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Sabine

Kohl und Pistazien

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Dienstag, 24.11.2015

Normalerweise schlafe ich sehr gerne bei ausgesprochen kalten Temperaturen. Derzeit jedoch mag ich es warm und kuschelig. Daher habe ich auch heute wieder im Kinderzimmer geschlafen. Dann können meine ganzen Vorräte an Äpfeln etc. kühl stehen. Und ich habe heute Nacht zum Glück wieder sehr gut geschlafen. Das ist für mich das A und O des Wohlbefindens.

Die Mandeln haben mir auch dieses Mal wieder gut getan. Ich fühle mich kräftig und gut. Die Schmerzen halten sich in Grenzen. Was mir in jedem Fall auch gut bekommt, ist die Pause vom Fleisch. Für den Hund wird gerade Weihnachten vorgezogen, hihi.

Morgens dufteten ein paar Knollen vom Rosenkohl sehr gut. Mit diesem Gemüse konnte ich unter Rohkost noch nie etwas anfangen, daher hatte ich nur wenig gekauft. Da die Menge für eine Mahlzeit zu klein erschien, habe ich aus dem Garten einen kleinen Weißkohl und einen Strunk vom Grünkohl geholt. Beides war vom Schnee bedeckt und angefroren. Mal sehen, ob das Innenleben noch verzehrbar ist.

Das Mittagessen fand während eines Spaziergangs zum Markt statt und war schnell erledigt: Es gab den inneren Strunk vom Grünkohl, 5 Röschen vom Rosenkohl (leider nicht annähernd so genial wie von der Kochkost in Erinnerung, aber dennoch gut) und ein paar Bissen vom inneren Weißkohl. Insgesamt belief sich die Menge im 100 g - Bereich.

Ich wollte bei den polnischen Verkäufern nach Mispeln gucken. War aber nichts. Statt dessen duftete der benachbarte Stand mit frischem Hefekuchen hinreißend. Ich hätte dort noch ewig stehen bleiben und den Duft inhalieren können. Frischer Kuchen war früher mein Hit. Aber nun stellt er keine echte Verführung dar, vielmehr weiß ich dann, dass ich in Kürze ein paar ordentliche Kohlenhydrate gebrauchen kann. Und genauso wenig, wie ich mein Duschbad trinken würde, käme es mir in den Sinn, Kuchen zu essen, nur weil er gut duftet. Statt dessen genieße ich aber hemmungslos den Geruch.

Wenig später hätte ich sehr gerne etwas Süßes gegessen, aber weder hatte ich eine passende Ergänzung vorrätig noch war die Zeit dazu. Ich denke, das war gut so. Kohl verdaut sich am besten alleine. Er war mir von der Konsistenz her etwas zu hart und der nachfolgende Appetit auf Süßes spricht für eine eventuell bessere Bedarfsdeckung mit Durian. Aber das ist erstens keine Bürofrucht und das Experiment mit den Rollen hat mich nun auch nicht überzeugt.

Leider macht auch vor unseren Türen die gegenwärtige Entwicklung mit einer erheblichen Zunahme an psychischen Erkrankungen nicht halt. Ein vorsprechender Vater war in einem wirklich bedauernswerten Zustand, was ihn aber nicht davon abhielt, wortgewaltig aufzutreten. Er hat bei uns den Eindruck hinterlassen, durchaus das Potenzial zu einem Amokläufer zu haben und völlig unberechenbar zu sein. Wenigstens waren wir zu zweit in dem Gespräch. Uff. Der Job ist nicht immer leicht.

Meine Entspannung bestand in einer großen Radrunde nach Hause.

Das Abendessen begann zu meiner liebsten Zeit noch vor um fünf. Innerhalb der nächsten Stunde gab es 230 g traumhaft leckere Pistazien von Jörg, wunderbar frisch, mit vielen Geschmacksnuancen und Erinnerungen an Zitronat (?!) und Weihnachtsgebäck. Anschließend gab es zwei Drittel eines großen Bundes Koriander und 1,5 Chicorée. Dieses Blattgemüse mag ich im Winter sehr.

Eigentlich wollte ich mir heute Mispeln bestellen, aber eine innere Stimme hielt mich immer wieder davon ab. Vielleicht kommt ja jetzt eine Phase mit Kohl, darauf hätte ich intuitiv große Lust.

Dann habe ich die neuesten Entwicklungen bei den Kindern erfahren:
Marlene, meine jüngste Enkelin, kann mit ihren 5,5 Monaten seit ein paar Tagen sitzen und hat heute erste Versuche zum Krabbeln unternommen. Sie war wohl selbst von ihrer Entdeckung ganz überrascht, hihi. Sie wird noch voll gestillt.
Liza hat ihre ersten beiden Tage im Sprachkurs gut überstanden. Sie ist die einzige Asiatin neben überwiegend Spaniern. Sie ist alles andere als scheu und wird ihren Weg gehen.
Und wo mein Mann gerade wieder einen Umzug hinter sich gebracht hat, folgt der nächste auf dem Fuße. Dem Versetzungswunsch des großen Sohnes nach Berlin wurde entsprochen, er hat seinen Traumjob bekommen und wird im Januar schon umziehen. Zum Glück sind wir zu der Zeit in Thailand, hihi.

Aber dann sind wieder alle Kinderchen in unserer Region, was immer unser Wunsch war. Wozu macht man sich die ganze Arbeit mit ihrer Aufzucht, schlägt sich die Nächte um die Ohren und diskutiert mit ihnen über Gott und die Welt, wenn man später nichts mehr von ihnen hat? Und dann haben wir auch wieder genug Abnehmer für die zahlreichen Obstsorten, die mein Mann und ich so gerne pflanzen.

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Kommentare

  1. Avatar von Susanne
    Aber dann sind wieder alle Kinderchen in unserer Region, was immer unser Wunsch war. Wozu macht man sich die ganze Arbeit mit ihrer Aufzucht, schlägt sich die Nächte um die Ohren und diskutiert mit ihnen über Gott und die Welt, wenn man später nichts mehr von ihnen hat?
    Ich habe mir gewünscht, dass sich meine Kinder zu freien, unabhängigen Menschen entwickeln. Das Bedürfnis, später etwas von meinen Kindern haben zu wollen, hatte ich nie: Von den Kindern von Khalil Gibran
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    Danke Chris bedankte(n) sich für diesen Beitrag


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