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Sabine

Chempedak, Birnen und Tafelspitz

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Samstag, 3.10.2015

Ich habe wie ein Murmeltier geschlafen und sehe besser als nach (abendlichem) Süßkram aus. Ehrlich gesagt, bin ich beinahe froh, wenn dieser Überschuss an Obst mal zu Ende ist. Er ist so verlockend, aber irgendwie esse ich oft etwas zu viel davon. Auch der stärkehaltige Kern der Safus war wohl zu reichhaltig.

Mein Mann macht mir wiederholt richtig schöne Komplimente, was mich natürlich sehr gefreut hat. Trotzdem waren die Erdnüsse viel zu viel. Wenn ein frisches Produkt sperrt, ist es ausgesprochen dumm, noch die trockene Variante nachzuschieben. Da bin ich gestern zu sehr der Versuchung erlegen, ohne nachzudenken. Die Getrockneten waren für das Büro gedacht, wenn ich mittags weder Obst noch Gemüse möchte. Das war im letzten Winter gut so mit den eingeweichten Nüssen zum Mittag. Für stundenlanges Essen von frischen Erdnüssen ist im Büro keine Zeit.

Für den Vormittag hatten wir uns bei unserem Bungalow zum Ablesen der Zählerstände verabredet. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich nach verwilderten Früchten umzusehen. Ich konnte eine Tüte mit kleinen Birnen einsammeln. Davon gibt es immer noch mehr als genug. Zwetschgen waren leider nicht mehr zu holen.

Mitten in der Prärie kam mir ein Mann mit Hund entgegen. Ganz geheuer war der mir nicht, obwohl er mich nett ansprach.

Am See war es dann so wunderbar sonnig, dass ich noch einmal reingehüpft bin. Das Wasser zwickt jetzt aber schon ganz gut. Dennoch war es schön, so ungezwungen nackig im Sonnenschein zu sein.

Auf dem Rückweg waren wir bei meiner Schwester im Garten und haben dort u.a. die ersten frischen Walnüsse eingesammelt. Ich glaube, noch nie haben sie für mich so gut gerochen.

Pünktlich zur Mittagszeit waren wir wieder zu Hause. Hier duftete nur eines für mich und das sehr durchdringend: der Chempedak. Er war ein Versuch, weil mir die angetrockneten Feigen zwar sehr gut geschmeckt haben, aber in ihren Auswirkungen nicht optimal waren. Und er war nun wirklich genial. Nach 516 g kam mein Mann mit gebratenem Fleisch auf die Terrasse und ich hatte nur noch das Fleisch in der Nase. Also habe ich aufgehört. Als er fertig war, gab es für mich einen Nachschlag in Form von regionalen Sapotillen: 1042 g cremig-weiche braune Matschbirnen aus dem Norden waren himmlisch.

Inzwischen nehme ich über die Hand oft zusätzliche Informationen zum Geruch und zur Optik auf und entscheide mich danach für die Reihenfolge der verzehrten Früchte. Das ist mir bei anderen Produkten jetzt auch oft so gegangen. Anderseits stelle ich aber auch jedes mal nach zwei Sorten Obst eine Uberlastung fest. Ich sollte das besser lassen.

Für den Hund war auch Feiertag. Er bekam den Körper vom Reh, der noch eingetrocknet im Bungalow lag. Fand er super.

Nachmittags war mir erneut ein Ganzkörpersonnenbad vergönnt, bei dem ich diese Zeilen schrieb.

Anschließend waren wir mit dem Rad unterwegs. Ich wollte mich nach Wildfrüchten, insbesondere Felsenbirnen umsehen. Die einzige mir bekannte Quelle liegt an der Straße, aber ich habe eine Information über einen wesentlich besseren Ort. Und ich mag sie sehr gerne.

Wir sind nicht fündig geworden, haben dafür aber an einer auf Mundraub gezeigten Stelle jede Menge Äpfel und Birnen und diverse, jetzt natürlich leere Kirschbäume gefunden. Es ist gar nicht weit weg, aber in der Region waren wir so gut wie noch nie und so haben wir einiges Neues gesehen. Leider ist die Allee mit dem Obst entsetzlich staubig.

Die Hagebutten finde ich in diesem Jahr besonders üppig und groß. Auch Weißdorn ist in Hülle und Fülle zu haben, an allen in den letzten Tagen gesehenen Gegenden.

Das Abendessen fand ab dreiviertel sieben statt und bestand aus wunderbar fettem Tafelspitz. Nach 589 g kamen die Geschmacks- und Aufstoßsperre zugleich.

Die anschließenden Blähungen zeigten mir zwar die schlechte Kombination mit dem süßen Obst vom Mittagessen an, aber insgesamt fühlte ich mich endlich mal wieder rundum ausgeglichen.

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