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Sabine

Sabine 14.11.2014 – Naturoase Wald, innere Einkehr und Weiderind zur Stärkung

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Also am liebsten würde ich bis zu meiner Abreise nach Thailand in 4 Wochen komplett beim Nur-Fleischverzehr bleiben. Es geht mir damit einfach gut. Auch heute Nacht habe ich wieder 9h geschlafen, was viel Energie für den heutigen Tag freigesetzt hat.

Diesen habe ich wieder – dank eines gut gefüllten Überstundenkontos - bei einem langen Aufenthalt im Wald genießen können. Und nicht nur mir tut der Frischfleischverzehr sehr gut, auch der Hund scheint sich wohler zu fühlen. Ich war ja gestern schon über sein Durchhaltvermögen erstaunt und heute war er ebenso gut drauf, hatte viel Spaß beim Schnüffeln und Laufen. Das ist ja wieder fast wie in alten Zeiten, nur dass ich mich seinem ruhigeren Tempo anpasse.

Während ich gestern etwas auf Pilzsuche war und einen einzigen gefunden habe, bin ich meiner heutigen Eingebung, ein Gefäß zum Sammeln mitzunehmen, nicht gefolgt - und die Pilze standen mir im Weg.

Der Wald ist für mich derzeit die reinste Oase, weil sie alles bietet, was ich derzeit so dringend zu brauchen scheine: frische Luft, Ruhe, Abstand. Es ist mucksmäuschenstill, kaum ein Vogel, der mal zwitschert oder am Baum hämmert, weit und breit keine Menschenseele in Sicht – für mich ein Traum.

Es scheint fast so, als wenn die Natur das in purer Selbstverständlichkeit praktiziert, was uns im Alltag kaum vergönnt ist: abtouren, entspannen, loslassen, ausruhen.

Passend dazu fand ich in der aktuellen Ausgabe von „Guter Rat“ einen Artikel zum Thema „Ernährung im Winter - Richtig essen und den Darm entlasten“ Den habe ich mir gleich mal interessiert vorgenommen.
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Neben dem üblichen blabla, wie keine Rohkost im Winter und auch keine Tomaten sind aber einige Dinge auch für uns gültig:

„… hält die sogenannte Herbstmast nach wie vor für eine ‚klassische Überlebensstratetgie‘. Die Erntezeit müsse schließlich genutzt werden. Was aber danach im Winter kommt, weicht vom ursprünglichen Programm ab. Wir müssen nicht mehr frieren und hungern. Stattdessen feiern wir ein nicht endendes Erntedankfest….
Dass sich in so vielen Bäuchen so ein Quasi-Frost breitmacht, hat also vor allem mit unserem Dauerschlemmen zu tun. Dessen Folgen sind vielfältig. Schließlich stammen 80% unseres Immunsystems aus dem Darm. Hier werden die Immunzellen geschult, wenn das Verdauungssystem träge wird, lässt auch die Abwehrkraft zwangsläufig nach. Von daher stammt die Regel, bei grippalen Infekten weniger und nicht so schwer zu essen. Auch, dass Atemwegsinfekte nicht selten mit einem Darmkatarrh einhergehen, stammt aus der gleichen Quelle (TCM). Und dass Schlacken den Zellstoffwechsel behindern und das Zellgewebe übersäuern, gilt zumindest in der naturheilkundlichen Medizinszene als sicher. Wobei inzwischen selbst die Schulmedizin wissenschaftlich fassbare Folgen eines Zuviels kennt, zum Bsp. die als Krankmacher identifizierten AGEs (irreversibel verzuckerte Eiweiße).
Aber auch ganz normale Abläufe in Magen und Darm können schnell durcheinander kommen – da ist z.B. der ‚wandernde motorische Komplex‘. Etwa 1h, nachdem der Dünndarm mit seinem Verdauungsjob durch ist, folgt normalerweise der Kehraus. Die sinnvolle Maßnahme wird abgebrochen, wenn man während dieser Phase schon wieder isst. Das ist im Übrigen einer der Gründe, weshalb zwischen den Mahlzeiten ein paar Stunden Pause sein sollten.“

Es werden als wärmende Speisen im Winter empfohlen: Fisch und Wild, Fenchel und Kürbis, Petersilienwurzel und Süßkartoffel. Empfohlen werden ebenso Chicorèe und Kohl.
Wärmende Gewürze seien neben Ingwer und Chili Kardamon, Zimt und Vanille.

Die Grundregel für den Winter laute aber: maßhalten. Damit verschaffe man seinem überlasteten Organismus ein neues Freiheitsgefühl. Insbesondere die Lunge sei anfällig, da sie über den Dickdarm (dem Herren aller Schleimhäute) über einen Funktionskreis zusammenhänge.

Abschließend heißt es: „Damit es unserer Mitte gut geht, sollten wir jetzt auch das tun, was die Natur gerade vorlebt: Ruhe, Einkehr, Mäßigung. Und uns rechtzeitig etwas zurückhalten, damit es hinterher umso besser schmeckt.“

Interessant (wenn auch für mich eine Wiederholung, weil ich ihr Buch kenne) war in dem Interview mit Giulia Enders, Autorin von „Darm mit Charme“ der Hinweis auf den Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn, z.B. in Bezug auf Depressionen. Gute Darmbakterien sollen ihren Aussagen zufolge wie Antidepressiva wirken.

Meinen Darmbakterien scheint es derzeit recht gut zu gehen, denn sie stimmen mich überwiegend positiv. Das ist mir in all den Wintern aufgefallen, wo ich viel Fleisch gegessen habe und mir die dunkle Jahreszeit im Gegensatz zu meinen Mitmenschen gar nicht so viel ausgemacht hat, weil in meinem Inneren die Sonne schien.

Diesmal fällt mir vor allem sehr positiv auf, dass ich so schön warm bin und nicht mehr friere (wie noch vor kurzem, als ich Zucker aß). Und auch mein Sehvermögen scheint sich zu verbessern. Im Sommer mit viel Obst hatte ich das Empfinden, immer schlechter gucken zu können, trotz aller Augenübungen und abgelegter Brille. Eine Augenärztin bestätigte mir zu meinem gro0en Kummer verschlechterte Dioptrienwerte. Nun warte ich mal eine Zeitlang ab und dann werde ich das erneut testen lassen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich über die neuen Ergebnisse freuen kann.

Erfreulich war auch mein heutiges Essen vom Weiderind, welches ich innerhalb einer Stunde genoss: Es begann mit 138g Niere (da wäre mehr gegangen, aber die trockenen Ränder habe ich absichtlich dem Hund gelassen), es folgten 32 g Herz (überaus lecker, aber erstmals gegessen und insofern ist die kleine Menge nicht verwunderlich) und abschließend 624g Nacken. Der war geschmacklich zwar himmlisch und ich habe regelrecht gemerkt, wie ich nach einer hochkonzentrierten Reiß-Kau-und Schluckphase wieder auf die Erde herabschwebte, aber fasziniert mich insgesamt nicht so wie der Nacken von Lamm und Wildschwein. Der Rindernacken ist eben doch eine andere Hausnummer von der Größe und Stärke her, Knochen sind nur schlecht zu zerteilen und das Rückenmark ist aufgrund des BSE-Risikomaterials leider schon entfernt worden. Nun ja, so lernt man halt dazu. Die restlichen gut 1200g habe ich nun für den Hund zerlegt, der wird seine Freude haben . Und wie heißt es so schön: Ist das Tier gesund, freut sich der Mensch.

So, und jetzt gehe ich in die Sauna und zum Entspannungskurs.

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