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Sabine

Und so ging es weiter

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Es ist ja nun schon eine Weile her seit meinem letzten Eintrag hier im Blog. Heute berichte ich euch, wie es bei mir weiter ging:

Die ersten elf Tage in Thailand habe ich mit Ausnahme von einer Mahlzeit mit Bananen und einer mit Jackfrucht ausschließlich von Papaya und Durian gelebt. Was für ein Traum. Am liebsten aß ich den von mir so benannten Hefekuchendurian, der schon butterweich und etwas überreif war.

Dann war wieder mal Markt. Zuvor hatte ich von zwei muslimischen Verkäufern gehört, die Wasserbüffel und Rind anbieten. Schnurstracks bin ich zu ihnen gegangen und wusste sofort: Das wird meine Premiere mit tropischem Fleisch. Ich durfte vieles anfassen und beschnuppern. Neben Innereien gab es auch herrlich fettige Knochen und kräftig dunkles Fleisch mit einer smarten Fettschicht. Kurzum, es war ein Paradies. Hier bekam ich alles, worum ich zu Hause mehr oder weniger betteln muss.

Mein erster Versuch bestand aus Leber und sie war himmlisch. Nachdem ich diese Mahlzeit folgenlos überstanden hatte, wurde ich mutig und probierte alles andere. Die Verkäufer staunten nicht schlecht, was ich kaufte und ich glaube, dort war ich nicht mal meinem Mann peinlich, weil es so normal war. Hihi.

Auf dem Rückflug hatte ich eine ganze Zunge und fettes Fleisch im Gepäck.

Fisch hingegen hat mich dort ganz und gar nicht fasziniert. Schade. Es gab so viele verschiedene Sorten, Muscheln und vom Thunfisch diverse Größen, auch Köpfe, aber da war nie eine Anziehung. Am ehesten hat mich noch eine stark angetrocknete Variante angesprochen, aber auf der saßen ganze Schwärme von Fliegen und getrocknete Proteine bei tropischen Temperaturen hielt ich für wenig sinnvoll.

Wenn eine solche Reise noch eines Höhepunktes bedarf, dann war es zweifellos das Kennenlernen von Lizas Familie. Liza lebt seit November mit unserem jüngsten Sohn in Berlin und lernt fleißig deutsch.

Zu diesem Zweck sind wir für drei Tage nach Südthailand geflogen. Die Gastfreundschaft war überwältigend. Wir wurden von morgens bis abends bespaßt, uns wurde Natur gezeigt, die wir alleine nie entdeckt hätten oder wo wir uns auch nicht hingewagt hätten. Die Familie war so erfrischend, lustig und bemüht. Obwohl sie kaum englisch sprach und ich nur ein paar Floskeln in Thai kann, waren wir uns umgehend sympathisch.

Eine mittelmäßige Verwirrung habe ich mit meinen Ernährungsgewohnheiten verursacht. Hihi. Gleich nach der Abholung vom Flughafen wurden wir in eine kleine, von der Familie betriebene Gaststätte gefahren, wo gerade gefrühstückt wurde. Ach du Schreck. Da gab es nullkommanichts an rohem. Also habe ich Lizas Zwillingsschwester, die noch am ehesten etwas englisch verstand, die Situation zu erklären versucht. Ich wurde mehrfach so nett zum Probieren der Nationalgerichte eingeladen, dass es mir nach vielen Jahren mal wieder leid tat, dass ich keine Ausnahmen machen kann. Nicht, wenn ich die Tage genießen wollte.

Nebenan lag das Geschäft der Eltern. Sie stellen Vogelkäfige her und verkaufen sie. In Südthailand ist das eine Art Volkssport und fast jeder hat dort einen Vogel. Hihi.

Auf dem Weg in einen Nationalpark wurde mir eine Banane angeboten, die ich gerne annahm. Später gab es für jeden einen Cashewapfel. Puh, so langsam bekam ich echten Hunger. Meine Rettung schien nah, als Lizas Schwester mit ein paar Bananen auf mich zukam. Aber nein, sie fütterte die Affen damit. Hahaha. Wir bezahlen dafür zu Hause ein kleines Vermögen und dort fressen es die Tiere. Auch Elefanten haben sie uns begeistert abgenommen.

Die Familie staunte immer wieder ungläubig über meine Ernährung. Aber sie waren tolerant und trugen es mit Fassung. Ich weiß, dass meine Ablehnung ihrer Speisen als unhöflich gelten konnte, aber verdammt, was sollte ich machen? In Gaststätten bestellte ich immer Kokosnusspagoden, was oft genug das einzig verlässlich rohe Produkt war. Um einen Löffel für das Fruchtfleisch musste ich erst bitten, normalerweise wird dort eher der Saft getrunken.

Am nächsten Tag war Lizas Mama bestens für mich ausgerüstet, dachte sie zumindest. Sie hatte mehrere Kokosnüsse, verschiedene Sorten offensichtlich zu heiß getrockneter, geschälter Nüsse, die ich leider ablehnen musste, Papaya, Guaven, zwei Schälchen mit Salat und gekochtem Ei, Tamarinde und ich weiß nicht mehr, was noch alles dabei.

Ohne mit der Wimper zu zucken, nahm sie das Obst mit auf die Terrasse einer Fischgaststätte, schälte mir die Papaya, zerteilte die Guaven. Oh man, und ich hätte an dem Tag am liebsten nur eine Kokosnusspagode geschlürft und das Fleisch ausgelöffelt. Aber ich wusste, dass sie ihr Obst an mich verfüttern wollte und da habe ich den Kompromiss gemacht und brav das Obst gegessen. Instinktive Rohkost kann manchmal auch anstrengend sein, nämlich dann, wenn man es anderen Recht machen möchte.

Nicht einmal die Austern waren in der Gaststätte roh. Das wiederum hat mich erstaunt. Es wird alles bis zur Unkenntlichkeit zerteilt, gegrillt, gekocht und frittiert, in bunten Soßen ertränkt und all
das in einer Region, wo es die Natur so gut mit uns meint.

Etwas bedauert habe ich, dass wir auf keinem dortigen Markt waren. Die Früchte kurz vor der Grenze zu Malaysia hätten mich interessiert. Eigentlich war auch Saison für Chempedak. Aber wir waren abends zu platt für weitere Unternehmungen. Immerhin habe ich wunderbare Apfelsinen mit schorfiger Schale kosten dürfen.

Ich habe in der Zeit dort so viele zufrieden weidende Wasserbüffel gesehen und mich auf die nächste fette Fleischmahlzeit gefreut. Lizas Schwester fand es unvorstellbar, rohes Fleisch zu essen. Und rohe Leber??? Jemand wie ich sei ihr noch nicht begegnet. Hahaha.

Nach der Rückkehr nach Phuket habe ich weitere tolle Entdeckungen gemacht:

Salat!!! Niemals nie zuvor war ich Fan von diesen eher geschmacklosen Blättern. Dieses mal nun war ich auch in Gärtnereien mit Bioanbau. Und der Salat war so wunderbar. Die Reste, die ich noch zu Hause aß, waren um ein vielfaches aromatischer als unsere blassen Gewächshauspflanzen. Selbst da steckte die Kraft der tropischen Sonne drin.

Und dann sah ich eines Tages auf dem Markt perfekt reife Corossol. Meine Entdeckung. Per Paket hatte sie nie für mich gepasst. Und nun war sie der Hauptgewinn.

Das Leben in den Tropen war so leicht, so lebensfroh, so ideal vom Klima für mich, nahezu pausenloser Sonnenschein, die Regentropfen waren fast zählbar. Das Paradies eben. Ich fühlte mich so gut und hatte, um mit Zoes Worten zu sprechen, Augen so strahlend weiß wie Leuchtbojen.

Wenn ich dann von den ganzen Krankheiten zu Hause im Rohkostlager las, wurde ich traurig. Ich hatte mich in Windeseile von meinen Zipperlein erholt und und konnte mein ganzes Gefresse der Zeit davor nur noch kopfschüttelnd betrachten. Ist es wirklich das Klima, was den Unterschied macht? In Deutschland wurden Mengen verputzt, die mir den Atem stocken ließen. Allein deshalb halte ich einen Aufenthalt in den Tropen für so heilsam: weil sich die Organe mal ausruhen können. Überlastungen machen dort wenig Spaß.

Nur wenige Wochen nach meiner Rückkehr und einer sehr sportlichen Zeit bekam aber auch ich Probleme. Mein Versuch, mein gutes Befinden der Tropen durch das Beibehalten der dort bevorzugten Produkte zu konservieren, hat nicht funktioniert. Mir war ständig kalt und ich wurde nicht satt, aß oft zu viel. An Fleisch oder Gemüse wie im Vorjahr um diese Zeit kam ich kaum mal ran, war dann aber himmlisch hoch drei. Mit Nüssen jedweder Art, auch eingeweichten, fand ich wiederum nie den Absprung. Die größte Anziehung hatten nach wie vor Durian, Jackfrucht und Bananen.

Es kam, wie es kommen musste: Mich erwischte ein so heftiger Infekt wie seit Jahren nicht mehr. Zwei Tage hatte ich bis zu 38,9 Grad Temperatur, was für mich ungewöhnlich hoch ist. Ich habe zum Gotterbarmen gefroren, hatte starke Gliederschmerzen und einen raschelnden Husten. Aber so ein Virus räumt auch auf und das hat mir gut getan.

Aktuell habe ich eine Vorliebe für Kräuter, meine geliebten Zwiebelchenblätter sind wieder da. Auch habe ich die Aloe für mich neu entdeckt. Zwei Sorten von den Blättern und eine Pflanze habe ich mir beim deutschen Aloezentrum bestellt. Es wurde sehr gute Ware geliefert.

Mir ist derzeit schnell alles zu alt. Das ist eine neue Entwicklung bei mir, hihi.

So richtig was Frisches gibt es derzeit ja kaum, wenn man vom tropischen Obst mal die Finger lassen möchte. Beim Gemüse begeistern mich gelegentlich Topinambur, Chicorée, Kohlrabi, Brokkoli und Fenchel. Aber eher selten.

Daher versuche ich es jetzt mit Keimlingen und Fisch. In Berlin habe ich zudem eine Quelle für frische Erdnüsse gefunden, wobei ich mich auch daran trotz sichtbarer Keimung sattessen kann.

So ganz fit fühle ich mich derzeit nicht. Die Dunkelheit und die nasse Kälte mach(t)en mir in diesem Jahr richtig zu schaffen. Dieses kalte Klima scheint mir zuzusetzen. Ich habe Energielöcher, die ich einfach anstrengend finde.

Zum Krafttraining gehe ich derzeit nur ein mal in der Woche. Ausdauersport bereitet mir gerade wesentlich mehr Freude. Insgesamt fehlt mir aber irgendwas und ich bin auf der Suche.

Aufgefallen ist mir, dass in Zeiten der größten Überlastung, wo ich auch mal wieder ein kleines Bäuchlein vor mir herschob, die zwischenmenschlichen Kontakte intensiver wurden. Ich war ähnlich verpeilt wie meine Umgebung und fühlte mich in ihrem Kreis herzlich aufgenommen. Nach ein paar Tagen war ich mir selbst zuwider, weil in mir ein anderer Film läuft und mir war klar, dass ich mich wieder abgrenzen will und auf mich selbst besinnen muss.

Was für mich immer hilfreich war, ist eine Mahlzeit auszulassen und im besten Fall die Menge auf 500 g zu begrenzen, egal, ob es Obst, Nüsse oder Tier sind. Mit einer Nahrungsmenge von einem bis höchstens anderthalb Kilo pro Tag geht es mir am besten. Wenn ich lese, was andere Rohis allein bis mittags verputzt haben, bekomme ich große Stauneaugen. Da würde ich flach liegen. Ich tendiere aber derzeit auch zu sehr konzentrierten Produkten. Honig und Datteln waren jetzt immer wieder mal himmlisch, sind mir aber eigentlich schon zu alt. Ich bin generell bei Süßkram derzeit vorsichtig. Bei den Nüssen habe ich gerade die Zedernkerne (von Orkos) für mich entdeckt. Sie sind herrlich frisch.

Nun wird es zum Glück Frühling. Die Sonne allein tut gut. Ich bin froh, dass sie jetzt zu uns kommt und ich nicht den beschwerlichen Weg zu ihr habe. Denn das ist mir dieses Jahr besonders bewusst geworden: Meine Heimat ist hier, wo man meine Sprache spricht, wo meine Kinder sind, wo mein Bett steht. Und ich habe nach meiner Rückkehr die klare, kalte Winterluft so genossen. Thailand ist toll für einen Urlaub, aber dauerhaft braucht es mehr zum Glücklichsein. Weil ich mich aber dort regelmäßig aufhalten und demzufolge auch verständigen möchte, werde ich ab April einen Sprachkurs für Anfänger besuchen. Damit werde ich mir das Paradies noch besser erschließen können. Und im November werde ich meine Kenntnisse dann vor Ort anwenden.

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Kommentare

  1. Avatar von Stefan
    Ist es wirklich das Klima, was den Unterschied macht? In Deutschland wurden Mengen verputzt, die mir den Atem stocken ließen.
    Ich meine, daß es das Klima ist. Es ist eine Menge Energie nötig, um hohe Temperaturdifferenzen dauerhaft auszugleichen, sprich, den eigenen Körper gut zu heizen, wenn es draußen kalt ist.

    Mein Versuch, mein gutes Befinden der Tropen durch das Beibehalten der dort bevorzugten Produkte zu konservieren, hat nicht funktioniert. Mir war ständig kalt und ich wurde nicht satt, aß oft zu viel.
    Nicht weiter verwunderlich, oder? Die Berichte von erfolgreichen Früchte-Rohköstlern kommen immer aus warmen Regionen der Erde.

    An Fleisch oder Gemüse wie im Vorjahr um diese Zeit kam ich kaum mal ran, war dann aber himmlisch hoch drei.
    Fleisch wäre richtig gewesen, meine ich. Aufzwingen ist natürlich sinnlos.

    Es kam, wie es kommen musste: Mich erwischte ein so heftiger Infekt wie seit Jahren nicht mehr
    So etwas kann eigentlich nicht durch eine falsche Auswahl oder Zusammenstellung der Nahrung zustande kommen. Da muß mehr im Spiel gewesen sein. Ich tippe wieder einmal auf schlechte Qualität der verzehrten Produkte. Oder es war anders herum und die Produkte in Thailand waren alles andere als gut und die ganzen Pestizide mußten zu Hause in Deutschland entgiftet werden. Mir persönlich bekommt nicht einmal Bio-Papaya aus Thailand, die es hier ab und zu gibt. Ich mache um alles aus Thailand einen Bogen.

    Mir ist derzeit schnell alles zu alt. Das ist eine neue Entwicklung bei mir, hihi.
    Da gratuliere ich. Ich bin gespannt, ob die alten Unsitten nach einiger Zeit im kalten Europa wieder einreißen.

    So richtig was Frisches gibt es derzeit ja kaum, wenn man vom tropischen Obst mal die Finger lassen möchte.
    Woher soll es auch kommen? Wir haben immer noch Winter in Europa. Den seit einigen Wochen angebotenen Erdbeeren und Himbeeren aus Spanien traue ich ungefähr so weit wie meine PC-Tastatur flach ist. Bleibt also nur noch Tropisches. Stimmt nicht ganz. Die Mispeln aus Spanien scheinen aus aktueller Ernte zu sein und sperren prima.

    So ganz fit fühle ich mich derzeit nicht. Die Dunkelheit und die nasse Kälte mach(t)en mir in diesem Jahr richtig zu schaffen. Dieses kalte Klima scheint mir zuzusetzen. Ich habe Energielöcher, die ich einfach anstrengend finde.
    Das Problem der Rohkost im europäischen Winter hat es in sich. Im tropischen Paradies roh leben ist einfach.

    Insgesamt fehlt mir aber irgendwas und ich bin auf der Suche.
    Anregung: alle Kategorien von Lebensmittel prüfen, ob man eine schon länger vernachlässigt hat. Das ist meine Liste:

    • Eier von Landtieren
    • Fettfrüchte
    • Fisch fett/mager
    • Gemüse, oberirdisch wachsend
    • Gemüse, unterirdisch wachsend
    • Getreide
    • Hülsenfrüchte
    • Insekten
    • Kräuter, Blüten
    • Kräuter, Blätter
    • Landesfrüchte
    • Landtiere, Fleisch fett/mager
    • Landtiere, Innereien
    • Meerespflanzen
    • Meerestiere
    • Nüsse/Samen
    • Pilze
    • Tropenfrüchte

    Getreide steht nur pro forma auf der Liste. In über 22 Jahren Rohkost war es noch nie richtig interessant für mich.

    Ich war ähnlich verpeilt wie meine Umgebung und fühlte mich in ihrem Kreis herzlich aufgenommen.
    Köstlich.
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    Aktualisiert: 19.03.2016 um 23.49 von Stefan
  2. Avatar von Mela
    Oder es war anders herum und die Produkte in Thailand waren alles andere als gut und die ganzen Pestizide mußten zu Hause in Deutschland entgiftet werden. Mir persönlich bekommt nicht einmal Bio-Papaya aus Thailand, die es hier ab und zu gibt. Ich mache um alles aus Thailand einen Bogen.
    Wird in Thailand also übermäßig viel gespritzt?
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  3. Avatar von Susanne
    Zitat Zitat von Mela
    Wird in Thailand also übermäßig viel gespritzt?
    Ein Artikel aus der Schweiz von 2013: Asiatisches Gemüse strotzt vor Pestiziden

    Und einer aus Deutschland von 2014: Bauern bringen zu viele Pestizide aus
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  4. Avatar von Sabine
    Hallo Stefan,

    danke für deine Anregungen.

    Ich meine, daß es das Klima ist. Es ist eine Menge Energie nötig, um hohe Temperaturdifferenzen dauerhaft auszugleichen, sprich, den eigenen Körper gut zu heizen, wenn es draußen kalt ist.
    Eben. Und hier wäre derzeit auch kein Leben möglich ohne all die netten Lieferanten.

    Mein Versuch, mein gutes Befinden der Tropen durch das Beibehalten der dort bevorzugten Produkte zu konservieren, hat nicht funktioniert. Mir war ständig kalt und ich wurde nicht satt, aß oft zu viel.

    Nicht weiter verwunderlich, oder? Die Berichte von erfolgreichen Früchte-Rohköstlern kommen immer aus warmen Regionen der Erde.
    Sicher. Das war mir durchaus bewusst. Es ist ja auch einfach zu schön. Das Obst ist tief durchwärmt und daher besonders aromatisch.

    Vielleicht ist es auch nicht besonders sinnvoll, wenn man dem Körper die Umstellung mitten im Winter zumutet. Den Herbst zu verlängern oder das Frühjahr eher zu beginnen ist möglicherweise besser bekömmlich. Ich werde es herausfinden.

    An Fleisch oder Gemüse wie im Vorjahr um diese Zeit kam ich kaum mal ran, war dann aber himmlisch hoch drei.

    Fleisch wäre richtig gewesen, meine ich. Aufzwingen ist natürlich sinnlos.
    Es waren zwei bis vier verschiedene Sorten Fleisch vorhanden, auch Innereien und Köpfe, aber was nicht geht, geht halt nicht.

    Es kam, wie es kommen musste: Mich erwischte ein so heftiger Infekt wie seit Jahren nicht mehr.

    So etwas kann eigentlich nicht durch eine falsche Auswahl oder Zusammenstellung der Nahrung zustande kommen. Da muß mehr im Spiel gewesen sein. Ich tippe wieder einmal auf schlechte Qualität der verzehrten Produkte.
    Jede Überlastung bedeutet für den Organismus Stress. Wenn ich nicht das richtige Produkt finde, ist das leider schwer vermeidbar.

    Ich finde, es gibt nur wenig wirklich verlässlich gut sperrende Lebensmittel. Zuletzt hatte ich die Belis mit grandioser Sperre. Auch bei Kräutern gibt es kein zuviel. Alles andere sperrt mal und dann wieder nicht oder eben erst recht spät.

    Oder es war anders herum und die Produkte in Thailand waren alles andere als gut und die ganzen Pestizide mußten zu Hause in Deutschland entgiftet werden.
    Sie waren besser als im Vorjahr, aber nicht durchgehend chemiefrei.

    Ich habe beinahe eher die Abgase im Verdacht, die mir auf die Lunge geschlagen haben.

    Ich bin gespannt, ob die alten Unsitten nach einiger Zeit im kalten Europa wieder einreißen.
    Jein. Was ich in den letzten Tagen bemerkt habe: Gut gereiftes Fleisch ist für mich wesentlich leichter verdaulich als frisches. Das liegt mir noch am nächsten Morgen wie ein Stein im Magen, selbst wenn ich die Mahlzeit schon um fünf beendet habe. Bei dem vorverdauten Fleisch hingegen ist es kaum problematisch, wenn ich um 19 Uhr noch esse.

    Es gibt so ein paar Tricks der Natur, die ich nicht für abwägig halte, fermentierte Kokosnüsse, sehr reife Bananen etc.

    Aber generell bevorzuge ich derzeit eindeutig Frischware.

    Das Problem der Rohkost im europäischen Winter hat es in sich.
    Naja, ich weiß ja, dass und grundsätzlich auch wie es funktioniert. Bei mir gab es an den letzten drei Abenden Fleisch, die letzten beiden Mittagessen bestanden aus nun hervorragend sperrenden Nüssen und jetzt ist mir endlich, endlich wieder so richtig schön warm. Ich war heute beim Sport und war so kraftvoll wie lange nicht. Ich hatte wieder das Gefühl, ein tiefes Bedürfnis nach körperlicher Aktivität zu stillen und nicht mehr das Empfinden einer nicht enden wollenden Quälerei. Sehr zufrieden bin ich auf einem Umweg nach Hause geradelt, ohne dass mich der Regen gestört hat. Jetzt bin ich wohl im europäischen Winter angekommen, hihi.

    Im tropischen Paradies roh leben ist einfach.
    Oh ja! Allein die nahezu ständige Verfügbarkeit von Durian und zwei mal die Woche die besten tierischen Produkte vor der Nase, das war schon luxuriös. Und zu Hause fing dann wieder der ganze Stress an, Bestellungen auf blauen Dunst, Bedarf erahnen usw.

    Anregung: alle Kategorien von Lebensmittel prüfen, ob man eine schon länger vernachlässigt hat. Das ist meine Liste:
    Die Meeresprodukte habe ich seit der Einstellung der Fischlieferungen von Orkos sehr vernachlässigt. Das will ich nun ändern, weil ich sie schon für sehr wichtig erachte.

    Pilze habe ich jetzt auch mal wieder probiert und für gut befunden.

    Auch das Wasser habe mal neu gewählt und trinke nun auch gerne wieder Heilerde.

    Getreide steht nur pro forma auf der Liste. In über 22 Jahren Rohkost war es noch nie richtig interessant für mich.
    Ich habe das Gefühl, dass es für mich durchaus interessant werden könnte. Das Brot meines Mannes duftet wiederholt gut. Der Nackthafer war verdammt gut. Das ruft nach Wiederholung. Ich habe zwei Chargen angesetzt.

    Schönen Sonntag noch.

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  5. Avatar von Sabine
    Zitat Zitat von Mela
    Wird in Thailand also übermäßig viel gespritzt?
    Ich denke schon. Teilweise habe ich Durian und ein mal auch Jackfrucht mit einer dicken weißen Schicht Chemie gesehen. Und zahlreiche andere Früchte kamen für mich aufgrund der Erfahrungen des Vorjahres gar nicht mehr in Frage. Aber es gibt inzwischen biologische Gärtnereien und das schmeckt man sofort. Selbst im Supermarkt gibt es zum Teil "organic food".

    Man muss halt gucken, riechen, fragen...

    Das Bewusstsein für den Bioanbau ist bei der älteren Generation nicht besonders ausgeprägt. Aber deren Kinder zeigen deutlich mehr Interesse an einem verantwortungsbewusstem Umgang mit der Natur. So zumindest nach Aussagen unserer thailändischen Vermieterin.

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  6. Avatar von Mela
    Teilweise habe ich Durian und ein mal auch Jackfrucht mit einer dicken weißen Schicht Chemie gesehen.
    Da war wirklich eine weiße Spritzmittel-Schicht zu sehen? Kann mir das bildlich grad gar nicht vorstellen...
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  7. Avatar von Susanne
    Zitat Zitat von Sabine
    Was ich in den letzten Tagen bemerkt habe: Gut gereiftes Fleisch ist für mich wesentlich leichter verdaulich als frisches. Das liegt mir noch am nächsten Morgen wie ein Stein im Magen, selbst wenn ich die Mahlzeit schon um fünf beendet habe. Bei dem vorverdauten Fleisch hingegen ist es kaum problematisch, wenn ich um 19 Uhr noch esse.
    Ist bei mir genau anders herum: "frisches" Fleisch verdaut sich ruckzuck, altes liegt wie ein Stein im Magen, von den Auswirkungen am nächsten Morgen wie Augenrändern einmal ganz abgesehen. Frisch bedeutet für mich bis zu zehn Tagen nach der Schlachtung bzw. dem Tod.
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  8. Avatar von Sabine
    Hallo Stefan,

    du schriebst :

    Die Berichte von erfolgreichen Früchte-Rohköstlern kommen immer aus warmen Regionen der Erde.
    Hierzu ist mir noch eingefallen:

    Nach meinen Erfahrungen funktioniert nicht einmal in den Tropen eine reine Früchteernährung. In den ersten Tagen, wo ich nur Durian und Papaya aß, war ich noch sehr empfänglich für den Hinweis eines dort langjährig lebenden Deutschen, dass im am Dorf angrenzenden Urwald wilde Durian und Jackfrucht wachsen. Ich könnte somit völlig kostenlos leben. Nun ja, mein Respekt vor den Gefahren im Urwald (Kobras sind definitiv gesichtet worden), die wir gar nicht einschätzen können und wo mir grundlegendes Wissen fehlt, hielten mich von eigenständigen Erkundungen ab. Jackfrucht habe ich später zwar entdeckt, aber sie war unreif und was soll ich alleine mit einer ganzen großen Frucht?

    Nachdem ich im letzten Jahr immer wieder nach Tier gelechzt habe, fühlte ich mich in diesem Jahr durch das Fleisch um so vieles besser ernährt.

    Meine fleischigen Mengen sind seitdem übrigens deutlich gesunken und bewegen sich nur noch zwischen 250 g und 450 g. Als wenn ich durch dieses sonnendurchflutete, besonders gut ernährte Tier auch einige andere Defizite decken konnte.

    Im tropischen Paradies roh leben ist einfach.
    Roh leben ist dort sicher einfacher als bei uns. Aber da ich wesentlich kalorienärmer gegessen habe, war auch an eine Gewichtszunahme nicht zu denken. Möglicherweise normalisiert sich das aber nach einer längeren Zeit. Drei oder vier Wochen reichen nicht aus, um alle Strapazen des Jahres zu kompensieren und den Körper komplett zu regenerieren.

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  9. Avatar von Sabine
    Zitat Zitat von Susanne
    Ist bei mir genau anders herum: "frisches" Fleisch verdaut sich ruckzuck, altes liegt wie ein Stein im Magen, von den Auswirkungen am nächsten Morgen wie Augenrändern einmal ganz abgesehen. Frisch bedeutet für mich bis zu zehn Tagen nach der Schlachtung bzw. dem Tod.
    Liebe Susanne,

    ich meine hier (mal wieder) nicht zu feucht gelagertes Fleisch. Dabei entstehen ganz abartige Substanzen, die ich auch nicht vertrage. Und auch nicht (mehr) eingetrocknetes Fleisch.

    Aber bei großen Stücken, zum Beispiel einem ganzen Rippenbogen von einem fettreichen Tier, entsteht bei trockener, kühler Lagerung, wie bei mir an der Hängeampel, eine hervorragende Qualität. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dem entspricht, was ich unlängst in Herrn Mutters Buch "Grünes auf dem Teller" zur Ernährung unserer Vorfahren las: Sie lebten seiner Meinung nach von sehr viel Grünzeug und Aasfleisch, was für ein paar Stunden oder auch Tage in der Sonne lag.

    Von Vorteil ist dabei wirklich, wenn das Fleisch fettreich ist, weil es anderenfalls zu sehr austrocknet. Die fettige Außenschicht gibt dem Ganzen eine äußerst leckere, crosse Note. Das ist nicht so natürlich wie das Aasfleisch in der Natur, aber damit kann ich leben. Und spätestens, wenn das Fett nicht mehr schmeckt, ist der Verfall angezeigt.

    Frisches Fleisch finde ich durchaus ebenso lecker, aber darauf habe ich erstens nicht ständigen Zugriff und zweitens eben den Haken mit der Verdauung...

    Aber wir wissen ja, das wir in einigen Bereichen ziemlich unterschiedlich ticken, hihi.

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    Aktualisiert: 21.03.2016 um 21.59 von Sabine
  10. Avatar von Stefan
    Nach meinen Erfahrungen funktioniert nicht einmal in den Tropen eine reine Früchteernährung.
    Hm, die weiteren Erläuterungen nach diesem Satz sehe ich nicht als Hinderungsgrund an, sich in den Tropen nur von Obst zu ernähren. Habe ich den Absatz falsch verstanden? Vermutlich.

    Drei oder vier Wochen reichen nicht aus, um alle Strapazen des Jahres zu kompensieren und den Körper komplett zu regenerieren.
    Wie wär's denn, das Leben so zu gestalten, daß erheblich weniger oder keine Strapazen auftreten?
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  11. Avatar von Sabine
    Zitat Zitat von Stefan
    Wie wär's denn, das Leben so zu gestalten, daß erheblich weniger oder keine Strapazen auftreten?
    Klugscheißer

    Dann wäre das nicht mehr mein Leben. Ich brauche das auch ein bisschen. Nur in der gleichförmigen Monotonie dahinzudümpeln, fühlt sich für mich ziemlich langweilig an.

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  12. Avatar von Stefan
    Zitat Zitat von Sabine
    Dann wäre das nicht mehr mein Leben. Ich brauche das auch ein bisschen.
    Solche Aussagen erinnern mich immer an den köstlichen Dialog zwischen Robert de Niro und Al Pacino in dem Film "Heat":

    ap: Ein ziemlich wildes Leben, oder?
    rn: Es ist nun mal, wie es ist. Entweder so, oder wir müssen uns nach was anderem umsehen.
    ap: Ich hab' nichts anderes gelernt.
    rn: Ich auch nicht.
    ap: Ich glaub', ich will auch nichts anderes
    rn: Ich auch nicht.
    Danach grinsen sich beide an.

    Der Film in voller Länge: Heat, Kriminalfilm von 1995
    Obiger Dialog findet sich ab der Minute 1:31.
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  13. Avatar von Susanne
    Zitat Zitat von Sabine
    Nur in der gleichförmigen Monotonie dahinzudümpeln, fühlt sich für mich ziemlich langweilig an.
    Wie kommst du darauf, dass ein Leben ohne Strapazen monoton sein würde? Auch ein Leben ohne Strapazen kann sehr unterhaltsam und abenteuerlich sein.
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  14. Avatar von Ralph
    Zitat Zitat von Susanne
    Wie kommst du darauf, dass ein Leben ohne Strapazen monoton sein würde? Auch ein Leben ohne Strapazen kann sehr unterhaltsam und abenteuerlich sein.
    Naja, es soll ja Leute geben, die sich über ihre Strapazen definieren - also "Ich und meine Strapazen ..."
    0 Gefällt mir, 0 Danke, 0 Liebe ich
  15. Avatar von Artur
    Hallo Sabine
    Kurzweilig zu lesen deine beiden Thailandblogs, vor allem für mich, der Land und Leute kennt. Den Winter über zumindest für ein paar Wochen nach Thailand zu fliegen ist schon eine tolle Sache und es freut mich, dass es auch dir so gut gefallen hat. Ich war nur zweimal kurz in Phuket und zwar wie du in der früchtearmen Winterzeit. Ehrlich gesat, empfand ich die Zeit dort eher als Tortur. Am Strand gab es sogut wie nichts als die Touristenstände mit "Plastikobst" (fürs Auge gemachte, übers ganze Jahr gleichbleibende, fade schmeckende, absurd teure Auswahl). Ich fuhr praktisch täglich nach Phuket City, aber auch dort war das Angebot mau. Wenn du nochmal um diese Zeit nach Thailand fliegst, versuche mal Krabi, etwas südlicher, dort hat es auch schöne Strände und der Markt gibt einiges mehr her. Die beste Zeit für Früchtefans ist in Thailand jedoch von Mitte Mai bis August. Da quillt das Angebot über mit Durian, Mangos, Rambutan, Mangosteen, Cempedak, Litchi... zum Beispiel in Songkhla der Heimatstadt meiner Frau.
    sawadikap, Artur
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  16. Avatar von Sabine
    Hallo Artur,

    lieben Dank für deine Rückmeldung. Und auch ich freue mich über Lob.

    Ich war nur zweimal kurz in Phuket und zwar wie du in der früchtearmen Winterzeit. Ehrlich gesat, empfand ich die Zeit dort eher als Tortur.
    Naja, das ist vielleicht ein bisschen jammern auf hohem Niveau, hihi. Ich genieße den Aufenthalt dort generell und komme nicht ausschließlich wegen der Früchte dorthin.

    Phuket hat einen nicht besonders guten Ruf, aber das hat Marzahn, ein Stadtteil in Berlin, auch nicht, und wir haben dort lange Jahre sehr zufrieden gelebt.

    Wenn man natürlich den Vergleich zu ursprünglicheren Regionen hat, braucht man den dortigen, vom Tourismus bestimmten Rummel mit Sicherheit nicht (mehr).

    Am Strand gab es sogut wie nichts als die Touristenstände mit "Plastikobst" (fürs Auge gemachtes, übers ganze Jahr gleichbleibendes, fade schmeckendes, absurd teures Angebot).
    Dort kauft man ja auch eher nichts, hihi.

    Ich fuhr praktisch täglich nach Phuket City, aber auch dort war das Angebot mau.
    Das stimmt, aber da ich gerade voll auf Durian stand, bin ich auch in Phuket Town sehr gut fündig geworden. Vom Obst her war das Angebot im BigC extra in Patong tausend mal besser.

    Wenn du nochmal um diese Zeit nach Thailand fliegt, versuche mal Krabi, etwas südlicher, dort hat es auch schöne Strände und der Markt einiges mehr her.
    Wir fliegen im November und die Reiseroute steht noch nicht vollständig fest. Gut zu wissen! Danke.

    Die beste Zeit für Früchtefans ist in Thailand jedoch von Mitte Mai bis August. Da quillt das Angebot über mit Durian, Mangos, Rambutan, Mangosteen, Cempedak, Litchi...
    Ja, das ist schon klar, aber da ist es zu Hause auch ganz nett. Aber das werde ich noch alles ausprobieren.

    zum Beispiel in Songkhla der Heimatstadt meiner Frau.
    Oh, aus der Gegend kommt unsere Liza auch. Wir waren Anfang Januar in Songkhla, ein wunderschönes Städtchen direkt am Meer. Nur leider haben wir es nicht mehr auf den Markt geschafft. Klappt beim nächsten Besuch bestimmt.

    Mich hätte ja auch der Garten mit Durianbäumen von Lizas Eltern interessiert, aber der war 20 km von ihrem Haus entfernt und stand beim ersten Kennenlernen nicht auf dem Programm.

    Sag mal, wie bist du in Thailand mit der Qualität der Früchte zurechtgekommen? Hattest du gute Quellen für Bio-Obst? Oder hat dir die Chemie nichts ausgemacht?

    Schön, dass du da bist.

    sawadikap, Artur
    Sawadikaaaaah, Sabine

    Ich liebe diese Sprache...

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  17. Avatar von Artur
    Hallo Bine
    Mir schien grad eben, als könne ich dein weiches „Sawadikaaah“ hören… Das mit dem verpassten Markt in Songkhla ist wirklich schade. Der Sonntagsmarkt dort braucht keinen Vergleich zu scheuen… und ich habe viele Märkte gesehen. Mit der Qualität in Thailand war ich meist zufrieden. Man muss sich außerhalb der Saison halt in der Auswahl einschränken. Es gibt zum Beispiel eine Mangosorte, welche man das ganze Jahr und immer in derselben „Qualität“ kaufen kann... Erst in der Saison ab März/April gibt es dann essbare, viele verschiedene regionale Sorten. Ist in etwa zu vergleichen mit den Erdbeeren in Europa, welche man zu jeder Jahreszeit kaufen kann, aber nur zur Saison lecker sind.
    Oder Durian… Monthong gibt es mittlerweile mit viel Aufwand das ganze Jahr über. In manchen Jahren gibt es in Südthailand im Winter eine kleine Duriansaison, aber im Normalfall geht es erst Ende März mit der Ernte los. Wilddurian kommen noch etwas später. Ich bin aber gar kein so großer Fan von Wilddurian. Ich finde diese puschen zu viel. Fühlt sich manchmal an, wie eine Coffeinvergiftung. Man kann also nicht viel davon essen, zumindest nicht täglich, so gut sie mitunter auch schmecken. Frische reife Chanee hingegen haben noch etwas von dem strengen wilden Geschmack, aber man bekommt von ihnen kein Nervenflattern. Es gab zwei-drei Sommer da habe ich über Monate praktisch täglich 2 Chanee von je 3-4 Kilo (brutto natürlich) gegessen, ohne negative Folgen… es sein denn man wertet ein stetes himmeljauchzendes Hochgefühl als gefährliches Symptom :-)
    Im Winter war ich oft in Nordthailand, dort gibt es um diese Zeit neben Papaya, leckeren Bananen und Ananas, viele Mandarinen, Riesengrapefruit, Putsa und Tamarinden. Auf den Märkten findet man dort auch leicht Händler, welche Bienenwaben mit Larven verkaufen und mit etwas Glück findet man leckere lokale Obstsorten wie Apfelsterne. Das Wetter ist im Norden um diese Jahrezeit perfekt. Sonnengarantie bei kühlen Nächten von mitunter nur 15 Grad.
    Noch in Sachen Bio… meine Freunde mit denen ich früher viel unterwegs war, schwärmen von der Region Nakhon Si Thammarat. Dort gibt es anscheinend viele Kleinzüchter die ihre Obstgärten ohne Giftkeule bearbeiten. Einen rohen Ami hat es auch dorthin verschlagen und er soll sich ein ansehnliches Früchtparadie geschaffen haben. November-Dezember ist dort aber noch nicht viel los…
    Sawadiiikap Artur
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