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  1. #1

    Heilfastenblog

    Ambulantes Heilfasten in Wien. Heute auch mein erster Fastentag mit Glaubern. Meine Gründe fürs Fasten.

    Ich leite gerade eine kleine, aber sehr feine ambulante Heilfastengruppe in Wien in der Superfoodbar. Parallel dazu faste ich ebenfalls. Heute habe ich das Fasten mit der Einnahme des Glaubersalzes begonnen. Ich habe mich diesmal für das Glaubern entschieden, weil ich bis gestern mittag noch gearbeitet hatte (als Sozialpädagoge) und nach einem 27h-Dienst, sowie der Vorbereitung der Fastengruppe, eine stärkere Zäsur zum Alltag brauche. Das Glaubern reinigt gerade meinen ganzen Darm. Seit der Einnahme um ca. 11:00 entleert sich der mein Darm schub- und schwallweise seit ca. 11:45. Ich bin gespannt wie lange das noch anhält, da ich danach noch Zitronen, Pfefferminztee und Äpfel (für die Säfte) einkaufen fahren will - mit dem Rad natürlich.Meine diesmaligen Beweggründe fürs Fasten: Ich esse wieder sehr viel süßes Obst - am allerliebsten zur Zeit "Bananengatsch" (zerdrückte Bananen mit gemahlenen Hanfsamen, rohem Kakao, Vanille, Zimt und anderen Lebkuchen-Gewürzen - urlecker, nahrhaft und gesund) und definitiv esse ich insgesamt zu viel und zu häufig, sodass ich mich nicht ganz wohl fühle in meinem Körper. Wie alles hat auch das psychische und geistige Ursachen - irgendetwas möchte ich nicht ganz wahrnehmen und lenke mich daher mit Essen ab. Ich werde mir dies im Fasten anschauen und nach dem gestrigen Telefonat mit meiner Freundin komme ich dem auch schon auf die Spur. Ein Punkt ist sicher, dass ich versuche Geborgenheit und Sicherheit in der Beziehung mit ihr zu finden - und gleichzeitig habe ich die tiefe, innere Gewissheit, dass dies nicht geht. Es gibt keinen Halt. Es gibt nur Sein. Das Bedürfnis nach Sicherheit kommt aus der Angst, aus dem Denken, aus dem Bestreben etwas Vergehendes festhalten zu wollen. Die scheinbare Sicherheit in der Beziehung tötet diese. Soll die Beziehung lebendig sein, muss sie in jedem Moment neu geboren werden.Ich will mich also mit dem Fasten meinen Ängsten stellen. Die sehr starke Kraft meiner Freundin als Heilerin ist auch eine erotische Kraft, die sehr anziehend wirkt auf Männer. Diese Macht macht auch ihr Angst, noch mehr aber strebt sie dahin diese zu leben und zu sein. Dafür muss sie sich öffnen, sich der unendlichen Kraft des Moments vorbehaltlos hingeben - was dann passiert, ist nur mehr unter ihrer Kontrolle - unter meiner Kontrolle schon gar nicht ;). Davor habe ich Angst. Das macht mich eifersüchtig. Leider unterdrücke ich diese Gefühle allzu oft. Aber jetzt werde ich mich diesen ganz hingeben.Zurück zum Essen: Ich werde auch nach dem Fasten, das Salz wieder ganz weglassen. Bei den süßen Früchten bin ich mir noch nicht ganz klar, eventuell starte ich ein neues Experiment - passend zum Winter - Vegane Rohkost ohne Süße für 100 Tage. Beim ersten Mal habe ich ja nach 70 Tagen beendet, da sich mein ganzes Leben verändert hat. Aja, ob ich vegan bleibe (bin jetzt 15 Jahre vegan), lasse ich mir offen. "Roh" werde ich wohl bleiben.Beruflich bin ich jetzt hauptsächlich als Sozialpädagoge in der Burschen-WG, die ich vormals geleitet habe, tätig - bis Ende Juni 2014. Bis dahin möchte ich auch konkretisieren, wie ich beruflich als Sozialpädagoge, Fastenleiter, Energetiker weiter mache - wobei sich schon jetzt abzeichnet, dass ich Heilfastengruppen leiten möchte - weniger (bis gar nicht) Rohkost- bzw. Basenfastengruppen. Auch Rohkost-Workshops reizen mich nicht wirklich. Lieber leite ich Gruppe zum Ho'oponopono und vor allem mache ich liebend gerne Fußwaschungen. Mal schauen, wohin es mich zieht.Insgesamt geht es darum meinen "tantrischen" Weg zu vertiefen, besser ihn zuzulassen. Wobei "tantrisch" nichts anderes meint, als den Moment voll und ganz wahr zu nehmen. Zu sein. Zu genießen. Mich hinzugeben. Aus der Vereinigung der Quelle (dem Nichts) und der Macht zu handeln. Da bin ich wieder bei der Angst :). Ich habe noch Angst vor dieser Macht. Aber einen Weg zurück zum konditionierten Handeln und Denken gibt es nicht mehr. Es zieht mich in den Moment. Das Nachdenken über Vergangenes oder Zukünftiges ist leer, ist tot.Und da gibt es noch das Begehren an sich, das mich erschauern lässt, das alles bewegt, das mich verbrennt. Dazu werde ich wohl auch was schreiben: "Das Begehren ist sich selbst genug." Es braucht nichts. Es muss nicht gelöscht oder befriedigt werden.So und jetzt (13:45) geht es wieder aufs WC. Vielleicht fühl ich mich ja dann leer genug fürs Einkaufen fahren...

  2. #2
    Ambulantes Heilfasten in Wien. Zweiter Tag.

    Gestern späten Nachmittag hatte ich noch einen gewaltigen Energieschub, fuhr mit dem Rad mit vollem Tempo durch Wien und kam aus dem Hochgefühl gar nicht mehr heraus. Am Abend trank ich noch ca 3/4l klare Suppe (Rotkraut, Zwiebel, Kümmel), die aber trotz des Kümmels (und der Tatsache, dass ich nur das Flüssige zu mir nahm) zu leichten Blähungen führte. Die allerletzte Entleerung durch das Glaubersalz war übrigens ebenfalls erst am Abend (gegen 19:00) - also gute acht Stunden nach Einnahme. Ich vermute, dass dies auch darauf zurückzuführen ist, dass ich wohl zu wenig getrunken habe - eher bei zwei Liter (nach dem Glaubern) statt bei drei.In der Nacht gab es noch ein 1,5-stündiges Telefonat mit meiner Freundin, die gerade eine weitere Ausbildung - Heilen mit Klängen oder so - macht. Ihre Begeisterung über das Erlebte (ihre Privatsphäre wahrend gehe ich nicht ins Detail, aber normalerweise reagiere ich auf das Geschilderte eifersüchtig), löste in mir weniger Eifersucht und Angst aus, sondern interessanterweise einen Zustand, den ich als "Nüchternheit" bezeichnen würde, meine Freundin meinte "Härte" - Realitätssinn würde auch gut passen. In einem besonderen Rahmen spezielle Zustände zu erleben, ist zwar ganz nett - und ich möchte meine Erlebnisse bei Aufstellungen, Schwitzhütten, Fastenwochen, Selbsterfahrungsseminaren etc. nicht missen - aber sich im Alltag und dem Alltag hinzugeben, diesen voll und ganz wahrzunehmen, ist die wahre Kunst (des Lebens). Für mich selbst würden solche Seminare aber jetzt eher als Flucht erscheinen. Exstase braucht keine Bedingungen, keine Objekte, keine Rituale. Exstase braucht nur die Hingabe an alles, was ist, und das Loslassen von allen Vorstellungen, was ist. Die Hingabe an meine Vorstellungen bewirkt dieses Loslassen von ganz alleine...Ich forderte meine Freundin noch auf: "Gib Dich mir hin - voll und ganz." Das ist die große Kunst, sich der Angst zu stellen und sich ganz hinzugeben. Und ich erkannte, dass es meine Aufgabe ist zu richten und zu herrschen. Und um das klar zu stellen: das geht nur in einem Zustand der vollkommenen Hingabe, ansonsten führt dies natürlich zu Gewalt und Unbewusstheit. Aber auch diese Erkenntnis lasse ich los - es ist, was ist. Es wird sein, was sein wird.Meine Freundin meinte zu Ende des Telefonates, ich wäre klar und bewusst, aber so kam ich mir nicht vor. Es ist auch irrelevant, wie mein (damaliger) Zustand bezeichnet wird.Nach dem Schlafen auf dem Balkon bin ich ziemlich gerädert von meinem Wecker geweckt worden. Da ich mich mit meiner Fastengruppe getroffen habe, musste ich aufstehen, sonst hätte ich meinem Körper gegeben, was er wollte - Ruhe. So mühte ich mich ab, setzte mich aufs Rad (40 min), um dann gute zwei Stunden mit meiner Gruppe zu spazieren. Unterbrochen von dem hawaiianischen Morgenritual sowie der Erklärung des Einlaufes und des Leberwickels. Nach dem Spazieren war ich dann so müde, dass das Heimfahren mit dem Rad nur langsam vonstatten ging. Zwischendurch machte ich dann sogar Pause auf der Hängematte in einem Park.Zuhause machte ich mir Saft aus 2 sauren Äpfeln und einem halben grünen Salat (ca. halber Liter). Diesen löffelte ich unverdünnt. Genau das brauchte ich anscheinend. Denn ich hatte solche Lust auf Obstsaft, dass ich noch Saft aus 3 Orangen verdünnt mit Wasser getrunken habe. Wasser allein - auch das Kangenwasser, das ich zur Zeit zuhause habe, schmeckt mir nicht ausreichend. Ich habe kaum Lust auf Wasser. Auch Tee ist nur in geringen Mengen meins. Wobei ich gestern zum Glaubern 1,5l Fruchttee getrunken habe. Nach dem Leberwickel - wieder auf dem Balkon liegend, gab es noch mal eine Orange (Saft) mit Wasser und am Abend noch eine Suppe (0,4l; Karotten, Petersilienwurzel).Dazwischen war ich wütend, traurig, enttäuscht, verletzt, weil sich meine Freundin entschieden hat, noch länger beim Seminar zu bleiben. Ich war und bin mir aber bewusst, dass es meine alleinige Verantwortung ist, welche Gefühle ich habe und auch sie reagierte mit Akzeptanz und Liebe, so dass ich mir jetzt doch überlege, sie auch in der Nacht vom Zug abzuholen ;).Insgesamt bin ich jetzt gerade - nach einem Tag mit vielen verschiedenen Zuständen - wieder mittig, aber irgendwie war ich dies den ganzen Tag.

  3. #3
    Ambulantes Heilfasten in Wien. Gestriger dritter Tag.

    "Fasten ist schon ein interessantes Gebiet für sich. Dazu gehört ein Menge Vertrauen in den eigenen Körper. Auch wird man viel feinfühliger, fängt an, sich zu erinnern. Man kann sich nicht mehr mit Essen betäuben, oder den "Kick" geben. Ich finde, Fasten ist eine Art Therapie. Aber eher in die Richtung: Konfrontationstherapie. Mit sich selbst. Es ist einfacher, geliebt zu werden, oder zu lieben, anstatt sich selbst zu lieben, oder genug zu lieben, um von der Liebe der anderen nicht so abhängig zu sein. Denn LIEBE erwartet NICHTS. Nur die Liebe allein ist frei von Bedingungen, Angst, Eifersucht. Je mehr man klammert, umso weniger ist man bei sich. Je weniger man aber bei sich ist, umso verletzlicher ist man. Das wollte ich dir nur mal noch schreiben, weil mich deine Zeilen berührten, Nacht" , das schrieb mir eine Leserin des Blogs.Ich kann das nur bestätigen :): Das Vertrauen in sich und den Körper, die Feinfühligkeit, das Nicht-Mehr-Betäuben-Können mit dem Essen, dass Fasten eine Konfrontationstherapie mit sich selbst ist. Aber das mit der Liebe empfinde ich anders:Duale Liebe bezieht sich auf ein Objekt außerhalb - meine Partnerin, mein Kind, mein Beruf. Zur Dualität gehört nun mal aber neben dem angenehmen Wachstum auch das Vergehen, das wir meist ablehnen. Diese Ablehnung bewirkt Angst, Eifersucht, ja bis zu Rachegefühlen und Hass. In einem Zustand der Akzeptanz, der absoluten Liebe, werde ich neben der Vergänglichkeit von allem, eben auch diese Gefühle annehmen. Auch dem Widerstand gegen diese Gefühle gebe ich mich hin, allem gebe ich mich hin. Ich bin alles. Ich bin die Liebe (zu jmd.), ich bin die Schönheit, die Freude, der Hass, die Angst, der Schmerz. Ich möchte die negativen Gefühle - meine Angst, mein Schmerz, meine Schuld, meine Scham, mein Hass, meine Eifersucht... - nicht verwandeln, transformieren, loswerden. Im Gegenteil ich ehre diese, ich begebe mich in die Angst, in den Schmerz etc. hinein. Ich flüchte nicht mehr vor mir und dem Leben. Ich genieße immer mehr alle Seiten des Lebens. Verschwinden dadurch die negativen Gefühle? Hab ich dann keine Erwartungen mehr? Nein, aber sie verlieren ihren Schrecken, weil ich nicht mehr davonlaufe. Aber auch dem Davonlaufen kann ich mich hingeben, auch dieses kann ich genießen. Und auch meiner Verurteilung, dass ich davonlaufe, kann ich mich hingeben.Hingabe ist ein Zustand der Akzeptanz, der Wahr-nehmung mit allen Sinnen, des Genusses. Ich begebe mich in den Fluss des Lebens und lasse es passieren. Nichts mehr zu tun oder zu verändern. Nichts mehr wogegen ich kämpfen müsste. Und dann passiert das Ungewöhnliche, das Spontane: Ich handle aus meinem Herzen heraus - wenn ich es denn zulasse, mich auch diesen Impulsen aus dem Inneren hingebe. Hin-gabe ist also kein passives Verharren, sondern beinhaltet auch, sich der Macht und der Kraft hinzugeben und diese zu leben.Zum gestrigen Tag: Viel Säfte getrunken. Dann danach auch müde gewesen, da der Körper viel Insulin ausgeschüttet hat, um den Zucker der Säfte zu neutralisieren, und dadurch Unterzucker im Blut entsteht. Habe dann am Nachmittag nach dem unverdünnten Karottensaft geschlafen. Auch nach dem verdünnten Orangensaft am Abend fühlte ich mich leicht benommen. Außerdem hatte ich gestern den ganzen Tag Appetit - was ich auf die Säfte zurückführe. Interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte - offensichtlich muss ich manches immer wieder mal ausprobieren ;). Heute probiere ich es mal mit grünen Säften. Und ich habe gerade kalte Hände - auch das ein Zeichen, dass ich es gestern mit dem Saft "übertrieben" habe.Da das Basensalz meiner Freundin herumsteht, hab ich heute mal einen Löffel genommen (aufgelöst im Wasser natürlich) - schmeckt nicht gerade köstlich... werde ich wohl wieder lassen - Heilerde entspricht mir mehr. Gestern gab es am Abend dann doch keinen Leberwickel. Einlauf hatte ich aber am späten Vormittag. Fühlte mich danach etwas erleichtert, aber ganz leer fühle ich mich noch nicht... aber kein Kopfweh, keine Nervosität, dafür Appetit und leichtes Schummrigsein im Kopf - Klarheit sieht anders aus ;).
    Die Tiefe vom letzten Mal Fasten habe ich also noch nicht - noch leuchtet nicht die ganze Welt ;) - mal schauen, was noch passiert...

  4. #4
    Halli hallo, da bist du ja. Schön.

    Ja, ganz aktuell beschäftige ich mich selbst mit dem Thema Liebe und Eifersucht/Vergänglichkeit, Rohkost und das Liebesleben, es ist ja bekannt, dass Menschen nicht nur körperlich gesunden mit Rohkost, sondern auch oftmals in Liebesdingen, deswegen schrieb ich dir diese Zeilen.
    Und das Interessante ist, dass du jetzt schon wieder was ganz Entscheidendes gepostet hast, was mich erneut herausfordert in gewisser Weise.
    Dazu passt nun hervorragend dieses Zitat:

    Liebe erblüht im Staunen einer Seele, die nichts erwartet und sie stirbt an der Enttäuschung des Ichs, das alles fordert" Gustave Flaubert

    Tatsächlich wird die Partnerschaft nur dann wirklich funktionieren, wenn wir nicht das eigene Ich suchen, sondern die Bedürfnisse des Gegenüber. Dann erwartet man nichts, sondern erblüht im Staunen und Geben.


    LIEBE ist MACHT, die niemals missbraucht werden kann,
    weil sie Missbrauch nicht kennt, nur LIEBT,
    und Niemandem schaden würde.
    Sie kennt keine Angst,
    keinen Zweifel.

    Es klingt so einfach mit der Liebe und wie das funktioniert.
    Hingeben, sich öffnen im Vertrauen, das beweist Stärke und nur so ist eine duale Liebe möglich.
    Jedoch sind wir doch (fast) alle in gewisser Weise traumatisiert von Enttäuschungen, Zurückweisung, Liebesschmerz, Sehnsucht und haben Angst vor der Liebe, genau deswegen eben. Denn Liebe tut auch weh.
    Oder ist es gar nicht die Liebe? Hat sie gar nichts mit meinem Schmerz zu tun?
    Ist sie unschuldig daran, dass ich leide? Was mache ich verkehrt, dass es soweit kommen konnte, dass es schmerzt?
    An was kann ich mich fest halten, wenn die Liebe doch frei ist und eine göttliche Essenz? Unabhängig von mir existiert? Nur im Sein erfahren werden kann?

    Oder ist das alles nur spirituelles Gefasel und ist die Liebe nur ein chemischer Cocktail im Blut ( Zwecks Fortpflanzung, Mutter Natur) , der einen in Trance versetzt, vllt sogar hörig und süchtig macht? NACH MEHR. Mit dem Wunschdenken, es sei für immer. Weil dann fühlt es sich besser an. Egal, auch, wenn man tief im Innern weiß/ahnt, dass es nicht die Wahrheit ist. Alles ist vergänglich.

    Lieben bedeutet für mich auch, mutig zu sein.
    http://www.dailymotion.com/video/xjy...-hd-720p_music

    Auch schön und voll Impulse setzend , finde ich diese Gechichte:

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    Der kleine Prinz und der Goldfisch


    Eines schönen Tages setzte sich der kleine Prinz an den Rand eines teils wild rauschenden, teils vor sich hin plätschernden Baches und lauschte dem Murmeln des Wassers, wie es so über den felsigen Grund dahinglitt. Das Wasser war kristallklar und die Sonne warf scharfe Schatten auf die rund geschliffenen Kieselsteine im Bett des Baches. Über diese huschte mit einem mal ein goldgelber Schatten und verschwand ebenso plötzlich wie er erschienen war.
    Der kleine Prinz rieb sich verwundert die Augen und spähte noch einmal tief ins Wasser hinein. Wieder huschte ein goldgelber Schatten über die Kiesel am Grund und verschwand erneut. Der kleine Prinz entledigte sich seiner Schuhe, holte seinen Kescher, stellte sich auf das sandige Ufer und tauchte sein Netz tief in eine der aufbrausenden Stellen des Bachs und wartete.
    Etwas rüttelte in seiner Hand und der kleine Prinz zog behende den Kescher aus dem Wasser, worin ein kleiner Goldfisch aufgeregt hin und her zappelte.
    "Hei du kleiner Goldfisch, du bist so wunderschön!'' rief der kleine Prinz aus, als er den Fisch aus dem Kescher nahm.
    "Iiiiiiihh!'' quietschte der kleine Goldfisch. "Komm' mir nicht zu nah', du tust mir weh!''
    Der kleine Prinz aber war so glücklich über seinen Fang, das er den Goldfisch mit beiden Händen ergriff und ihn hoch in die Luft warf um ihn wieder aufzufangen.
    "Iiiiiiihh!'' quietschte der Goldfisch erneut. "Hörst du wohl auf damit! Ich hasse es wenn Menschen mir zu nahe kommen!''
    "Oh, nein!'' sagte der kleine Prinz, "ich will dir nicht weh tun! Ich werde dir ein wunderschönes Aquarium schenken und es dir an nichts fehlen lassen!''
    Er hielt den kleinen Fisch auf beiden Händen vor sein Gesicht und schaute ihm in die wunderschönen braunen Augen. Dann versuchte er den Goldfisch zu küssen. Doch der drehte seinen Kopf im letzten Moment zur Seite, so daß der kleine Prinz nur die Stelle hinter den Kiemen traf, an der sich bei einer Prinzessin die Ohren mit dem Geschmeide befunden hätte.
    "Iiiiiiihh!'' quietschte der Goldfisch und wand sich verzweifelt. "Laß mich endlich los, du dummer kleiner Junge! Siehst du nicht das wir nicht füreinander bestimmt sind? Ich will frei sein. In deinem Aquarium würde ich elendig sterben. Ich will nichts von dir geschenkt haben. Bitte, bitte, bitte lass mich endlich in Ruh'...''
    Der kleine Prinz erschrak zutiefst und warf den Fisch wieder zurück in sein Element. Der Goldfisch aber sprang fröhlich aus dem Wasser in die Luft und rief artig:
    "Dank dir, kleiner Prinz! Dank dir! Und mach's gut!''
    Dann tauchte er zurück ins Wasser und verschwand.
    Der kleine Prinz aber zerbrach seinen Kescher und beschloss nie wieder einen Fisch zu fangen. Dann setzte er sich ins Gras um zu Grübeln. Der Klee im Gras neben ihm roch süß und leicht. Sein Herz aber war schwer und Salzwasser rann aus seinen Augenwinkeln.
    "Warum weinst du?'' fragte ein Skorpion, der plötzlich auf dem Ufersand herumkrabbelte.
    "Was ist Weinen?'' fragte der kleine Prinz.
    "Das Salzwasser in deinen Augen nennt man Tränen,'' sagte der Skorpion. "Und wenn die Menschen nicht mehr weiter wissen, fangen sie an zu weinen. Das ist ein Zeichen ihrer Schwäche.''
    "Wie kann ich schwach sein, wenn ich nicht einmal weiß, was Tränen sind?'' fragte der kleine Prinz erstaunt.
    "Du musst offenbar noch viel lernen,'' sagte der Skorpion ungeduldig. "Aber ich will dir eine Geschichte erzählen, vielleicht verstehst du dann, warum du den kleinen Goldfisch freigeben musstest, also...''
    "Ein Skorpion und ein Frosch trafen sich am Rand eines Flusses, und der Skorpion fragte den Frosch, ob er ihn wohl hinübertragen würde, da Frösche doch schwimmen könnten, Skorpione aber nicht. "Nein,'' sagt darauf der Frosch, "du wirst mich stechen, bevor wir den Fluss überquert haben.''
    "Aber das macht doch keinen Sinn,'' argumentiert der Skorpion, "wenn ich dich steche bist du tot und ich ertrinke.'' Das leuchtete dem Frosch ein und so nahm er den Skorpion auf seinen Rücken und sprang ins Wasser. Etwa in der Mitte des Flusses, stach der Skorpion zu. Mit letzter Kraft fragt ihn der Frosch, warum er das denn nun doch getan hätte. "Ich bin eben ein Skorpion'', sagte der Skorpion und ertrank.''
    Der kleine Prinz schwieg nach diesen Worten für eine Weile, während der Skorpion ungeduldig mit einem Hinterbein auf den Sand klopfte. Sein Stachel blitzte kalt im Sonnenlicht.
    "Sind die Menschen wirklich so komisch?'' fragte der kleine Prinz schließlich. "Tun sie Dinge wider besseres Wissen bis zu ihrem Untergang? Und kann man da wirklich nichts machen?''
    "Nein.'' sagte der Skorpion. "Es ist das Grundprinzip des Lebens und auch der Liebe.
    Du musst selber lernen zu leben und denjenigen den du liebst, so leben lassen wie er es für richtig hält. Auch wenn du glaubst, dass diese Art zu leben falsch ist, oder sie ihn selbst zu zerstören scheint.
    Natürlich wirst du immer davon ausgehen, dass es demjenigen, den du liebst in deiner Nähe viel besser ginge. Wenn du aber genauer in dich hinein horchst, wirst du feststellen, dass du eigentlich nur dich selber damit meinst. Es geht dir selber besser, wenn derjenige den du liebst in deiner Nähe ist und du hoffst darauf, dass es ihm ebenso ergeht.
    Aber das muss derjenige selbst herausfinden und sehr oft dauert das eine ganze Weile. Leben und Leben lassen, heißt die Devise.
    Das ist es auch, was schlichtes Begehren und Liebe voneinander unterscheidet. Liebe ist immer freiwillig, wer nur begehrt, versucht die Liebe, oder den schwachen Abklatsch dessen, was er für Liebe hält, mittels diverser Tricks zu erzwingen.
    Aber selbst da, wo noch keine wirkliche Liebe ist, kann doch die Möglichkeit der Liebe bestehen, und diese Möglichkeit, das Wissen darum, kann sehr lange nachwirken. Oft viel, viel länger als man glaubt.
    Wenn dein Goldfisch eines Tages zur Einsicht gelangt, dass er doch lieber in deiner Nähe leben würde, wird er von ganz allein zu dir zurück finden.''
    "Glaubst du das wirklich?'' fragte der kleine Prinz. "Ist das Leben wirklich so komisch? Warum genügt es nicht, wenn ich den Goldfisch aus ganzem Herzen liebe?''
    "Es ist so.'' beschloss der Skorpion das Gespräch, drehte sich um, krabbelte flugs zum Rand des Baches und hüpfte hinein.
    Der kleine Prinz sprang geschwind auf und griff nach dem Kescher um den Skorpion vorm Ertrinken zu bewahren, doch kaum war er vom Wasser bedeckt, verwandelte sich der Skorpion in den kleinen goldgelben Fisch und huschte über die Kieselsteine hinweg, auf und davon, bis der kleine Prinz ihm nicht mehr mit den Augen folgen konnte.
    Der kleine Prinz stieg zurück ans Ufer und legte sich ins Gras. Er sog den tiefen, süßen Geruch des Klees ein und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Dann schaute er den Wolken zu, die von den Winden getrieben über den Himmel zogen und Haschmich spielten. "Das ist fast so wie bei Menschen die sich lieben'', dachte der kleine Prinz bei sich. Und so lächelte er entspannt und still in den Sonnenschein und in sich selbst hinein, denn er fühlte, dass sein Goldfisch wiederkehren würde.



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    Nun zu deinem Fasten:

    Ich finde alleiniges Wasserfasten nur als sinnvoll und effektiv.
    Säfte sind nur Krücken.

    lg, Morgan le Fay


  5. #5
    Zitat Zitat von tomnest Beitrag anzeigen
    Die Tiefe vom letzten Mal Fasten habe ich also noch nicht - noch leuchtet nicht die ganze Welt ;)
    ... wird sie auch nicht, solange Du Vergleiche mit der Vergangenheit anstellst!

    Du weißt, was ich meine ... JETZT und HIER ... stirb gegenüber der Vergangenheit - lebe im Augenblick!

    Alles Liebe,
    Ralph

  6. #6
    Zitat Zitat von Morgan le Fay Beitrag anzeigen
    Der kleine Prinz und der Goldfisch
    Hi Morgan le Fay,

    vielen Dank für diese Geschichte. Hat zwar nicht unmittelbar etwas mit dem kleinen Prinzen zu tun, aber sie hat mich im innersten berührt (insb der zweite Teil).

    Alles Liebe,
    Ralph

    Ansonsten - zur Liebe: Verwechsle nicht die bedingungslose Liebe mit der falsch verstandenen, menschlichen Liebe.

  7. #7
    Ambulantes Heilfasten in Wien. Vierter und Fünfter Tag. Leberreinigung.Das Ungewöhnliche an dieser Fastenwoche ist mein Appetit. Solchen hatte ich in keiner anderen Fastenwoche davor in diesem Ausmaß. Nachdem ich gestern den Mond gesehen habe, könnt es auch an diesem liegen - zunehmender Mond bis Samstag. Ansonsten habe ich meist bei abnehmendem Mond gefastet... Außerdem fühlte ich mich schon noch zwei Tagen wieder entlastet und wahrscheinlich fällt es mir schwer, mich ganz fallen zu lassen, da ich ja auch noch eine Gruppe betreue und am Sonntag wieder einen 2-Tage-Dienst in der Burschen-WG antreten muss. Und ich konnte kaum meinen Gelüsten nach Süßem widerstehen und habe mehr Säfte als sonst (beziehungsweise erlaubt nach Buchinger/Lützner) getrunken... Gestern habe ich beschlossen, ab heute noch eine Leberreinigung nach Sauer anzuschließen. D.h. heute und morgen jeweils einen Liter Apfelsaft (saure Sorte - bei mir Boskopp; frisch gepresst) mit ca. 20% frisch gepressten Gemüse (Wildkräuter...) abgepuffert, damit er nicht gar so sauer schmeckt. Am Freitag abend dann Darmreinigung durch Einlauf. Und am Samstag nochmal so ein Liter Apfelsaft, danach drei Stunden warten und nach 250ml Olivenöl und 250ml Zitronensaft (frisch gepresst) am Abend drei Stunden ganz ruhig ins Bett legen. Nächsten Tag des Morgens sollten die Gallensteine im Sieb sein :). Ich werde berichten und fotografieren... Genaue Anleitung und viele Fotos auf dieser Homepage.Gründe für die Leberreinigung: Unreine Haut seit der Pubertät, die nur zu Beginn der Rohkosterfahrung vor über 10 Jahren mal wirklich rein war. Ansonsten zeigt die Unreinheit der Haut, dass es der Leber nicht gut geht und ich z.B. durch die Ernährung zuviel entgifte. Wenn ich dann z.B. basisches - dadurch entgiftendes - Kangen-Wasser trinke - bekomme ich sofort mehr Pickel und v.a. eine nervliche Unruhe, da zu viele Giftstoffe im Blut sind, die die Leber nicht (gleich) verarbeiten kann. Außerdem habe ich seit einiger Zeit - v.a. nach dem Schlafen - Augenringe und schwere Augen nach dem Schlafen, was mir zeigt, dass meine Nieren überlastet sind und v.a. des Nachts über ihre Grenzen arbeiten müssen. Dies wiederum, weil das Blut von der Leber nicht ausreichend gereinigt wurde. Außerdem habe ich im Frühsommer immer noch eine Pollenallergie, die zwar mit der Rohkost etwas besser wurde, aber immer noch sehr belastend ist. Und ich fühle mich zwar nicht mehr übertrieben müde, wie in früheren Zeiten, aber ganz fit fühle ich mich nicht. Brauche schon meine 7-8 Stunden Schlaf normalerweise. Zu Beginn meiner Rohkostzeit war dies bedeutend weniger... Denke also, dass meine Leber seit der Pubertät am Anschlag arbeitet (als Jugendlicher habe ich am Wochenende auch ordentlichst Alkohol gebechert) und ich Gallensteine habe - sowie diverse Viren, Bakterien und Parasiten in der Leber. Bei der Leberunterstützung nach Müller-Burzler ging es mir (und meiner Familie) auch wesentlich besser (mehr Energie, weniger Infekte), allerdings war ich es irgendwann leid, soviele Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe) zu schlucken. Erkenne jetzt, dass dies nur symptomatische Unterstützung war, wenn man nicht gleichzeitig die Steine aus Gallenblase und Leber entfernt.Die letzten zwei Tage habe ich grüne Säfte getrunken: 1 großer Boskopp, 1 Zitrone (mit ein bisschen Schale) und dazu v.a. Wildkräuter: Schafgarbe, Brennnessel, Zichorie, Löwenzahn, Gundermann, Beinwell, Kohlblätter (wild wachsend auf einem Feld), Minze, Vogelmiere, Giersch, Gras, wilde Karotte, Spitzwegerich, aber auch etwas Basilikum, grüner Salat, Weißkraut, Ingwer (beim zweiten zuviel - heftig), Karottengrün und Karottenwurzel (was halt noch im Kühlschrank war) - entsaftet mit einem Green Star. Energetisieren mich und machen mich ruhig. Da sind die Mineralstoffe drin, die mein Körper brauch beim Fasten.Ansonsten gab es wieder Leberwickel und gestern Einlauf, Bewegung sowieso durch Radfahren (taten mir danach die Nieren weh, da ich es wohl mit dem Tempo übertrieb) Heute in der Früh habe ich ein Glas Heilerde getrunken. Was ebenfalls ungewöhnlich ist für meine Fastenwoche ist ein regelmäßiges Aufstoßen... Und ich war nach 6 Stunden Schlaf bereits wach (hatte aber gestern mittags nach einem halben Liter puren Karottensaft ein dringendes Bedürfnis nach Schlaf - Zeichen für Unterzucker nach zuviel Zucker und schlief einiges Zeit). Und gestern war ich in der Sauna ,was mir auch gut getan hat.So und jetzt fahre ich Äpfel einkaufen für meinen Apfelsaft beim Leber reinigen.

  8. #8
    Ich finde alleiniges Wasserfasten nur als sinnvoll und effektiv.
    Säfte sind nur Krücken.

    lg, Morgan le Fay
    Manchmal braucht der Lahme Krücken...

  9. #9
    Mit Krücken kommt man aber auch nicht schneller voran

  10. #10
    Hallo Thomas,

    für mich fühlen sich viele der Dinge, die Du so treibst, nicht natürlich an. Und all das, um etwas zu erreichen ... statt im Einklang mit dem zu leben, was ist (ohne es zu interpretieren, ala: 'Die Haut ist unrein, weil ...', 'Die Nieren schmerzen, weil ...') - und sich bei allem, was Du tust, möglichst mit der Natur zu verbinden ... beginnend bei einer natürlichen Ernährung ohne jegliche Verarbeitung ...

    All die Dinge, die Du wahrnimmst, wollen einfach nur wahrgenommen / beobachtet - aber sie wollen nicht interpretiert werden.

    Viele Aussagen, die Du triffst (das ist so, weil ...), scheinen mir unbestätigte Behauptungen zu sein, die es sich lohnen würde nochmals zu hinterfragen. Das alles kann so sein - muss aber nicht. Wer wärst Du ohne diese Gedanken?

    Bedenke: Die höchste Form menschlicher Intelligenz ist die Fähigkeit, zu beobachten, ohne zu bewerten. (Jiddu Krishnamurti)

    Alles Liebe,
    Ralph

  11. #11
    Zitat Zitat von Ralph
    Bedenke: Die höchste Form menschlicher Intelligenz ist die Fähigkeit, zu beobachten, ohne zu bewerten. (Jiddu Krishnamurti)
    Zitat Zitat von Ralph
    ... für mich fühlen sich viele der Dinge, die Du so treibst, nicht natürlich an.
    Mit deiner Aussage bewertest du das, was Thomas macht doch auch. Ist wohl gar nicht so einfach, nur zu beobachten.

  12. #12

  13. #13
    Kleiner Tipp am Rande, tomnest, mit sauren Säften/saurem Obst an sich, schadest du dir eher.
    Dazu mache ich noch einen gesonderten Thread auf, aber nur mal das jetzt hier kurz als chemische Erklärung:


    Grundsätzlich kann ja jede Verbrennung nur in den Zellen stattfinden. Wenn darum eine Säure die Schleimhäute des Mundes, das Zahnfleisch, die Zähne, die Wandungen der Speiseröhre, des Magens und des Darmes berührt, so kann sie nur als Säure wirken, weil noch gar keine Verbrennung stattgefunden hat. Aber auch im weiteren Verlauf des Durchgangs durch den Körper, z.B. in der Leber, wird keine Verbrennung erreicht. Die These von der Oxydation ist nur eine wissenschaftliche Notlüge, damit man nicht zugeben muss, dass die aufgenommenen Säuren durch den Neutralisationsvorgang im Körper die Basen entziehen. Chemiker Fred Koch, Buch= Saure Nahrung macht krank

  14. #14
    Lieber Ralph,
    jetzt lass mir doch meine Spielereien .
    für mich fühlen sich viele der Dinge, die Du so treibst, nicht natürlich an.
    Was ist denn nicht natürlich? Und "natürlich" ist "gut", oder? Scheint mir, als würdest Du (be-)werten? Deine Antwort kommt - so scheint es mir (wie so oft - IMO) - aus dem Kopf. Nicht aus dem Moment, nicht aus dem Herzen. Und es scheint mir, dass Du meinen Blog interpretierst - und ich jetzt Deine Gedanken dazu - wollen denn meine Sätze nicht auch nur wahrgenommen/beobachtet werden?

    Ich gehe den mir eigenen Weg und bin Dir für Deine Inputs dankbar. Wohin es mich schon lange zieht, ist die Leberreinigung (und es ist nicht der Kopf allein, der das sagt...) - genauso übrigens wie mich die unverarbeitete Nahrung anlockt. Beides habe ich - aus welchen Gründen auch immer - bis jetzt nicht wirklich getan. Ich bin neugierig auf ein weiteres Experiment. Glücklicher werde ich dadurch nicht - will/kann ich dadurch auch nicht werden. Aber ich bin geil - ja geil - auf neue Erfahrungen. Im Zustand des reinen Seins war es für "mich" auch einfach "geil" alles in diesem Zustand auszuprobieren. Und mich dabei "von mitten drin" (nicht von oben oder außen) zu beobachten.

    Das Beeindruckendste der letzten Tage: Ich denke/fühle/glaube/weiß nicht mehr, dass Glück oder Liebe der "Sinn" des Lebens ist (auch wenn ich wohl manchmal noch automatisch danach handle). Es gibt tatsächlich keinen Sinn. Alles ist sinnlos (sag das mal einem Depressiven ). Das Lustige ist, dass ich dennoch manchmal strahle wie ein Hutschpferd oder voller Schmerz bin - aber beides ist "Genuss" (weiß gerade kein anderes Wort - aja Du schreibst so schön - will wahrgenommen werden und dann fließt alles).

    Alles ist würdig - jedes Ereignis, jede Tat, jedes Gefühl, jeder Gedanke und auch jede Reaktion darauf. Es gibt nichts zu heilen, nichts zu verändern und doch folge ich immer wieder meinem Begehren, statt es einfach "nur" brennen zu lassen. "Gut" so ;).

    Alles Liebe und Danke nochmal
    Thomas

  15. #15
    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Mit deiner Aussage bewertest du das, was Thomas macht doch auch. Ist wohl gar nicht so einfach, nur zu beobachten.
    Hi Susanne,

    um sicherzugehen, dass ich Dich richtig verstehe:

    Du denkst, dass ich mit der Aussage
    ... für mich fühlen sich viele der Dinge, die Du so treibst, nicht natürlich an.
    bewerte, was Thomas macht. Ja?

    Alles Liebe,
    Ralph

  16. #16
    Zitat Zitat von tomnest Beitrag anzeigen
    Was ist denn nicht natürlich?
    Nicht natürlich ist, was seinen Ursprung im Denken hat.

    Zitat Zitat von tomnest Beitrag anzeigen
    Und "natürlich" ist "gut", oder?
    Wie kommst Du darauf, von natürlich auf gut zu schließen? Natürlich ist natürlich - sonst nix: Das, was übrig bleibt, wenn alles aus dem Denken resultierende Handeln aufhört.

    Zitat Zitat von tomnest Beitrag anzeigen
    Deine Antwort kommt - so scheint es mir (wie so oft - IMO) - aus dem Kopf.
    Interessant, was Dir so scheint! *grins*

    Dass ich Dein Spiegel bin - so wie Du meiner - ist Dir ja sicher nicht unbekannt ...

    Woher kommen denn Deine Vermutungen zu den Ursachen von Nierenschmerzen und unreiner Haut?

    "Natürlich" ist für mich das, was übrig bleibt, wenn ich den Verstand ausschalte (oder besser, wenn ich aufhöre, aus dem auf Vergangenheit und Zukunft basierenden Denken zu handeln). Und den Verstand kann ich nutzen, um herauszufinden (durch Beobachtung der Natur und durch Beobachtung meines Denkens) was genau da übrig bleibt.

    Das habe ich so ähnlich mal im Rohkostwiki gelesen (Susanne wir's schneller finden als ich): Da steht sinngemäß, dass wir auch unseren Verstand benötigen, um aus der Kochkost-Falle (einschließlich Verarbeitung und Züchtung) wieder herauszukommen.

    Alles Liebe,
    Ralph

 

 

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