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  1. #1

    Was braucht es für Karies ??

    Immer wieder dieses Thema in der Rohkost und anderswo

    Der Hauptschuldige (vermeintlich) : Niedermolekularer Zucker. Quellen : Erhitzte Stärke ( seit ein paar Tausend Jahren vom Menschen genutzt ) und für uns im Visier, die Zucker aus dem Obst.

    Was benötigt Karies zum Entstehen ?
    Eigentlich schon bekannt genug :
    Zucker, Strepptococccus mutans und ein paar andere Mikroorganismen und die Zähne.

    Aber Karies entsteht ja nicht schon nach einmaliger Infektion von S.m. und nach ein paar Zuckermahlzeiten.
    Steter Tropfen...

    Bei den einen sehr früh , bei anderen gar nicht.
    Warum ich hier schreibe : bei einen mit schlechter Mundhygiene und regelmässigem Verzehr von Glukose tritt Karies nicht in Erscheinung, bei anderen schon früh bei gleichem Zuckerverzehr und Hygiene oder noch besserem Putzen der Zähne.

    Woran liegt's, dass bei einem Sohn von G.C. Burger, der von Geburt an roh war und deren Eltern schon einige Jahre vor seiner Zeugung schon roh assen, trotz Früchteverzehrs und ohne Zähneputzen (oder kaum) keine Karies auftrat ?

    Warum hatten die Hunzas, als sie noch Selbstversorger waren, trotz Verzehrs von nicht mässigem Zuckerverzehr ( erhitzte Gerste und ihre bekannten getrockneten Aprikosen und wenig Proteinen) kaum Karies ?

    Auch in vielen Entwicklungsländern, wo vor allem Reis gegessen wird, haben die Kinder auch kaum eine besorgnisserregende Zahnfäule oder gar keine.

    Bei dem Sohn von Burger, vermute ich eine ausgewogene Ernährung (gute Mineralienversorgung) und der damit erstklassigen Speichelflüssigkeit, die Karies hemmt.

    Bei den Hunzas das selbe. Gute Mineralstoffversorgung, aber auch wieder längere Fastenperioden, die Karies aushungern.

    Warum die Hungernden in der Entwicklungsländern nicht von Karies befallen werden, obwohl sie sich meist von erhitzter Stärke ernähren, liegt nach Meinung eines Zahnarztes daran, dass sie eben sehr wenig essen (Karies entsteht nur bei einem Ueberangebot) und Reis auch erhitzt weniger kariogen ist als Brot und Zucker.
    Karies also nur bei Uebermass an Zucker (?)

    Es ist komplex. Wenn man bedenkt, das auch Schimpansen in der Wildnis daran erkranken können.
    Ein Forscher hat mal bei einem Drittel einer von ihm untersuchten Population, mindestens ein Loch gefunden. Wenig zwar, aber immerhin.
    Auch vor der Ernährung mit Getreide kam es sehr selten mal zu starker Karies.

    Was braucht's also zur Ausbreitung und Manifestation von Kariesherden im Mund ?

    Zucker, oft zugeführt, lange haftend an den Zähnen.
    Schlechte Reinigungswirkung des Speichels. Mineralienarmer Speichel.
    Zu wenig Proteine (Mineraliennutzung) und Gemüse (diese Putzen oft leichte Plaque weg) (?)

    Oh ja, das noch !!! : mineralienarmer Zahnschmelz, der sehr schnell von Karies befallen wird, weil er Säuren schlecht widersteht.
    Beim Zivilistaionsmenschen ist der Zahnschmelz sehr 'weich';. beim Urmenschen hatte er fast Diamanthärte !!
    Das kann's auch ausmachen

    Wie dem auch sei.
    Lösungen diesem Problem zu begegnen sind schon bekannt.

    Ob ganz/ weitgehend auf Zucker/ Kohlenhydrate zu verzichten was bringt ?
    Gegen Karies wohl.
    Aber ob man sich dann mit der Kompensation mit mehr Tierischem und Fetten da nicht andere Beschwerden einhandelt, wenn man keinen Eskimostoffwechsel hat ?
    Probiert's aus, wer will.
    Dann weiss es die Allgemeinheit auch, ob das der beste Weg wäre.

    Und :
    Fast alle Naturvölker wollen auch Kohlenhydrate nutzen : Süsskartoffeln in Neuguinea, Maniok im Amazonasbecken, Gemüsebanane in Indonesien/Südamerka, Yams und Taro in der Südsee (trotz Meeresfrüchtereichtums).
    Braucht der Mensch zur Ausgewogenheit die Zucker, sei es Knollen oder Obst (vorzugsweise fruktosearm) ?????
    Oder soll er sich zur Kariesvermeidung ganz davon verabschieden ??

    Dann kann man ja auch noch die Zahnhygiene intensivieren..
    Mehr Zähneputzen, Sterilisieren.

    eieiei, seit der Mensch das Paradies verliess, ist das Leben schwierig geworden.

    Für mich zumindest gilt auch zu dem Thema :
    Handeln nicht aus Angst, lieber aus Liebe

  2. Gefällt mir Sabine, Mela, Thomas, Susanne, Ralph gefällt dieser Beitrag
  3. #2
    Nach meiner Erfahrung braucht es nennenswert zuckerhaltige Nahrung und zusätzlich Eßsperrenübertretung (durch Vorsatz, Freßsucht, nachlässiges Beachten, Überzüchtung, Zubereitung) oder Mischverdauung;

    um sie (bei zuckerhaltiger Nahrung) zu verhindern braucht es schöpfungs-natürlicher Zustand der Nahrung, zuverlässige Eßsperrenbeachtung und einzelnes Verdauen des Lebensmittels (oder höchstens zusammen mit sehr ähnlichen oder neutral-krautigen).

    Mehr war bei mir nie erforderlich.

    Daß die Primaten in der Lage sind, schöpfungs-natürlichen Zustand und menschliche Manipulation zu unterscheiden, bezweifliche ich ebenso wie daß die erforschten (also mit Kochis in Kontakt gekommenen) sich ganz ohne überzüchtete Früchte oder gar Kochklost ernähren.

  4. Gefällt mir Ralph gefällt dieser Beitrag
    Danke Ralph bedankte(n) sich für diesen Beitrag
  5. #3
    Hab mal gegoogelt: http://www.apotheken-umschau.de/Karies/Karies-Ursachen-und-Risikofaktoren-11642_2.html

    Also da steht:

    Im Speichel jedes Menschen befinden sich natürliche Stoffe, die an den Zähnen kleben bleiben und Zahnbelag bilden. Dazu zählen hauptsächlich verschiedene Eiweiße aus dem Speichel, aber auch Nahrungsbestandteile.
    Daneben gibt es Bakterien, vor allem Streptokokken, die natürlicherweise im Mund vorkommen und sich auf das Leben auf Zahnoberflächen spezialisiert haben. Sie siedeln sich auf dem Zahnbelag an und verarbeiten Zucker und Kohlenhydrate aus dem Essen. Als Stoffwechselprodukt entsteht dabei Säure, die den Zahnschmelz angreift und Bestandteile (zum Beispiel das Mineral Kalzium) aus ihm herauslöst. Der Prozess nennt sich Demineralisation.

    Schon Kleinkinder können Karies bekommen. Eine besonders dramatische Form ist das sogenannte "Nursing-Bottle-Syndrom" – auch Nuckelflaschenkaries genannt. Ursache sind meist zucker- oder fruchtsäurehaltige Getränke in der Nuckelflasche. Die Säuren greifen dabei vor allem die Schneidezähne an. Der Speichelfilm wird abgespült, das Zuckerangebot fördert das Bakterienwachstum. Dies kann die Zähne völlig zerstören. Die Nuckelflasche sollte daher nicht als Schnullerersatz dienen, um das Kind zu beruhigen, sondern nur zum Trinken – und dies nur solange, bis das Kleine aus einem Becher trinken kann.
    Karies gehört zu den Infektionskrankheiten und ist ansteckend. Die auslösenden Bakterien können durch den Speichel der Eltern auf das Kind übertragen werden, zum Beispiel wenn die Mutter den Schnuller oder Nuckelflaschenaufsatz ableckt. Eltern sollten daher möglichst darauf verzichten und selbst auf eine gute Mundhygiene achten.

    Allerdings findet man kaum Studien etc zu dem Thema, glaub es ist verhältnismäßig wenig erforscht bisher. Glaub in deinem Fall wär besonders der zweite Absatz interessant. Demnach ist karies zum einen ansteckend, also kann von den Eltern übertragen werden und Nuckelflaschen können ein grund dafür sein.
    Geändert von Ralph (23.02.2017 um 17.32 Uhr)

  6. #4
    Zitat Zitat von biancal_lamda66 Beitrag anzeigen
    Allerdings findet man kaum Studien etc zu dem Thema, glaub es ist verhältnismäßig wenig erforscht bisher. Glaub in deinem Fall wär besonders der zweite Absatz interessant. Demnach ist karies zum einen ansteckend, also kann von den Eltern übertragen werden und Nuckelflaschen können ein grund dafür sein.
    Ich sehe den Zusammenhang zu den vorangegangenen Posts nicht. Bitte um Klarstellung. Auf welchen "Deinen Fall" beziehst Du Dich, und was willst Du mit dem Zitat zum Ausdruck bringen?

    Ich habe definitiv die Karies verursachenden Bakterien im Mund - bis zu meinen 43. Lebensjahr wurden alle 16 Backenzähne erodiert. Seither bin ich roh, habe sämtliche Füllungen ersatzlos entfernen lassen und habe - trotz 16 offener Zähne - keine Karies mehr.
    Geändert von Ralph (23.02.2017 um 18.01 Uhr)
    instinktiv-roh seit 08/2012 - Vorstellung - über mich - Rohkost-Tagebuch

 

 

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