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Sabine

Rohkost im Krankenhaus - Teil 2

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Dienstag, 31.1.2017

Wie klein die Welt in wenigen Tagen geworden ist. Wenn ich die Menschen mit ihren dicken Wintersachen sehe, kommen sie mir vor wie von einer anderen Galaxie.
Und wie ich Dinge toleriere, die anfangs völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft lagen.
Aber wie schnell man auch lernt. Gleich am zweiten Abend lernte ich, einhändig die Zahnseide zu benutzen.

Und es hat auch in dieser Situation wohltuende, mitmenschlich warme Momente gegeben:

- Die überaus rührende Physiotherapeutin, in deren Praxis ich unmittelbar nach dem Unfall gegangen bin; anfangs in der Hoffnung, dass nur mal jemand guckt, ob alles okay ist, zunehmend dann in dem Wissen, dass ich dringend Hilfe brauche. Kaum dort angekommen, begann ich am ganzen Körper zu zittern und konnte mich vor Schmerzen kaum noch halten. Sie hüllte mich in Decken, hielt mich im Arm, gab mir zu trinken, ließ mich mit Mann und Chefin telefonieren, erzählte mir irgendwas, dass ich wach bleibe, bis der Rettungsdienst eintraf.
- Die ebenso bemühte wie einfühlsame Krankenschwester in der Rettungsstelle, sie war wie Balsam durch ihre beruhigende und verständnisvolle Art und Weise. Sie organisierte mir auch einen zweiten Arzt, nachdem mich der erste recht rüpelhaft behandelt hatte.
- Dieser nette Unfallchirurg, der mir auf meine Bemerkung hin, dass ich kein Essen von der Station möchte, für den nächsten Tag Personal vom Service versprach, um zu gucken, was man für mich tun könne, der mir für die nächsten Stunden ein Einzelzimmer organisierte, dass ich erst einmal zur Ruhe kommen konnte, der mich schmerzfrei stellte und mich für den nächsten Tag beim Chefarzt anmeldete; der zugab, keine metallfreie Möglichkeit zur Versorgung des Bruches zu kennen, aber insgesamt sehr angenehm war
- Ein paar Engel von Krankenschwestern, der eine oder andere Arzt, die einen mit Respekt und auf Augenhöhe behandeln und wo ich das Gefühl habe, ernst genommen zu werden
- Der liebe Mensch am Orkos-Telefon, der mir anbot: "Und wenn es dir so richtig mies geht, ruf einfach an!"

Was für mich hier augenscheinlich ist, ist die enorme Überlastung des Personals. Und wenn ich mir dieses ganze große Gebäude ansehe, was für ein Aufwand betrieben wird, die Menschen gesund zu machen. Aber eigentlich nichts nachhaltiges dafür eingesetzt wird.

Über das Essen im Krankenhaus muss ich sicher nichts schreiben. Erst werden Hämorrhoiden wegoperiert, dann gibt es Bratwurst mit Kartoffeln und dazu eine Pille, dass der Stuhl weich wird.

Und der Hubschrauber fliegt erschreckend oft. Leute, fahrt vorsichtig!

Aber auch die ganzen Knochenbrüche geschehen ja nicht grundlos. Ich dachte immer, dass man ganz schön verpeilt sein müsse, um das zu schaffen. Und nun ist es mir selbst so ergangen. Ich weiß, dass ich einiges zu bearbeiten habe.

Mit zwei Unterbrechungen durch meine Bettnachbarin habe ich tief und fest bis zur Visite um halb acht geschlafen. Gerade haben menschlich sehr angenehme Ärzte Dienst.

Mit meiner Bettnachbarin habe ich es aber insgesamt ganz gut getroffen. Sie wirkt mindestens zwanzig Jahre älter als sie ist. Den Großteil des Tages dämmert sie vor sich hin. Wenn sie verwirrt ist, beschimpft sie alle. Aber sie quatscht mir nicht die Ohren voll und lässt mich überwiegend in Ruhe. Sie stört sich nicht an meinen Fermentwässern oder wenn ich gefühlt 27 verschiedene Produkte vor dem Essen durchrieche, wenn ich telefoniere oder auch mal weine. In den letzten 8 Tagen habe ich mehr Tränen vergossen als in den letzten 20 Jahren. Es war auf eine Art auch befreiend. Aber das wichtigste ist, dass sie frische Luft genau so mag wie ich und wir den ganzen Tag und erst recht in der Nacht das Fenster offen haben.

Ich merke, dass ich körperlich schwächer werde. Vor zwei Tagen wollte ich noch nach einem Hometrainer fragen. Inzwischen fühle ich mich im Bett ganz wohl. Nach etwas Kassia geht es mir aber besser, mein Rücken strafft sich und ich drehe eine Runde im überdachten weiträumigen Foyer.

Der junge Physiotherapeut bestärkt mich erneut in meiner Entscheidung, es ohne Operation probiert zu haben. Er sagte, der Körper heile von Anfang an und die Platte sei nur eine Art innerer Gips. Der Oberarmkopf werde von zahlreichen Gefäßen versorgt und ich solle mir keine Sorgen machen.

Vormittags trinke ich Kräuterfermente.

Mittags lasse ich mir jeweils eine Cherimoya und schon sehr reife Sapote Chico sowie ein großes halbes Glas fermentierte Maulbeeren schmecken. Sie stammen aus dem eigenen Garten, als ich im Sommer viel mehr erntete, als ich essen konnte. Angelika schrieb damals immer über fermentiertes Gemüse und ich dachte, was mit Kohl etc geht, klappt vielleicht auch mit Beeren. Einfach in ein Glas gegeben, Deckel drauf und fertig. Kein Wasser dazu, kein Stampfen. Und es hat funktioniert.

So richtig zufrieden haben mich dann 52 Datteln Deglet Likör (6 Stück in 500 g Packung übrig) und 36 Datteln Helali tendre (16 Stück übrig) gemacht. Ich möchte derzeit in Zucker baden. Aber die vielen Datteln waren wohl schon mein Abendessen.

Ich merke, dass ich im Kopf wieder wacher und klarer werde. Irgendwas hat mich schon seit einiger Zeit blockiert. Ich dachte, das wäre evtl dem Alter geschuldet und es sei an der Zeit, einen Gang zurückzuschalten. So ein bisschen hatte ich immer das Fleisch im Verdacht, gleichwohl es immer sehr zufriedenstellend war. Stefan ordnete dergleichen unlängst der Chemiebelastung im Wildfleisch zu. Ich weiß nicht so recht. Ich sehe für mich die Probleme nicht (nur) beim Fleisch. Ich kann bei fast allen Produkten mal überziehen und dann sperren sie wieder grandios.

Aber es war in Thailand nicht anders. Ich aß hier wie dort gerne mehr als eine Sorte Fleisch, also schon vom selben Tier, aber gerne zwei verschiedene Innereien und Fleisch oder Fett hinterher. Es ist doch eigentlich natürlich, finde ich, aber es war immer ein bißchen zu viel. Oft kam die erste kleine Sperre nach ca. 150 g, aber davon war ich einfach nicht zufrieden. Kombinationen mit anderen Proteinen schieden nach schlechten Erfahrungen auch aus. Zuletzt habe ich es mal mit verschiedenem grünen Salat probiert, aber das war auch nicht so gut.

Bei GCB las ich, dass Überlastungen mit Proteinen die Gewichtsabnahme begünstigt. Genau das ist auch schon meine Überlegung gewesen. Wenige Kohlenhydrate zu Mittag und abends viel Fleisch. Eigentlich fand ich das besser als andersherum, aber für das Gewicht ist es suboptimal.

Eine Freundin, die mich vor einer Woche besucht und länger nicht gesehen hatte, meinte, ich sehe schön voll im Gesicht aus. Klarer Fall der Kohlenhydrate.

Nachmittags zeigt mir eine andere Patientin, die ihren Armbruch vor 8 Wochen hatte, was sie schon wieder alles kann. Ich bin beeindruckt und voller Optimismus. Leider hat sie sich zusätzlich die Hüfte verletzt und lernt nun wieder laufen.

Wenn ich die vielen alten Menschen hier sehe, dann bin ich für die Rohkost motivierter denn je. So will ich keinesfalls den Lebensabend verbringen: dämmernd, in ständiger Abhängigkeit, zum Teil auch mit Geringschätzung behandelt.

Und Rohkost ist einfach überall möglich. Selbst im Krankenhaus, hihi. Ich bekam immer Teller und Besteck angeboten, irgendwann legte sich auch die Verwunderung, dass ich weder Kaffee noch Tee wolle.
Hilfreich ist hier der Kühlschrank für Patienten, aber im Nebenraum steht die vom Personal gerne genutzte Mikrowelle.

Ich lagere daher das Obst und Gemüse auf dem Fensterbrett, abseits der Heizung, etwas von einer Gardine versteckt. Es darf halt nichts stinken und man muss die Mikroben auch nicht öffentlich zur Schau stellen. Hihi.

Ich erzähle hier übrigens nichts von meiner Rohkost, sondern sage, dass ich von der Familie versorgt werde. Als Begründung nenne ich Allergien gegen Getreide, Milchprodukte, Zucker und Schweinefleisch. Dann sind sie froh, dass sie sich nicht weiter kümmern müssen, hihi.

Das heutige Orkos Paket habe ich zur Arbeit meines Mannes schicken lassen. Er brachte mir daraus 3 Cherimoyas, 1 Ananas, 2x getrockneten Durian, Tamarinde und 2x Palmensaft mit. Bis auf frischen Durian und tierische Fermente muss ich hier auf nichts verzichten.

Abends gab es nur noch Fermentwässer. Immer wieder genial.

Meine Augen sind wieder strahlend klar. Ich fühle mich endlich wieder wohl und bin optimistisch.

Ich habe mich jetzt hier an den Rhythmus gewöhnt, weiß, wie der Hase läuft und versuche, das Beste aus der Situation zu machen. Das Wichtigste sind mir gerade jetzt nette Kontakte zu warmen Menschen. Daher ganz vielen lieben Dank an Susanne und Mela für die lieben, aufbauenden Worte. Das hat mir sehr geholfen!!!!!

Aber mindestens genauso wichtig ist es für mich, gerade in einer solchen Situation andere Menschen zu beschenken, ihnen zu helfen und Gutes zu tun. Ich lese gerade "Mein Leben ohne Limits". Der Autor kam ohne Arme und Beine zur Welt. Es ist unglaublich, was er alles tut und kann, wie sehr er andere Menschen motiviert. Nichts anderes hat meine Schwester in den vielen Jahren ihrer Erkrankung getan. Was ist denn auch die Alternative? Man wird der Umgebung lästig, nervt die Angehörigen und besser geht es einem davon auch nicht.
.
Mittwoch, 1.2.2017

Morgens bewege ich mich erst einmal im Haus.

Dann kommt ein junger Arzt, um mir die Op zu erklären. Er gibt sich wirklich Mühe, aber er ist seit fast 30 h im Dienst und das ist natürlich spürbar. Er malt mir ein großes Kreuz auf den rechten Oberarm, um Verwechslungen zu vermeiden.

Nun sollen es doch mehr als nur zwei Schrauben werden. Dafür steht nun wieder die Option, alles in 12 - 18 Monaten entfernen zu können.

Die Beweglichkeit werde nicht mehr so wie vorher sein. Hatte ich daher in Thailand immer wieder das Bedürfnis, dass mich mein Mann beim Radschlagen fotografiert? Aber ich habe es ihm nie gesagt...

Sicher, es gibt größere Dramen, aber es stimmt mich schon traurig.

Hoffentlich habe ich mich richtig entschieden.

Zwischen 11 und 13:30 Uhr gab es:

1 kleinen Fenchel
Etwas Brokkoli
Pause, weil ich mich zur Maniküre angemeldet hatte
220 g Physalis
1 Orange
3,5 Mandarinen
1 Grapefruit
Knapp ein halbes Schälchen Wabenhonig
1 alte Sapote Chico
16 Datteln Helali tendre
17 Datteln Deglet Likör

Henkersmahlzeit...

Wenn ihr wollt, drückt mir die Daumen für morgen!

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Kommentare

  1. Avatar von Susanne
    Liebe Sabine,

    seit ich die ersten Beiträge von dir im alten Rohkost-Forum gelesen habe, gehörst du für mich zu den wenigen, wahrhaftigen Rohen. Du gehst deinen Weg und berichtest offen drüber, ohne dich zu verstecken. Danke dafür!

    Ich drücke dir aus ganzem Herzen die Daumen!
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  2. Avatar von Stefan
    Eine Operation bedeutet, daß man glaubt, der Körper sei zu dumm, es allein hinzukriegen. An so etwas glaube ich nicht.
    Aber ich glaube, daß die Ärzte zu dumm sind, die Operation hinzukriegen.

    Kurz und gut: ich würde die Finger davon lassen.
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  3. Avatar von Susanne
    Zitat Zitat von Stefan
    Eine Operation bedeutet, daß man glaubt, der Körper sei zu dumm, es allein hinzukriegen. An so etwas glaube ich nicht.
    Aber ich glaube, daß die Ärzte zu dumm sind, die Operation hinzukriegen.
    Ich habe vor einem Jahr die Hilfe einer Ärztin in Anspruch genommen, um mir einen toten Zahn ziehen zu lassen. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, denn die Bemühungen meines Körpers waren weitaus schmerzhafter. Den Körper einfach machen zu lassen, ist daher meiner Meinung nicht immer die beste Lösung.

    Zitat Zitat von Stefan
    Kurz und gut: ich würde die Finger davon lassen.
    Das schreibt sich leicht, wenn man nicht selbst davon betroffen ist.
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  4. Avatar von Ralph
    Ach Sabine ...

    Was ich nicht verstehe:
    • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Deinem Blogeintrag vom 20.1.2017 und dem Unfall?
    • Was haben Inliner und Schlittschuhe mit Deiner Situation zu tun? Du bist vermutlich durch Unaufmerksamkeit (in doppelter Hinsicht: Bei der Wahl des Schuhwerks und beim Gehen) gestürzt ... beim Sporttreiben hingegen - so geht es zumindest mir - bin ich überdurchschnittlich aufmerksam, so dass da eher wenig Unfälle passieren.
    • Wenn Dir Kochköstler sagen, dass die Beweglichkeit nicht mehr so wird wie vorher - glaubst Du das dann?

    Glaube an Dich - alles Liebe,
    Ralph

    PS: Bei Deiner Henkersmahlzeit wird mir schon beim Lesen schlecht ...
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    Aktualisiert: 01.02.2017 um 23.29 von Ralph
  5. Avatar von Stefan
    Zitat Zitat von Susanne
    Den Körper einfach machen zu lassen, ist daher meiner Meinung nicht immer die beste Lösung.
    Wenn das Problem auf natürliche Weise zustande gekommen ist, sollte man meiner Meinung nach die Natur machen lassen. Bei Zähnen, die durch zahnärztliche "Bemühungen" ruiniert wurden, mag es anders aussehen.

    Meine Mutter wurde 2015 am Rücken operiert, um ihre Schmerzen beim Gehen zu bessern. Danach konnte sie gar nicht mehr gehen...

    Ich bleibe bei meiner Aussage, daß es besser für Sabine wäre, die Sache selbst heilen zu lassen, ohne Operation.
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  6. Avatar von Ralph
    Stefan, lehnst Du Operationen per se ab (wegen ärztlicher Kunstfehler), oder speziell solche, die eine Betäubung erforderlich machen, oder hast Du hauptsächlich ein Problem mit den in diesem Zusammenhang hier einzubringenden Fremdkörpern?
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  7. Avatar von Stefan
    Ich sehe vor allem das Problem mit den Fremdkörpern. Es kann mir niemand erzählen, daß eine Verletzung besser abheilt, wenn man massiv Fremdstoffe einbringt und damit das Immunsystem provoziert.

    Einen Splitterbruch chirurgisch richten zu lassen, wäre meiner Ansicht nach sinnvoll, zumal, da man sich solche Brüche fast nur mit großer Gewaltanwendung, wie sie bei Kollision mit moderner Technik auftritt, holen kann. Es geht hier aber nicht um einen komplizierten Bruch, soweit ich das Sabines Ausführungen entnehmen konnte.

    Bei einer Bekannten wurden vor vielen Jahren nach einem Verkehrsunfall mit mehrfachen Brüchen der Füße Schienen eingesetzt. Der Zeitpunkt zum Entfernen wurde verpaßt. Die Schienen sind mittlerweile so eingewachsen, daß eine Entfernung nicht mehr möglich ist. So etwas ist mein Albtraum.
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  8. Avatar von Manfred
    Aus folgenden Gründen würde auch ich mich lediglich für eine Heilung ohne Operation entscheiden:
    1. im Säuglingsalter hatte ich eine unentdeckt gebliebene Lungen-Tuberkulose, die von selbst wieder abheilte; im selben Alter hatte ich eine Zeit lang eine Phase, in der ich sehr hohe Mengen rohe Küchenzwiebeln aß; mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fand die Heilung in genau demjenigem Zeitraum statt, in dem ich den therapeutisch hohen Bedarf an den Zwiebeln hatte.
    2. Als ich mir als Teenager beim Sprung von einer hohen Mauer die Hand-Innenfläche verletzt hatte (weil ich in der Hand eine Glasflasche hielt, mit der ich den Sprung aufgefangen hatte), ließ ich die 4 cm lange Schnittwunde in einem medizischen Hospital zunähen. Kurz bevor die Wunde zugenäht war, zog mir der behandelnde Arzt mit einem in die Wunde eingeführten Werkzeug heftig an einer Sehne, worauf ich die Hand zurückzog und mich massiv beschwerte. Daraufhin setze er seine Arbeit die Sehne in Ruhe lassend fort. Hätte ich nicht reagiert, so hätte er mir die Sehne wohl zerrissen….
    3. Mitte der 1980er-Jahre heilte eine mir zugezogene Grippe, die sich sehr hartnäckig hielt, erst nach totalem Absetzen des Medikaments binnen ½ Woche ab. Damals war ich eigentlich noch Kochi, konnte aber lediglich rohes Obst nebst etwas Zwieback erbrechungsfrei essen. Kurz vor der endgültigen Genesung nahm ich das Medi wieder ein — und erlitt binnen weniger Stunden einen schweren Rückfall. Nach erneutem und zugleich endgültigem Total-Absetzen des Medis war die Grippe binnen einer weiteren ½ Woche völlig verschwunden.
    4. Etwas spater hatte ich wegen zu schneller Kurvenfahrt mit einem Fahrrad häufig Handgelenksverstauchungen, die erst nach vielen Wochen wieder abgeheilt waren. Nach meinem allerletzen derartigen Unfall entfernte ich Tags darauf den Starrverband, setzte die Sportsalbe ab, entzog mich weiterer ärztlicher Behandlung und machte mit dem verletzen Handgelenk viele Bewegungs-Übungen bis an die Grenze der Schmerzfreiheit. Nach wenigen (ich glaube zwei bis drei) Wochen war das Handgelenk wieder voll einsatzfähig
    5. Als ich in einem der 1990er-Jahre über etwas wutentbrannt mich mit chaotischen Rohlebensmittelkombinationen krass überfressen hatte, entzündete sich sehr schmerzhaft mein Appendix (umgangssprachlich fälschlicherweise Blinddarm genannt). Der wurde von einer anthroposiphischen Klinik zum Glück nicht herausoperiert, sondern lediglich (durch Absaugen) vom Eiter befreitet. Dort setze ich meine Rohernährung zwar (da nicht anders möglich) vegan, aber ansonsten unbeirrt fort. Nach dem mir nach wenigen Tagen aufgefallen war, daſs durch viel Gehbewegung die Restschmerzen stark nachließen, ließ ich mich vorzeitig entlassen und ging (mich schonend) 35 km weit nach Hause, wo ich die Bewegungs-Therapie erfolgreich ausweitend fortsetzte.
    6. Im Januar des Jahres 2005 rutschte ich mit einem schweren PC in den Händen auf einer vereisten Treppe aus, wobei meine Rippen auf das kantige PC-Gehäuse prallten. Danach hatte ich Atemschwierigkeiten und bewegte mich soviel und so gut ich konnte. Auch diese Rippenprellung verheilte daraufhin zügig.
    7. 2008 war ich wegen erneutem Verzehr von konventionellem Fleisch in den Fingern dermaßen bewegungs-eingeschränkt, daſs ich während einer Nachtfahrt per Fahrrad auf unbefestigtem Wege wegen einer Kleinigkeit wie ein Trottel vom Fahrrad stürzte und (um Gesicht und Hände vom Aufrall zu verschonen) auf einer Schulter aufschlug, worauf diese nahezu bewegungs-unfähig geworden war. Auch hierbei behandelte ich mich mittels (zunächst sehr vorsichtigen) Bewegungs-Übungen ausschließlich selbst. Selbst eine Beinwellsalbe lehnte ich ab, weil sie die Heilung nur vortäuschte und mich zum Überlasten der (verletzten) Schulter verleitete. Zusätzlich nahm ich mehrmals die seelisch-geistige Aura (den sogenannten „Heilstrom“) von Bruno-Gröning-Freundeskreisen auf, was (während der Teilnahme-Stunden) die Heilung weitaus schneller verlaufen ließ (als außerhalb der Stunden).


    Diese Liste könnte ich mit den nichtmedizischen Heilungs-Erfolgen anderer (sogar kochköstlicher) Menschen endlos fortsetzen. Wer allerdings ohne ärztliche Behandlung in Panik gerät oder zu ungesund lebt, der ist nachweislich häufig besser dran, wenn er sich in solche begibt. Denn Panik ist ein sehr schlechter Ratgeber. Laut einem Dokumentarfilm, den ich vor Jahrzehnten in einem Religions-Unterricht mal zu sehen bekam, starb ein US-Häftling, dem man mitteilte, daſs er eine lebensgefährliche Menge Blut verloren habe, an den gleichen Folgen wie an einem echten (zu hohen) Blutverlust, obwohl man ihm (bei verbundenen Augen) lediglich warmes Wasser über eine winzige Schnittwunde geträufelt hatte.

    Auch Medizin Studierende werden teils falsch und teils sehr einseitig unterrichtet. Wenn die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht erheblichen Ausmaßes künstlich geschwächt werden, so werden sie massiv unterschätzt.

    Sobald man oft genug über den kollektiven Tellerrand schaut, kommt man zu Ergebnissen, über die man anfangs fast nur staunen kann. Und das betrifft nahezu alle Aspekte des täglichen Lebens.
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    Aktualisiert: 02.02.2017 um 23.09 von Manfred (Rechtschreib- und Ausdruckskorrekturen)
  9. Avatar von Manfred
    Inwieweit offiziell formulierte Angaben schulmedizinischer Art Wissenschafts-Fälschungen sind geht auch aus einem kürzlichen Urteil des OLG Stuttgart hervor: MasernVirus-Postulat der Schulmedizin gerichtlich als Betrug entlarvt.
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  10. Avatar von Sabine
    Zitat Zitat von Ralph
    Ach Sabine ...

    Was ich nicht verstehe:
    • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Deinem Blogeintrag vom 20.1.2017 und dem Unfall?
    • Was haben Inliner und Schlittschuhe mit Deiner Situation zu tun? Du bist vermutlich durch Unaufmerksamkeit (in doppelter Hinsicht: Bei der Wahl des Schuhwerks und beim Gehen) gestürzt ... beim Sporttreiben hingegen - so geht es zumindest mir - bin ich überdurchschnittlich aufmerksam, so dass da eher wenig Unfälle passieren.
    • Wenn Dir Kochköstler sagen, dass die Beweglichkeit nicht mehr so wird wie vorher - glaubst Du das dann?

    Glaube an Dich - alles Liebe,
    Ralph

    PS: Bei Deiner Henkersmahlzeit wird mir schon beim Lesen schlecht ...
    Hallo Ralph,

    1. War nur ein stilistisches Mittel
    2. Jetzt, wo der Knochen wieder stabil ist, denke ich auch wieder anders.
    3. Von dieser Art Überheblichkeit habe ich mich verabschiedet. Ich ignoriere nicht mehr leichtfertig, nur weil es ein Kochi gesagt hat. War deine Arbeit als Kochi nur schlecht? Meine nicht.
    Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass sich der Arzt ohnehin geirrt hat. Dafür sprechen die Aufnahmen bei der Op, die mir der Physiotherapeut erklärt hat. Die Gelenkpfanne ist völlig in Ordnung, jetzt muss nur alles gut verheilen. Und ich spüre, dass ich noch viel Luft in der Beweglichkeit habe, da geht noch was!!! Darf jetzt nur nicht übermütig werden, hihi.

    Danke, ich finde täglich mehr zu mir.

    Die Henkersmahlzeit war sicher suboptimal von der Kombination. Aber manchmal heiligt der Zweck die Mittel. Das heißt jetzt nicht, dass solche Mahlzeiten Standard werden sollen.

    Gestern wiederum habe ich von morgens bis abends fast nichts anderes getan als gegessen und das Ergebnis war, dass aus meiner rechten Pranke, für die ich schon geneigt war, mir Lymphdrainage zu organisieren, wieder eine zarte Hand geworden ist. Der Körper allein weiß, was er braucht.

    Und heute hat mir eine einzige Mahlzeit mit Durian gereicht.

    Ich gucke mir gerade die Videos von GCB an, die bringen mich gerade wieder auf Linie. Und zurück zu Monomahlzeiten. Überwiegend zumindest. Alles andere ist für mich auf Dauer nicht gut.

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    Aktualisiert: 07.02.2017 um 20.52 von Sabine
  11. Avatar von Sabine
    Hallo Manfred,

    danke für deine ausführliche Schilderung.

    Ich könnte diese Liste um einiges erweitern, wie ich ohne Anwendung der Schulmedizin schneller und besser gesund wurde.

    Wenn es sich nur um einen geraden Bruch gehandelt hätte, wäre eine Op auch nicht in Frage gekommen.

    Dummerweise hatte sich das Biest verschoben...

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  12. Avatar von Ralph
    Zitat Zitat von Sabine
    Hallo Ralph,

    3. Von dieser Art Überheblichkeit habe ich mich verabschiedet. Ich ignoriere nicht mehr leichtfertig, nur weil es ein Kochi gesagt hat. War deine Arbeit als Kochi nur schlecht? Meine nicht.
    Ist es überheblich, wenn ich etwas nicht leichtfertig glaube, was ein Kochi zum Thema Heilung kommuniziert? Ich glaube kaum.

    Zitat Zitat von Sabine
    Ich gucke mir gerade die Videos von GCB an,
    Welche Videos, wenn ich fragen darf?

    Zitat Zitat von Sabine
    die bringen mich gerade wieder auf Linie. Und zurück zu Monomahlzeiten. Überwiegend zumindest. Alles andere ist für mich auf Dauer nicht gut.
    Mir auch nicht. Interessanterweise habe ich auch so gut wie nie Bedarf nach etwas anderem - ein LM in einer Mahlzeit, und gut isses. Das geht jetzt schon sicher ein Jahr so - vielleicht auch zwei ... ist also der "Normalzustand" bei mir. Wenn es da Ausrutscher gäbe, würde ich ich ernsthaft fragen, woraus die wohl resultieren.

    LG, Ralph
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    Danke Sabine bedankte(n) sich für diesen Beitrag
  13. Avatar von Sabine
    Hallo Ralph,

    Leichtfertig glaube ich gar nichts, aber ich respektiere Erfahrungswerte anderer Professionen.

    Welche Videos, wenn ich fragen darf?

    https://m.facebook.com/notes/instinc...=page_internal


    Mir auch nicht. Interessanterweise habe ich auch so gut wie nie Bedarf nach etwas anderem - ein LM in einer Mahlzeit, und gut isses. Das geht jetzt schon sicher ein Jahr so - vielleicht auch zwei ... ist also der "Normalzustand" bei mir. Wenn es da Ausrutscher gäbe, würde ich ich ernsthaft fragen, woraus die wohl resultieren.


    Das ist mir persönlich zu dogmatisch. Es gibt Mahlzeiten, da sperrt das anfangs beste Produkt schon nach wenigen Bissen. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: aufhören oder wechseln. Mitunter hilft Ablenkung, um auch nach winzigen Mengen die Mahlzeit zu beenden. Am besten klappt das, wenn ich mich im Anschluss bewegen kann. Daher habe ich in den letzten Wochen überwiegend von 6:30 bis 13 Uhr gearbeitet. Früh eine Stunde ins Büro gelaufen (@ Mela: damit meine ich eine Art walken, sonst schreibe ich joggen), nachmittags dann zwei Stunden über Umwege zurück. Das hat mir sehr gut gefallen und wird beizeiten fortgesetzt.

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    Danke Chris, Mela, Manfred bedankte(n) sich für diesen Beitrag
  14. Avatar von Ralph
    Zitat Zitat von Sabine
    Leichtfertig glaube ich gar nichts, aber ich respektiere Erfahrungswerte anderer Professionen.
    Das tue ich ebenso - nur heißt das nicht, dass ich sie unreflektiert übernehme.

    Zitat Zitat von Sabine
    Welche Videos, wenn ich fragen darf?

    https://m.facebook.com/notes/instinc...=page_internal
    Danke für den Link - ist Norbis FB-Seite, wenn ich's richtig sehe ...

    Zitat Zitat von Sabine

    Mir auch nicht. Interessanterweise habe ich auch so gut wie nie Bedarf nach etwas anderem - ein LM in einer Mahlzeit, und gut isses. Das geht jetzt schon sicher ein Jahr so - vielleicht auch zwei ... ist also der "Normalzustand" bei mir. Wenn es da Ausrutscher gäbe, würde ich ich ernsthaft fragen, woraus die wohl resultieren.

    Das ist mir persönlich zu dogmatisch. Es gibt Mahlzeiten, da sperrt das anfangs beste Produkt schon nach wenigen Bissen. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: aufhören oder wechseln.
    Ich sehe da keinerlei Dogma. Es gibt einfach keinen Bedarf bei mir, in einer Mahlzeit zu kombinieren. Wenn ein LM nach wenigen Bissen sperrt, so schafft es ja doch eine gewisse Zufriedenheit - also brauche ich dann erstmal nicht sofort etwas anderes.

    Eben habe ich z.B. einen Chicorée gegessen - Satt hat der mich nicht gemacht, aber zufrieden bin ich und habe unmittelbar keinen Bedarf, noch etwas anderes zu essen (ein zweiter Chicorèe ginge sicher, aber ich habe nur einen zur Verfügung gehabt).

    Das war nicht immer so, ist aber jetzt seit geschätzt zwei Jahren die Regel. Es zeigt mir, dass ich - zumindest in Bezug auf die Ernährung - eine gute Balance erreicht habe, und dass der Trieb, psychische Unausgeglichenheit durch Essen zu kompensieren, schon stark nachgelassen hat.

    Natürlich bin ich auch nicht davor gefeit, mich im LM mal zu vergreifen - siehe letzte Woche mit Durian und Jackfrucht, die beide ungenießbar waren. Davon habe ich aber auch tatsächlich kaum etwas gegessen, sondern alles wieder ausgespuckt - und bin dann eben erst beim drittten LM fündig geworden (d.h. bei Sapotillen).
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  15. Avatar von Mela
    Zitat Zitat von Sabine
    Daher ganz vielen lieben Dank an Susanne und Mela für die lieben, aufbauenden Worte. Das hat mir sehr geholfen!!!!!
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