie wie in fast allen zum Thema Ernährung um Kochkost geht? Und dass man daher solche Studien als Rohköstler getrost vergessen kann?
    Zumindest, wenn man sich instinktiv ernährt. Gourmet-Rohkost und Kochkost sind ja nicht wirklich soo weit voneinander entfernt - in beiden Fällen hat der Körper keine Chance, sich genau das in genau den Mengen zu holen, was er braucht.

    Die Frage ist ja: Vertraue ich auf irgendwelche Studien, oder vertraue ich meinem Körper? Ich setzte auf den zweiten Ansatz - aber dafür braucht es ein paar Voraussetzungen ...

    Alles Liebe,
    Ralph

  8. #8
    Wie weiß man denn, wann solche Voraussetzungen erfüllt sind?

    Egal, hier erstmal das Ergebnis meines ersten Rechercheschwalls:

    Besonders die letzten beiden Sätze im ersten Abschnitt:

    http://nemhja.tripod.com/nemmethy.htm

    Praktische Ansichten mal hier:

    http://zeitgunst.com/forum/regenerat...rung-t370.html

    https://www.facebook.com/ProVegan/posts/594771470581643

    http://www.hirntumor.de/forum/index....pic=933.0;wap2

    Der letzte Satz hier:

    http://psynopsis-review.blogspot.de/...methionin.html

    Unter "Methionine restriction":

    http://en.wikipedia.org/wiki/Methionine

    Hammerseite:

    http://www.benbest.com/calories/Meth.html

    Das hier ist auch in Bezug auf Zucker interessant:

    http://www.examiner.com/article/adva...nsion-strategy

  9. #9
    Susanne,

    wie kannst du alles leugnen, wenn du nichts weißt?

    Und wenn du nichts weißt, warum ersparst du uns dann nicht dein nicht-vorhandenes Wissen hier?

  10. #10
    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    Und wenn du nichts weißt, warum ersparst du uns dann nicht dein nicht-vorhandenes Wissen hier?
    Ich habe genug davon, ein Grund zu sparen besteht also nicht.

    Spaß beiseite: In diesem Forum geht es um Rohkost. Ich bin seit vielen Jahren auf diesem Weg und kann nicht nur mit angelesenem Wissen zum Thema aufwarten sondern mit persönlichen Erfahrungen. Mittlerweile funktioniert meine Rohkost-Praxis, d.h. ich lebe zu 100% roh. Glaubst du nicht, dass mein Wissen auf dem Gebiet der Rohkost für die meisten Interessierten wesentlich hilfreicher ist, als Studien, die von Kochköstlern erstellt wurden?

  11. #11
    Hi Manu,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    Du kannst jedoch nicht leugnen, dass

    1. eine unangemessene Menge an Eiweiß
    2. ein Omega 6-Überschuss
    3. zu viele KH
    4. zu viel Fett
    5. Fruktose

    krank machen.
    Dosis facit venenum.

    Zu viel Eiweiß, KH oder Fett machen krank, vermutlich auch zu viele Vitamine oder Mineralstoffe - genau so wie zu wenig. Das ist irgendwie offensichtlich

    Allerdings stellt sich mir die Frage, wer entscheidet, was unangemessen bzw. zu viel ist. Ich bin davon überzeugt, dass der menschliche Körper das - bei einer natürlichen Ernährung - am ehesten selbst entscheiden kann (so wie jedes Tier das ja auch kann) - und das kann individuell durchaus ganz unterschiedlich sein.

    Zitat Zitat von Manuela Beitrag anzeigen
    Auch Campbells Studien beinhalten Fakten über Methionin (ja, auch wenn die China Study derzeit so zerrissen wird, ist der Großteil w a h r).
    Woher weißt Du, was w a h r ist? Jedenfalls hat er mal nicht zwischen denaturiertem und natürlichem (roh, unverarbeitet, ungemischt, ungewürzt) Fleischverzehr unterschieden ... das scheint mir w a h r zu sein.

    Alles Liebe,
    Ralph

  12. #12
    Eben bin ich auf einen Artikel von Angelika gestoßen, den ich bisher noch nicht gelesen hatte: Schwefelhältige Aminosäuren und Rohkost, vegane wie auch omnivore, NEMs und Pulver

    Da es da auch um Methionin als eventuell begrenzenden Faktor (zu wenig ist genau so schädlich wie zu viel, wie ich ja weiter oben schon erwähnte) geht, halte ich es für angezeigt, an dieser Stelle darauf zu verweisen.

    Alles Liebe,
    Ralph

 

 

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