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Sabine

15.12.2014 - 3. Tag

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Nach 3h habe ich erst einmal ausgeschlafen. Zukünftig schwebt mir vor, draußen zu schlafen, weil ich es mir wunderschön vorstelle. Bei halbwegs ausgeglichener Rohkostpraxis sollte das gut möglich sein.

Ich schreibe meine Erinnerungen auf, bis ich 2h später wieder müde werde. Mein Tagebuch werde ich auch den Kindern schicken, so verpassen sie nichts von unseren Erlebnissen und bekommen unsere Eindrücke zeitnah mit. Und die Ernährungsdetails können sie ja überlesen.

Von strahlendem Sonnenschein werde ich geweckt. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir bereits die Mittagszeit an. Hunger habe ich keinen, fühle mich eher etwas müde. Der Körper ist halt noch nicht umprogrammiert auf die neue Zeit. Es ist wohl das, was man "Jetlag" nennt.

Meine whats-app Nachrichten treffen bei meinen Kindern und der Kollegin ein, als diese ihren Tag beginnen. Ist schon lustig irgendwie...

Dann geht es an den Strand. Wir finden ein schattiges Plätzchen und sind anschließend lange im wunderbar warmen und sehr salzigen Wasser.

Ich finde es sehr beruhigend, dass in unmittelbarer Nähe zahlreiche Tropenfrüchte und Kokosnüsse gekauft werden können. Vorerst ernähren mich aber diverse Eindrücke, Sonne und Meer.

Bei einem Fischer, der einer angrenzenden Pizzeria vom Moped mit Beiwagen aus seine Ware verkauft, gucke ich mal in die Kisten, es gibt zwei Sorten; frischer geht es nicht.

Ansonsten genießen wir einfach das Hier und Jetzt und ich lerne ein paar gängige Thaisätze.

Um 17:00 Uhr wird es wolkig und wir bekommen Hunger. Ich schnuppere an den Ständen das Obst durch, was hier niemand komisch findet und entscheide mich für eine Kokosnuss. Mein Mann startet einen ersten Versuch in einer der zahlreichen Garküchen direkt am Strand. Auch dort werden oft Obst und Kokosnüsse verkauft, so dass wir ganz unkompliziert und jeder mit seinem Wunschessen zusammen genießen können.

Zimperlich darf man hier nicht sein; die Tischdecke sieht wie nach einer dreiwöchigen Benutzung durch eine kinderreiche Familie aus. Aber nachdem ich den Saustall gesehen habe, der im Flugzeug gerade auch in der Businessclass hinterlassen wurde, steht es wohl niemandem zu, darüber abfällig zu urteilen.

Auffallend ist die pure Lebensfreude der Menschen, sie lachen viel und scheinen bei der Arbeit ihren Spaß miteinander zu haben.

Allein der Saft der einen Nuss genügt mir. Er ist so herrlich schokoladig, wie er immer angepriesen wird.

Fur unsere zu Weihnachten nachkommenden Söhne haben wir erfreut registriert, dass es diverse Aktivangebote am Strand, wie z. B. Wassermotorrad, Ballonfahrten, Bananenboot etc. gibt. Nun gucken wir uns mal die Preise an: Es geht bei knapp 40€/h los und endet bei 100€/h. Was für ein Glück, dass wir aus dem Alter raus sind, wo uns sowas interessiert. Die Anbieter fahren die dicksten Autos und sind vermutlich steinreich. Wenn ich sie mit den sonst üblichen örtlichen Preisen vergleiche, ist das einfach nur Abzocke.

Mir gefällt hier der einfache Lebensstil der Menschen. Gerade wir gebürtigen Ossis sind so groß geworden, aus Schei*e Gold zu machen und genau das wird hier auch gelebt: da stehen zwei windschiefe, rostige Pfosten in der Erde, ein Seil dazwischen und es wird Ball gespielt. Nichts ist irgendwie begrünt oder dafür angelegt, aber die Jungs bewegen sich!

Der Ort hat ca. 5000 Einwohner.

Heute gibt es vielerorts frischen Fisch und Muscheln. Ein Taschenkrebs-ähnliches Tier sieht besonders schön aus. Aber momentan reizt mich das alles nicht.

Wenn ich Lust auf Fleisch hätte, würde ich dem hier auch nachgehen können. Davon bin ich inzwischen überzeugt. Im Supermarkt gibt es auch verpacktes Rindfleisch in der Kühlvitrine. Es muss ja nicht unbedingt das Huhn sein, was großflächig und ohne Kühlung im Laden liegt.

Die Obstabteilung ist heute recht leer, vermutlich gibt es morgen neue Ware. Ich kaufe zwei Papayas und 500g einer sehr kleinen Mandarinensorte.

Bei unserem anschließenden Rundgang entdecken wir einen gut gefüllten Obststand, wo neben den bereits erwähnten Früchten (fast) alle Begehrlichkeiten eines Rohköstlers liegen: Sapotillen, Zimtäpfel, Longans, Salak sowie dicke, reife Passionsfrüchte.

Übrigens, die thailändischen Mangos fand ich noch nie so überragend und das hat sich bisher auch hier nicht geändert.

Ich kaufe von allem etwas und zahle am Ende 12€. Schlaraffenland pur.

Anschließend kaufen wir noch ein Moskitonetz und dank meines lieben Mannes kann ich nach seinen Aufbaukünsten die Nacht im Freien schlafen. Nom war zudem so lieb gewesen und hat mir auf meine Frage hin ein Gästebett ins Haus gebracht.

Um kurz nach Mitternacht lasse ich mich rundum zufrieden darin nieder. Ich will mich der Ortszeit allmählich anpassen.

Achso, das Abendessen fand gegen 20:30 Uhr statt und bestand aus den beiden Papayas mit einem Gewicht von ca. 1,5kg. Suuuuper lecker.

:)
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