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Sabine

20.12.2014 - 8. Tag

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Mir tun die Tropen sooo gut. Wir sind zudem so herrlich entspannt. Wer hier nicht abschaltet, ist selber schuld.

Wir beraten über zukünftige Touren, haben uns auch Angebote dazu eingeholt. Aber wir sind uns schnell einig, dass wir hier so zufrieden sind, dass uns momentan gar nichts weglockt. Und ganz sicher keine Touren, bei denen in 6h sieben Anlaufpunkte nach strengem Zeitplan abgefahren werden. Wir werden eher Manfreds Angebot annehmen, der uns einiges zeigen möchte. Wenn die Söhne hier sind, wird sowieso ein anderer Aktivitätslevel da sein. Bis dahin bleiben wir im Ruhemodus.

Spätestens in der Mittagshitze werfen wir alle Pläne über Bord und gehen einfach an den Strand und genießen das tropische Flair. Sicher könnte man noch diverse Inseln besuchen, Wasserfälle, Riffe, Aussichtspunkte, aber mir würde schon ein Spaziergang im angrenzenden Mangrovenwald reichen. Und gerne möchte ich auch noch mehr von der heimischen Bevölkerung sehen.

Da sich nun der Strand deutlich füllt, werden wir uns erst einmal nach ruhigeren Buchten umsehen.

Heute Mittag gibt es die kleinste der gestern gekauften Duriane, brutto wog sie 1,5 kg. Ich hatte schwören können, dass es eine rustikale Sorte ist, weil alle drei Früchte sehr verschieden aussahen und recht wild wirkten. Leider muss ich feststellen, dass es doch MornThong ist. Aber na gut, am Meer mit Durian zu sitzen ist traumhaft genug. Ein einheimischer Strandverkäufer teilt meine Freude und zeigt mit dem Daumen nach oben. Danach esse ich noch eine große Portion Dill. Hier sind bei allem die Dimensionen größer, auch die Kräuterbunde sind um ein vielfaches größer als bei uns.

Nachmittags liegen wir endlos lange bäuchlings im flachen Meer und schnattern über Gott und Welt, gucken uns dabei diverse Muscheln und Steine an, wie wir sie bisher nur von Bildern her kennen.

Was ist das einfach rundum schön hier? Es ist so perfekt warm, aber nicht zu heiß. Das Meer ist eine einzige Badewanne und man kann bei Ebbe mit dem Bauch auf dem Sand liegen und stundenlang angespülte Meerestiere ansehen. Entspannung grenzenlos.

Wir verbrennen nicht, ich benutze nicht einmal Sonnenschutzcreme. Die Sonne ist nicht ganztägig da, was recht gut ist.

Um 17:00 Uhr gibt es bei mir dann die mittlere der gestern gekauften Duriane, brutto 2kg. Es folgen ein großes Stück Palmenherz und anschließend ein Büschel Apfelbananen, die mit Abstand allerbesten, die ich hier hatte. Sie schmecken chemiefrei, sind perfekt reif und vor allem enthalten einige von ihnen richtige Kerne, etwa halb so groß wie ein Kirschkern. Suuuuper, sowas mag ich. Hatte ich bisher noch bei keinem Versender.

Danach gehen wir zum heute wieder stattfindenden Obstmarkt. Ich kaufe Koriander, Dill und Knoblauch.

Von allem gibt es ab 20 Uhr eine ordentliche Portion. Inzwischen habe ich mal einen vorsichtigen Versuch gewagt, was passiert, wenn ich nicht akribisch die Hygieneempfehlungen einhalte und das Grünzeug wie gekauft esse. Gar nichts ist passiert. Ich glaube nämlich, dass ich durch die lange Rohkost schon so viele thailändische Keime mitgegessen habe, dass ich das hiesige Wasser durchaus vertragen kann. Nichtsdestotrotz werde ich mich zukünftig an die Empfehlungen halten, ich muss ja nichts provozieren und will meinen Urlaub gesund genießen.

Falls ich aber irgendwann doch mal einen Krebs etc. essen möchte, der in einem dieser nicht besonders vertrauenserweckend aussehenden Becken schwimmt, wollte ich schon mal vorab einen kleinen Test machen. Vorerst finde ich jedoch die Tropenfrüchte sehr viel anziehender.

Es gibt hier zwei Qualitäten des Wassers: eines zum Trinken und eines zum Kochen und Zähne putzen.

Zu meiner Freude werde ich am späten Abend im Supermarkt noch mit geschälter Jackfrucht beglückt. Und eine weitere große ganze Frucht sehe ich für die Folgetage liegen. Meine kleinen Flecken am Unterschenkel sind nach wie vor da und haben sich nicht verändert. Die Jackfrucht hat dennoch den Vorteil, dass sie keinen chemischen Nachgeschmack hinterlässt.

Wir sind jetzt zeit- und klimatechnisch hier insofern angekommen, dass wir abends lange auf sind und dafür kaum vor mittags das Haus verlassen. Es passt aber zu unserem momentanen Umfeld, wo auch bis Mitternacht mal ein Winkelschleifer agiert oder ein Sänger musiziert. Ansonsten ist dieses Örtchen ruhig und sehr angenehm. Nur heute morgen wurde ich zeitig geweckt, weil der Komposthaufen hinter unserer Terrasse entfernt wurde. Mein Mann vermutet den Beginn einer Baumaßnahme. Da aber Nom und Manfred, die bei uns gleich nebenan wohnen, nichts davon wissen, hoffe ich jetzt einfach mal das Beste und vielleicht hängt das Aufräumen auch mit dem Geburtstag des hier sehr verehrten Königs am 8. Januar zusammen. Bald werde ich es wissen.

:)
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