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Sabine

31.12.2014 - 19. Tag

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Am letzten Tag des Jahres ziehe ich gerne ein Resümee. Die einschneidendsten Schritte in 2014 waren für mich die Einbeziehung von frischem Wildfleisch und regionalen Wildfrüchten.

Nun gehe ich mit guten Vorsätzen in das neue Jahr. Das Wichtigste ist für mich, eine gute Auswahl hochwertiger Qualität an allen Lebensmittelkategorien zu haben, vor allem Zuchtsorten zu meiden und die Lebensmittel in ihrer ursprünglichen Form und Konsistenz zu verzehren. Nüsse werden weiter in ihrer Priorität sinken, Kokosnüsse hingegen viel öfter mit einbezogen werden.

Auch die Tropenfrüchte werden zukünftig wieder zum festen Bestandteil meiner Ernährung werden. Vor dem Urlaub habe ich überwiegend von Gemüse, Äpfeln, Zitrusfrüchten und Fleisch gelebt und zum Schluss verstärkt gemerkt, dass da was fehlt. Und hier waren innerhalb von einem Tag alle Überlastungen an den Händen verschwunden, die Haut an den Füßen babyweich und pure Zufriedenheit hergestellt.

Gerade im heimischen kalten Winter braucht man vermutlich auch konzentrierte Kohlenhydrate, wenngleich ich absolute Priorität hochkalorischen frischen Produkten wie Sapotillen und Jackfrucht einräumen werde, anstatt wieder an die Trockenfrüchte zu verfallen.

Natürlich stünden uns diese Früchte in unserer jetzigen Heimat nicht zur Verfügung, aber aufgrund meines generellen Wohlbefindens hier im tropischen Klima glaube ich schon sehr an unsere hiesige Abstammung. Und insofern gehören auch diese Früchte zu uns. Sicher werde ich damit aber einen anderen Umgang als früher pflegen, Obst-Pausen einlegen und sobald es wieder möglich ist, mit regionalen Produkten ergänzen.

Auch will ich verschiedene Anbieter erneut probieren, die Orangenfarm aus Portugal war letztens ein guter erinnernder Hinweis im Forum. Irgendwie widerstrebt es mir derzeit massiv, wenn ich bei Orkos nun schon bei einigen Produkten 15€/kg bezahlen soll. Vielleicht ist die Fruchtlawine von Benjamin eine gute und zugleich günstige Ergänzung.

Vielleicht sind all diese Überlegungen auch irrelevant, weil ich mein Rückflugticket zerreiße, einfach hier bleibe und als Durianschäler im Supermarkt anfange :). Oder noch besser: als Verkäuferin im Fischmarkt... Das ist übrigens auch eine hier gewonnene Erkenntnis: Fisch gehört unbedingt zu unserer Palette. Oft genug fand ich salziges Meerwasser im Mund so angenehm, vermutlich zur Auffüllung der Mineralstoffe, die hier schnell ausgeschwitzt werden.

Wobei ich hier nicht wirklich schwitze, sondern mich sehr angenehm temperiert fühle, sofern keine Überlastungen vorliegen. Kurios übrigens, dass mich dann die Mücken selbst unter dem Moskitonetz finden, während ich ansonsten vollkommen verschont bleibe.

Heute mittag habe ich das ganze Obst mal ausgeblendet und ca. 30-50g Trockenalgen Kombu gegessen.

Am Nachmittag habe ich meine Männer zu einer Kokosnuss eingeladen. Sah wunderschön aus, alle mit Blümchen und Sonnenschirm verziert. Da niemand von ihnen das Fruchtfleisch wollte, konnte ich mich daran laben. Am späten Nachmittag habe ich erneut zwei Pagoden getrunken und gegessen. Danach bin ich geschwommen und gekrault wie hier die ganze Zeit noch nicht.

Abends waren wir noch auf dem Fressmarkt. Haben alle was Schönes gefunden. Ich habe heute mal wieder Gemüse in Form von Brokkoli und Weißkohl gekauft.

Bei mir gab es als letzte Mahlzeit des Jahres die beste Durian seit meiner Ankunft hier: endlich mal eine rustikale Sorte, perfekt reif, wunderbar konzentriert und aus der ganzen Frucht. Davor dieselbe Sorte, aber geschält. War hinsichtlich der Geschmacksintensität ein himmelweiter Unterschied. Und damit war es auch viel einfacher, zufrieden zu sein. Die verzehrte Menge lag insgesamt bei ca. 1 kg abzüglich einer erheblichen Menge großer Kerne.

Wenn ich nach einer Mahlzeit die ganze Welt umarmen möchte, dann war sie gut. Wenn ich dann auch noch weitere positive Signale des Körpers erhalte, weiß ich, dass das Produkt super war.

Danach habe ich noch eine kleine Menge einer unbekannten Frucht probiert. Ich habe auf dem Markt heute auch Mini-Tomaten gekauft. Dann gab es grün aussehende Früchte, die ich auch für Tomaten gehalten habe. Einige waren schon leicht braun und haben sehr interessant gerochen. Diese etwa pflaumengroßen Früchte hatten einen Kern etwas größer als von der Kirsche. Hat sehr gut geschmeckt, muss am Samstag mal nach dem Namen fragen.

Anschließend sind wir an den Strand gegangen und haben einen wunderschönen Jahreswechsel mit einem beeindruckenden Feuerwerk über dem Meer erlebt. Die Knallerei hielt sich in Grenzen, vielmehr wurden feuergefüllte Ballons in den Himmel geschickt. Haben wir auch gemacht.

Nun wünsche ich euch allen einen schönen Silvesterabend, einen guten Start in das neue Jahr und freue mich auf den weiteren gemeinsamen Weg mit euch.

:)
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