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Sabine

Sportliches Wochenende

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Samstag, 11.7.2015

Heute früh stand nach einer wunderbaren Nachtruhe fest: Ich radel zu den Enkeln, die gerade in unserem Bungalow am See sind. Es ist Marlenes Premiere dort. Mit dem Auto beträgt eine Strecke 40km, mit dem Rad fahre ich etwas anders, vermutlich ein paar Kilometer weniger.

Mit auf die Reise gingen neben jeder Menge Beeren für die Kinder für mich eine überreife Papaya, je zwei Bananen Planta und Netram Palam sowie zwei Kokosnusspagoden und eine Flasche Fachinger.

Um 8 Uhr ging es los. Der Weg führte zur Hälfte auf Radwegen durch sehr schöne Natur, dann durch meine Heimatstadt, am Wildhof vorbei, leider auch ein paar Kilometer auf einer Fernverkehrsstraße ohne Radweg und schließlich die letzten 5 km durch einen Wald, über sandige Wege und furchtbar unwegsames Kopfsteinpflaster aus dem Mittelalter. Das war der kraftraubendste Teil der Strecke. Leider habe ich mich genau auf diesem Streckenabschnitt einmal verfahren, bin gefühlt 1 km bergab gefahren, um das festzustellen. Dafür habe ich mich aber an einem wunderschönen See wiedergefunden, der sich noch besser für Kajak Ausflüge eignet. Also musste ich nun das ganze Stück bergauf zurück, aber die Kraft war einfach da. Vielleicht war da auch etwas Adrenalin mit im Spiel, denn ich war völlig abgeschieden in tiefem Wald und ganz geheuer war mir das nicht.

Nach 2,5h bin ich mit diesem Umweg und zwei kurzen Stopps an Obstständen an meinem Ziel angekommen. Zeitgleich mit mir kamen die Enkel an. Sie waren noch frühmorgens im Asialaden gewesen und hatten mir eine Kiste Plantabananen mitgebracht. Und zu unser aller Glück hatte ich die Schlüssel für das Haus mit, denn sie hatten die falschen eingepackt.

Mich zog es umgehend an den See. Also bin ich mit den beiden großen Enkeln an den Strand gegangen. Es war aber recht frisch, so dass ich über den halben See zu einem sonnigeren Abschnitt geschwommen bin. Der inzwischen nachgekommene Papa kam mit den Kindern und dem Verpflegungskorb am Ufer dorthin.

Letzten Sonntag soll der See angeblich 28 Grad warm gewesen sein, was in Anbetracht dessen, dass ich am Vormittag zwei mal eine Stunde ohne zu frieren geschwommen bin, durchaus realistisch war. Heute empfand ich ihn nach den kühlen Nächten leider wieder erheblich kälter.

Um viertel eins gab es dann im schönsten Sonnenschein auf der Terrasse und im Gespräch mit dem Töchterchen die überreife, mit Schimmel überzogene Papaya Sunrise von der Fruchtlawine. War sehr lecker. Gewicht lag bei rund einem Kilo.

Anschließend habe ich es mir mit der ebenfalls satten Marlene im Schatten bequem gemacht, mit den beiden Großen gespielt, dabei einen kleinen Dinosaurier vom Enkel geschenkt bekommen, der so lustig und wie ein kleines Känguru aussieht, geschnattert und geschmust, noch eine Geschichte vorgelesen und dann wurde es Zeit für den Rückweg. Habe mich so kraftvoll wie lange nicht gefühlt, spürte aber so langsam aufkommenden Hunger, der mit den noch vorhandenen Produkten einschließlich des im Kellers befindlichen Glases Oliven nicht zu stillen schien. Außerdem wollte ich zur Kaffeezeit über die dann hoffentlich leere Fernverkehrsstraße fahren und spätestens 18 Uhr durch alle einsamen Waldgebiete sein.

Also erfrischte ich mich noch einmal kurz mit 100 Schwimmzügen im See und trat gegen 16 Uhr meinen Rückweg an.

Unterwegs verließ mich etwas die Lust auf den kompletten Rückweg per Rad und ich liebäugelte mit dem Zug für die letzten 20 km. Aber dann war die Freude am Strampeln doch wieder größer und auch mein Ehrgeiz erwacht. Zudem lockte mich der Maulbeerbaum, an dem ich eventuell eine Rast mit den Bananen und ein paar frischen Beeren einlegen wollte.

Vor Ort war keinerlei Bedarf in dieser Richtung erkennbar, zudem die richtig reifen Beeren alle abgefallen, so dass ich mir auch keine zum Mitnehmen gepflückt habe. Vermutlich komme ich am Montag ohnehin wieder hier vorbei.

Um viertel sieben war ich zurück. Und nicht mal sonderlich platt. Bin wirklich gut drauf zur Zeit. Die letzten 10 km bin ich sogar noch mal zu Hochform aufgelaufen. Ich habe kein besonderes Rennrad und ich fahre ohne app oder Tacho, mir sind meine Höchstgeschwindigkeit, die genaue Distanz etc. ziemlich egal und wären höchstens fürs Ego interessant, für mich zählt allein der Spaß an der Bewegung.

Es gab einen halben Liter Wasser, insgesamt heute 11/4l, versorgte den Hund, legte diverses Fleisch ins Warme und ging erst einmal duschen.

Ab um sieben hatte sich der Bedarf, der ständig zwischen Kohlenhydraten in Form von Bananen und Protein in Form von Fleisch und Innereien vom Lamm oder der Moorschnucke schwankte, nun deutlich für Letzteres entschieden.

Somit gab es als erstes eine Niere, dann das Fleisch einer kleinen Haxe und eines Stücks von der Keule, dann ein halbes Herz und ein kleines Stück Leber, bevor ich anschließend über einen Rippenbogen mitsamt Rücken herfiel. Boah, war das lecker. Ich kann mich nicht erinnern, so gute Innereien gegessen zu haben. So würzig und intensiv im Geschmack.
Die Menge war insgesamt üppig: 959 g Fleisch und 181 g Innereien.

Anschließend habe ich mir die Neuigkeiten aus Rohkosthausen, also sprich die Tagebucheinträge und neuen Beiträge reingezogen sowie in die E-Mails geguckt, für Maria noch ein Geburtstagsgeschenk bestellt, bevor mir zufrieden die Augen zufielen.

Sonntag, 12.7.2015

Mein Mann war erst mitten in der Nacht von der Baustelle seines Elternhauses zurückgekehrt und somit hatte ich den Vormittag wieder zu meiner freien Verfügung. Der Jüngste wollte nachmittags skypen, also konnte ich gut planen.

Vor dem Sport wollte ich noch schwimmen. Der größere See kühlt nicht so schnell aus. Zudem verfügte ich noch über ausreichend Verdauungswärme.

Also ging es um kurz nach neun Uhr los. Ich spürte keinerlei Erschöpfung nach dem gestrigen Ritt und auch am Vortag bin ich ja 3h zum Wildhof hin und zurück, zudem mit schwerem Gepäck durch die riesigen Köpfe, geradelt. Scheint derzeit alles ganz gut zu passen.

Auf Umwegen radelte ich an den See, musste dort aber feststellen, dass auch er erheblich ausgekühlt war. Egal, schon war ich drin. Und bin über den See geschwommen, vermutlich 15 Minuten später war ich am anderen Ufer. Mir war nun doch recht kalt und ich hatte die Wahl, im nassen Badeanzug 5 km im Laufschritt um den See herumzujoggen oder aber den Weg durch die kalten Fluten zurückzunehmen. Ich entschied mich für Letzteres.

Dabei fiel mir ein, dass gestern in diesem See verschiedene Schwimmwettkämpfe stattgefunden haben, u.a. auch die Überquerung längs und quer. Auf das Querschwimmen über 5km hätte ich mal Lust, aber dazu muss es für mich wieder wärmer sein. Und dann niemals im Pulk.

Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich diverse Wettkämpfe als Turnerin absolviert und damit vermutlich lebenslang meinen Bedarf an solchen Veranstaltungen gedeckt. Zudem stören mich diese Massen beim Ausdauersport, das ganze Drumherum mit Anmeldung und Startnummern holen, Zeitchip, wo lässt man die Klamotten etc., das ist mir einfach ein Graus. Als Turnerin war es leichter, wenn ich dran war, hatte ich das Gerät für mich alleine.

Zudem lasse ich mich in meiner Freizeit nur ungern fremdbestimmen und bevorzuge ganz nach Lust und Laune sowie Befinden Aktivitäten oder Müßiggang. Und will mich nicht unter Druck setzen, am Tag X zum Beispiel einen (kleinen) Triathlon, mit dem ich auch mal geliebäugelt habe, bewältigen zu müssen. Meine Kollegin gibt Unsummen für Startgebühren aus, die ich lieber anders einsetze und meine persönlichen Wettkämpfe habe ich dennoch.

Im nur wenige Minuten entfernten Fitnessstudio habe ich mich an den Geräten wieder aufgewärmt. Ging alles richtig gut.

Der Rückweg zog sich wie ein Kaugummi. Am liebsten hätte ich mich an den nächstbesten Baum oder Strauch gehangen, um neue Energie zu tanken. Aber da war nichts.

Um viertel eins gab es dann drei Kokosnusspagoden, eine von Orkos, zwei von Tropenkost, erst den Saft von allen drei Nüssen, dann das Fruchtfleisch.

Beim Abwiegen der drei Nüsse wurde ich stutzig: 1,101 kg. Hm, angeblich sollten die beiden von Tropenkost schon 0,9 kg gewogen haben. Laut meiner Waage waren es nur 750 g. Und so halbwegs scheint sie gut zu funktionieren, denn wenn ich zum Beispiel 500 g Datteln von Orkos abwiege, werden so um die 506 g angezeigt, also plus Verpackung. Ich kontrolliere sonst nicht das Gewicht, aber diesmal fiel es mir auf.

Aber es kam noch besser, hihi: Beim Entfernen der reichlich belassenen Fasern über den drei Augen staunte ich nicht schlecht, als mich tiefschwarzer Flaum anguckte. Genauso hatten meine alten Pfirsiche ausgesehen. Frische Kokosnüsse sehen definitiv anders aus. Das Wasser war bereits alkoholisch und das Fleisch fermentiert. Ich mag solche Rezepte der Natur ja und vielleicht wird hier fleißig mitgelesen, so dass man mir damit eine Freude machen wollte *zwinker*, aber für manch anderen Rohi wäre das wohl Abfall gewesen. Die zweite Kokosnuss war so ein Mittelding zwischen frisch und uralt. Insgesamt 820 g habe ich mir schmecken lassen. Hat von der Menge genau gepasst.

Nachmittags war ich faul, fauler, am faulsten. Habe nur ein paar kleine Hausarbeiten erledigt und mit dem Sohnemann geschnattert. Genug Energie an diesem Wochenende verbrannt.

Das Abendessen begann halb sechs und bestand aus 909 g von der Lammschulter. Das ist auch ein sehr schönes Teil, weil es viel leckere Haut hat, etwas Fett und Knochenmark dazu und gut erreichbares Fleisch. Die Ränder waren schon angetrocknet und besonders gut. Schultern lassen sich zudem gut lagern und transportieren. Durch die schützende Haut matschen sie nicht so schnell.

So, nun kann die neue Woche kommen. Gut ausgetobt habe ich mich und vergleichsweise gut im Futter stehe ich auch.

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